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Diese Bomben haben Oranienburg in Atem gehalten

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Aufatmen in Oranienburg: Die beiden 500-Kilogramm-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg konnten wie geplant entschärft werden. Der Sperrkreis ist um 18 Uhr aufgehoben worden. Innenminister Schröter konnte durch den direkten Draht zum Entschärferteam als erster über den geglückten Ausgang informieren.

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Einsatzleiter André Müller vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und die zwei 500-Kilo-Bomben.

Quelle: Kugler

Oranienburg. In Oranienburg (Oberhavel) sind heute zwei 500-Kilo-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Um den Fundort am Havelufer im Ortsteil Lehnitz war seit 8 Uhr ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet.

Die MAZ war vor Ort und berichtete aktuell und fortlaufend von der Entschärfung.

+++ 18.30 Uhr: „Am Alten Hafen“ jetzt bombenfrei +++

Der Bereich „Am Alten Hafen“ ist jetzt bombenfrei. Es gibt keine weiteren Verdachtspunkte. Einsatzleiter Müller berichtete vor Ort, dass der erste Blindgänger Probleme bereitete. Dort musste das Schneidgerät mehrmals angesetzt werden. Beim zweiten Blindgänger musste nur einmal angesetzt werden. Jetzt heißt es erst einmal „Feierabend“ für die Sprengmeister.

+++ 18.07 Uhr: Bomben liegen auf Paletten +++

Die Anwohner kehren zügig in ihre Häuser nach Lehnitz zurück. Die beiden entschärften Blindgänger liegen auf Paletten an einem Lkw am Bahndamm. Bürgermeister Laesicke bedankt sich persönlich bei Einsatzleiter André Müller vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und seinen Mitstreitern.

Die zwei Bomben, die heute Oranienburg in Atem gehalten haben

Die zwei Bomben, die heute Oranienburg in Atem gehalten haben.

Quelle: Kugler

+++ 18.00: Sirene gibt Entwarnung +++

Die Sirene signalisiert die Öffnung und Aufhebung des Sperrkreises.

+++ 17.52 Uhr: Das lief wie am Schnürchen! +++

Die beiden Blindgänger wurden innerhalb des Zeitplans entschärft. Das lief wie am Schnürchen. Die Kampfmittelexperten haben den ganzen Tag Zuversicht ausgestrahlt und wieder ganze Arbeit abgeliefert. Danke, Jungs!

+++ 17.45 Uhr: Innenminister dankt den Einsatzkräften +++

Nach der Entschärfung von zwei Weltkriegsbomben heute in Oranienburg hat Innenminister Karl-Heinz Schröter den Einsatzkräften gedankt. Vor allem den Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sprach der Minister seine Anerkennung aus: „Abgesehen davon, dass gleich zwei Bomben an einem Tag unschädlich gemacht werden mussten, bestand auch eine erhöhte Gefahr, weil beide Bomben mit chemischen Langzeitzündern ausgerüstet waren. Sie haben aber erneut Ihre hohe Professionalität unter Beweis gestellt und auch diese komplizierte Situation gemeistert. Oranienburg ist damit wieder ein Stück weit sicherer geworden. Dafür danke ich Ihnen und auch allen anderen Einsatzkräften vor Ort.“

+++ 17.35 Uhr: Auch Stadt bestätigt jetzt die Entschärfung +++

Auch die Stadtverwaltung bestätigt jetzt die Entschärfung. Der Sperrkreis wird gegen 18 Uhr freigegeben.

+++ 17.23 Uhr: Zweite Bombe entschärft +++

Innenminister Schröter gratuliert bereits per Presseerklärung zur Entschärfung der zweiten Bombe. Die Stadtverwaltung bestätigt die Entschärfung noch nicht.

