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Oberhavel Dienstleister der Bevölkerung
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09:09 27.02.2017
226 Mal läutete 2016 die Einsatzglocke. Die Stadtwehrführer Heiko Nägel (v.) und Enrico Neumann können auf 49 aktive Kräfte zählen. Quelle: Robert Roeske
Velten

22 Einsätze gab es für die Freiwillige Feuerwehr in Velten. Nein, natürlich nicht 2016, sondern in den Jahren 1887 bis 1892. Bürgermeisterin Ines Hübner hatte eine alte Chronik von Gustav Gericke aus dem Jahre 1894 mitgebracht, aus der sie am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Velten vorlas. Damals mussten außerdem Fuhrwerks- und Hofbesitzer den Kameraden der 1887 gegründeten Wehr zur Seite stehen.

130 Jahre später – beim Hafenfest im Mai soll das Jubiläum groß gefeiert werden – hat sich viel verändert. So galt es allein im vergangenen Jahr insgesamt 226 Einsätze zu absolvieren. Kein Vergleich also mit damaligen Zeiten. Was sich aber nicht verändert habe, so Hübner den Kameraden dankend, dass die Hilfe der Feuerwehr zuverlässig, schnell und kompetent erfolge. Und immer noch freiwillig und ehrenamtlich. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich.

Die Freiwillige Feuerwehr sei eine Hochleistungsorganisation, bei der die Zahnräder ineinander greifen, beschrieb Stadtwehrführer Heiko Nägel in seinem Jahresbericht die Einsatzbereitschaft der derzeit 49 Aktiven, darunter neun Frauen. Doch sei dies nur möglich, weil sich die Kameraden stets weiterbilden würden. „Es reicht nicht aus, neue Fahrzeuge und neue Geräte zu beschaffen, sie müssen auch richtig bedient werden.“ So entfielen von den im Jahr 2016 geleisteten 9625 ehrenamtlichen Arbeitsstunden der aktiven Kameraden, alleine 1125 Stunden für Lehrgänge.

Mehrere Kameraden bildeten sich unter anderem für den Einsatz der Drehleiter und als Kranführer weiter. Neun Kameraden begannen hingegen erst mit der Grundausbildung, die ein Pensum von 170 Stunden umfasst. Darunter sechs Nachwuchskräfte, die 2016 aus der Jugendfeuerwehr, die 2016 ihren 30. Geburtstag gefeiert hat, übernommen werden konnten. Stadtjugendwartin Stephanie Bös war besonders stolz, dass zwei Jugendliche sogar schon seit der Gründung des Minilöschzuges dabei sind, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern wird.

Mit den jeweils 17 Kindern in Jugendfeuerwehr und Minilöschzug, den neun Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie drei passiven Mitgliedern gehören so insgesamt 95 Kameraden zur Veltener Wehr. Zahlreiche Beförderungen sowie Ehrungen für bis zu 35 Dienstjahre (Olaf Fenner) wurden am Abend vorgenommen.

Mit den 226 geleisteten Einsätzen im vergangenen Jahr hatte die Wehr 13 Alarmierungen mehr zu bewältigen als noch 2015. Nägel: „Zum Luftholen kamen wir kaum.“ Das sei quasi jeder Tag ein Hilfeeinsatz. „Eine psychische und physische Belastung, die uns an die Grenzen bringt.“ Zumal die Stadt rasant wachse, und so die Herausforderungen für die Wehr auch zukünftig weiter steigen werden. Wobei die Zahl der Brände (35) weiter rückläufig war. Man werde immer mehr zum Dienstleister der Bevölkerung, brachte es der stellvertretende Stadtwehrführer Enrico Neumann auf den Punkt. So entfielen 136 Alarmierungen auf den Bereich der technischen Hilfeleistung, zu denen neben 40 Verkehrsunfällen (2015: 30), auch die Beseitigung von 29 Ölspuren (2015: 16) auf Straßen sowie Türnotöffnungen (24) gehörten. Von den 24 Fehlalarmen entfielen 15 auf fehlerhafte Brandmeldeanlagen.

Ein großes Problem der Wehr sei wie in den Vorjahren, die nicht ausreichende Tageseinsatzbereitschaft, erklärte Neumann. Als Stützpunktfeuerwehr muss eine Einsatzstärke von 22 Mann angestrebt werden. Diese Zahl habe man nur zwei Mal erreicht. So entfielen 146 Einsätze in die personalschwache Zeit zwischen 6 und 18 Uhr. Mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit will man um neue Kräfte werden.

Von Ulrike Gawande

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