+++ 17.02 Uhr: Stella und Wiebke bringen Kaffee +++

Schöne Geste am Sperrkreis in der Robert-Koch-Straße: Zwei kleine Mädchen bringen den Polizisten an der Absperrung Kaffee gegen die Kälte. Die Mutter eines der Mädchen aus der Virchowstraße hatte dazu die Idee. Polizeimeister Chris-Ron Lehmann ist gerührt. Wir auch!

Stella (l) und Wiebke bringen den Polizisten am Sperrkreis Kaffee

Stella (l.) und Wiebke bringen den Polizisten am Sperrkreis Kaffee.

Quelle: Kugler

+++ 16.45 Uhr: Auch Bombe 2 ist ein schwerer Brocken +++

Auch beim zweiten Blindgänger handelt es sich um eine 500-Kilogramm-Bombe amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Zünder ist in vergleichsweise gutem Zustand. Probleme bereitet an der Fundstelle der hohe Grundwasserstand. Die Pumpen fahren volle Leistung

+++ 16.24 Uhr: Warten in Oranienburg +++

Noch gibt es keine neuen Nachrichten vom Entschärferteam das unmittelbar an der zweiten Bombe arbeitet. Oranienburg hofft und bangt weiter. Bitte auf Holz klopfen und beide Daumen drücken!

+++ 15.52 Uhr: Schiffe kommen nicht weiter +++

Auch die Berufsschifffahrt auf den Wasserstraßen bei Oranienburg ist wegen der Entschärfung zum Erliegen gekommen.

Die Schubschiffe haben in der Nähe der Lehnitzschleuse festgemacht

Die Schubschiffe haben in der Nähe der Lehnitzschleuse festgemacht.

Quelle: Kugler

Kurz vor der Lehnitzschleuse warten zwei Schubverbände Auf die Weiterfahrt. Der Oder-Havel-Kanal ist seit gestern Morgen nicht mehr passierbar. Vor der Lehnitzschleuse bietet sich ein ungewöhnliches Bild. Kein einziges Boot hat festgemacht, wo sonst lange Warteschlangen zu sehen sind. Die Ampeln der Schleuse stehen auf Rot, das Tor ist weit geöffnet. Gähnende Leere in der Schleusenkammer – das ist wahrlich ein seltener Anblick.

+++ 15.47 Uhr: Auswirkungen bis Birkenwerder +++

Auch in Birkenwerder staut sich jetzt der Verkehr. Die Busse des Schienenersatzverkehrs müssen in Bahnhofsnähe wenden, was viel Zeit und Raum braucht. Dazu kommt der jetzt einsetzende Berufsverkehr.

+++ 15.35 Uhr: Rückblick auf die Bomben 193 bis 196 +++

Ein Blick zurück: Bombe Nummer 196 wurde am 3. August ebenfalls in Lehnitz um 14.59 Uhr entschärft. Bombe 195 wurde in Oranienburg Ende Juni 2016 gegen 14 Uhr entschärft, Bombe Nummer 194 im April gegen 13.45 Uhr und Bombe Nummer 193 im Februar gegen 15.15 Uhr. Bei den vergangenen Entschärfungen hatte der KMBD aber jeweils nur einen Blindgänger vor der Brust.

+++ 15.05 Uhr: Langer Tag für die Einsatzkräfte +++

Bei ungemütlichen äußeren Bedingungen ist es ein langer Tag für die Einsatzkräfte. 180 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei und privaten Wachschutzunternehmen sichern den weiträumigen Sperrkreis im Oranienburger Ortsteil Lehnitz und der Kernstadt.

Der Einsatz hat auch erfreuliche Seiten

Der Einsatz hat auch erfreuliche Seiten.

Quelle: dpa

+++ 14.58 Uhr: Kita-Frauen betreuen Evakuierte +++

Petra Maaß und Sabine Meiners, beide Erzieherinnen in der Lehnitzer Kita, kümmern sich um die älteren Evakuierten, die im Oberhavel Bauernmarkt in Schmachtenhagen Zuflucht gefunden haben. Weil die beiden Frauen wegen der Evakuierung der Kita keinen Urlaubstag opfern wollen, sind sie froh, diese Alternative zu haben. Vonseiten des Marktes sei alles toll organisiert. „Und hier wird auch nicht gemeckert, wenn sich die Leute selbst was zu Essen mitbringen“, sagt Petra Maaß. „Es hat ja nicht jeder eine dicke Brieftasche.“

Sabine Meiners (l) und Petra Maaß kümmerten sich um die älteren Menschen

Sabine Meiners (l.) und Petra Maaß kümmerten sich um die älteren Menschen.

Quelle: Kathert

+++ 14.35 Uhr: Millimeterarbeit in Lehnitz +++

Mit einem ferngesteuerten Wasserschneidegerät wird aktuell an der zweiten Bombe im Oranienburger Ortsteil Lehnitz gearbeitet. Mit dem hochtechnisierten Gerät soll unter Hochdruck mittels eines Wasser-Sand-Gemisches der Zünder aus der Bombe herausgeschnitten werden – Millimeterarbeit für die Spezialisten des KMBD.

+++ 14.18 Uhr: Bisher keine Komplikationen +++

Die Entschärfung der ersten Bombe verlief ohne Komplikationen. Das zweite Entschärferteam konnte sofort die Arbeit am zweiten Blindgänger aufnehmen.

+++ 14.10 Uhr: Zweite Bombe ist an der Reihe +++

Die Arbeiten an der zweiten Bombe haben begonnen. Weiter Daumen drücken!

+++ 13.55 Uhr: Erste Bombe entschärft +++

Durchatmen in Oranienburg: Um 13.55 Uhr konnte die erste Bombe entschärft werden.

+++ 13.53 Uhr: Überraschung am Sperrkreis +++

An vielen Sperrposten fragen Autofahrer nach, auf welchem Weg sie weiter vorankommen können. Die Bombenentschärfung und der Sperrkreis kommen vor allem für eine ganze Reihe auswärtiger Pkw- und Lkw-Fahrer überraschend.

Nachfrage bei der Polizei am Sperrkreis

Nachfrage bei der Polizei am Sperrkreis.

Quelle: Kugler

+++ 13.29 Uhr: „Die Bomben müssen nun mal raus“ +++

Evakuierte Oranienburger: Manfred König und Ingeborg Hiller leben gemeinsam in der Illerstraße. Die beiden werden den ganzen Tag auf dem Bauernmarkt verbringen. „Wo sollen wir sonst hin?“, meint Manfred König. Früher seien sie an solchen Tagen in der Weltgeschichte rumgefahren. „Mir gefällt das auch nicht, aber die Bomben müssen nun mal raus.“

Manfred König und Ingeborg Hiller verbrachten den Tag auf dem Bauernmarkt

Manfred König und Ingeborg Hiller verbrachten den Tag auf dem Bauernmarkt.

Quelle: Kathert

+++ 12.53 Uhr: Etwa 100 Leute im Ausweichquartier +++

Auf dem Oberhavel Bauernmarkt, eine der beiden Anlaufstellen für die Evakuierten geht es ganz entspannt zu, etwa 100 Betroffene sind gekommen. Heute sind weniger ältere Leute gekommen, als bei der letzten Entschärfung. Dafür haben sich wieder sehr viele Flüchtlingsfamilien eingefunden, deren Kinder die Spielangebote des Marktes gerne nutzen.

Gertrud Baum aus Lehnitz im Ausweichquartier auf dem Bauernmarkt

Gertrud Baum aus Lehnitz im Ausweichquartier auf dem Bauernmarkt

Quelle: Kugler

Die 83-jährige Gertrud Baum aus Lehnitz ist mit dem eigenen Auto gekommen. Sie will den Tag richtig nutzen. Erst auf dem Bauernmarkt, dann nach Stolzenhagen, dann zu ihrem Sohn und später mit der Familie nach Berlin. Getrud Baum hat sich auf einen langen Tag eingestellt. „Ich rechne ja immer damit, dass sie entschärfen können, aber man weiß ja nie.“ Die Rentnerin ist ein Kriegskind. „Wir haben so was alles schon mal mitgemacht.“

+++ 12.45 Uhr: Hoffen und bangen in Oranienburg +++

Das erste Entschärferteam arbeitet am ersten der beiden Blindgänger in Lehnitz. Hoffen und bangen in Oranienburg. Stadtverwaltung Oranienburg: „Wir warten“.

+++ 12.23 Uhr: Stau nimmt kein Ende +++

Besonders auf der Bernauer Straße brauchen die Autofahrer weiter viel Geduld. Der Stau will sich wegen der vielen gesperrten Verkehrsachsen einfach nicht auflösen.

Stau in der Bernauer Straße in Oranienburg

Stau in der Bernauer Straße in Oranienburg.

Quelle: Kugler

+++ 12.09 Uhr: Polizei warnt Lkw-Fahrer +++

Die Einfahrt von der Bernauer Straße in die André-Pican-Straße ist zwar nicht gesperrt. Die Polizei warnt aber Lkw-Fahrer schon frühzeitig, dass die Sperrzone nicht weit ist. Einige Lkws waren bis zur Absperrung vorgefahren und konnten nur schwer wieder wenden.

Polizei an der Kreuzung Bernauer Straße/André-Pican-Straße

Polizei an der Kreuzung Bernauer Straße/André-Pican-Straße.

Quelle: Kugler

+++ 11.53 Uhr: Zünder in relativ gutem Zustand +++

Laut Stadtverwaltung Oranienburg haben die Sprengmeister eingeschätzt, dass sich die Zünder der beiden Bomben in vergleichsweise normalem Zustand befinden. Das verbessert die Aussichten, dass eine Entschärfung möglich ist und eine Sprengung vermieden werden kann.

+++ 11.39 Uhr: Neuer Chef schon im Einsatz +++

Sven Marten, neuer Leiter des Löschzuges I der hauptamtlichen Feuerwehr: „Das ist heute für mich absolutes Neuland und eine Premiere. Meine Kollegen helfen mir, dass ich mich da einfuchse.“

Sven Marten, neuer Chef der hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Oranienburg

Sven Marten, neuer Chef der hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Oranienburg.

Quelle: Stähle

+++ 11.24 Uhr: Feuerwehrleute verärgert +++

Michel Müller, hauptamtlicher Feuerwehrmann Oranienburg: „Es ist schon ärgerlich, wenn die Evakuierung und vor allem die Arbeit der Sprengmeister immer wieder aufgehalten werden, wenn jemand den Sperrkreis nicht verlässt. Das zieht auch für die Leute, die auf Arbeit sind und auf die Aufhebung des Sperrkreises warten, alles in die Länge. Und bringt die Sprengmeister zusätzlich in Gefahr.“

Feuerwehrmann Michel Müller (r)  und ein Kollege am Sperrkreis

Feuerwehrmann Michel Müller (r.) und ein Kollege am Sperrkreis.

Quelle: Kugler

Müller: „Oft hören wir die Ausrede, wir hatten keine Infos. Aber das lasse ich nicht gelten. Wir sind auch gestern Abend noch mit Lautsprecher durch Lehnitz gefahren. Aber die meisten Oranienburger verlassen den Sperrkreis pünktlich.“

+++ 10.57 Uhr: Mecklenburger Munitionsexperten vor Ort +++

Robert Mollitor, Leiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, ist heute vor Ort in Oranienburg: „Wir haben längst nicht so viele Bomben wie hier in Brandenburg, aber auch 500 Soforteinsätze im Jahr. Am Mittwoch war ich zusammen mit meinen beiden Entschärfern am Fundort in Lehnitz.“

Robert Mollitor, Leiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern

Robert Mollitor, Leiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Kugler

Mollitor: „Wir haben gerade solch ein Wasserschneidgerät angeschafft, bisher viel geübt. Der erste Einsatz steht bald an. Gerade bei den technischen Feinheiten können wir von den großen Erfahrungen in Oranienburg profitieren, brauchen sie nicht noch einmal zu machen. Ich selbst bin heute in der Einsatzzentrale in der Julius-Leber-Straße. Wesentliche Erkenntnis für mich: Trotz aller Routine braucht es einen großen Stab, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können.“

+++ 10.39 Uhr: Oranienburg drückt die Daumen! +++

Die Sprengmeister haben die Entschärfungsarbeiten am ersten Blindgänger aufgenommen. Oranienburg drückt die Daumen!

+++ 10.37 Uhr: Verkehrschaos in der Innenstadt +++

Wegen der vielen Sperrungen ist die Bernauer Straße in Oranienburg zugestaut. Es dauert eine Ewigkeit bis Kraftfahrer von der Stralsunder Straße bis zum Schloss kommen.

+++ 10.23 Uhr: Sperrkreis komplett evakuiert +++

Die Stadtverwaltung meldet soeben, dass der Sperrkreis jetzt offiziell evakuiert ist. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst kann mit den Arbeiten beginnen.

Die Sperrzone ist jetzt komplett evakuiert

Die Sperrzone ist jetzt komplett evakuiert.

Quelle: Kugler

+++ 10.15 Uhr: Einsatzkräfte guten Mutes +++

Die Stimmung bei den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und KMBD an diesem Vormittag in Oranienburg ist gut. Bei kühlen Außentemperaturen darf heißer Tee und Kaffee nicht fehlen.

Oranienburger Feuerwehrleute im Gespräch

Oranienburger Feuerwehrleute im Gespräch.

Quelle: Kugler

+++ 9.47 Uhr: Entschärfungen sind vorbereitet +++

An den Fundstellen ist alles für die Entschärfungen vorbereitet. Noch hat die Feuerwehr aber noch nicht gemeldet, dass der Sperrkreis vollständig evakuiert ist.

Der „kritische Bereich“ in Lehnitz

Der „kritische Bereich“ in Lehnitz.

Quelle: Kugler

+++ 9.33 Uhr: Einsatzkräfte in Lehnitz unterwegs +++

Die Feuerwehr prüft derzeit intensiv, ob tatsächlich alle Bewohner die gesperrte Zone in Lehnitz verlassen haben.

Feuerwehrleute in Lehnitz

Feuerwehrleute in Lehnitz.

Quelle: Kugler

+++ 9.25 Uhr: Pkw-Fahrer landen in der Sackgasse +++

Zahlreiche Pkw-Fahrer, die von der B 273 zwischen Schmachtenhagen und Oranienburg nach Lehnitz fahren, landen in der Sackgasse. Sie werden von der Polizei am Sperrkreis zurückgeschickt. An der B 273 fehlt ein Hinweisschild auf die Sperrung.

+++ 9.21 Uhr: Polizei an den Zufahrtsstraßen +++

Beamte der Polizeiinspektion Oberhavel haben sich an den großen Zufahrtsstraßen postiert, um zu verhindern, dass Fahrzeuge noch in den Sperrkreis gelangen.

Die Oranienburger Polizei sperrt die Straßen ab

Die Oranienburger Polizei sperrt die Straßen ab.

Quelle: Kugler

+++ 9.10 Uhr: Zwei Grundstücke werden kontrolliert +++

Die Einsatzkräfte kontrollieren derzeit zwei Grundstücke in Lehnitz. Dort besteht der Verdacht, dass die Bewohner die Evakuierung ignoriert haben.

+++ 8.58 Uhr: Feuerwehr hat alle Kräfte mobilisiert +++

Die Oranienburger Feuerwehr hat alle verfügbaren Kräfte für die Absicherung des Sperrkreises mobilisiert. Die Stadtverwaltung will später die genaue Zahl der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Ordnungsamt bekanntgeben. Auch zahlreiche Polizisten sind am Sperrkreis im Einsatz.

Feuerwehrleute auf dem Weg in den Sperrkreis

Feuerwehrleute auf dem Weg in den Sperrkreis

Quelle: Kugler

+++ 8.50 Uhr: Spezialtechnik im Einsatz +++

Um die chemischen Langzeitzünder der beiden Blindgänger zu entfernen, wollen die Sprengmeister heute zwei spezielle ferngesteuerte Wasserschneidgeräte einsetzen.

+++ 8.41 Uhr: Feuerwehr kontrolliert weiter +++

Die Oranienburger Feuerwehr ist mit mehreren Fahrzeugen im Sperrkreis unterwegs, um den Abschluss der Evakuierung zu evakuieren.

Feuerwehrfahrzeug in der André-Pican-Straße

Feuerwehrfahrzeug in der André-Pican-Straße

Quelle: Kathert

+++ 8.34 Uhr: Ausflug nach Polen statt Bombenstress +++

Familie Krumreich aus Lehnitz, die am Baumschulenweg in der Nähe der Blindgänger wohnt, nutzt den Tag für einen Ausflug nach Polen gemeinsam mit den Nachbarn.

Familie Krumreich aus Lehnitz wohnt in der Nähe der Blindgänger

Familie Krumreich aus Lehnitz wohnt in der Nähe der Blindgänger.

Quelle: Kathert

+++ 8.21 Uhr: Sorgen wegen des Grundwassers +++

Sorgen bereitet den Kampfmittelexperten der hohe Grundwasserstand am Fundort in Havelnähe. Die Leistung der Pumpen wurde in der Nacht voll hochgefahren.

+++ 8.06 Uhr: Entschärferteams vor Ort +++

Die Kampfmittelexperten sind vor Ort. Die beiden Entschärferteams werden von sieben Männern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, fünf Spezialisten der Munitionsbergungsfirma Lutomsky und zwei Hospitanten aus Mecklenburg-Vorpommern gebildet.

Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm und Einsatzleiter André Müller (r) vom KMBD bei der Einsatzbesprechung

Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm und Einsatzleiter André Müller (r.) vom KMBD bei der Einsatzbesprechung

Quelle: Kugler

+++ 8.00 Uhr: Sperrkreis eingerichtet +++

Die Straßen, die in den Sperrkreis führen, sind jetzt von Polizei und Ordnungsamt gesperrt. Die Oranienburger Feuerwehr fährt jetzt in die gesperrte Zone, um die vollständige Evakuierung zu überprüfen.

In der Feuerwache

In der Feuerwache: Jens Pamperin (l.) leitet den Feuerwehreinsatz.

Quelle: Kugler

+++ 7.54 Uhr: Langer Stau stadtauswärts +++

Viele Fahrzeuge verlassen den Sperrkreis. In Richtung Birkenwerder zur Autobahn hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet.

+++ 7.45 Uhr: Asylheim evakuiert, Busse zum Ausweichquartier +++

Das Asylheim in Lehnitz ist jetzt evakuiert. Für die Bewohner ist ein Busshuttle zum Notquartier auf dem Gelände des Bauernmarktes Schmachtenhagen eingerichtet.

Im Asylbewerberheim in Lehnitz waren um 730 Uhr schon alle Bewohner raus

Im Asylbewerberheim in Lehnitz waren um 7.30 Uhr schon alle Bewohner raus.

Quelle: Kathert

+++ 7.32 Uhr: Evakuierung in vollem Gange +++

Noch viel los innerhalb des Sperrkreises. Viele Menschen verlassen zu Fuß die Evakuierungszone. Ein langer Strom von Passanten zieht sich vom Asylheim Lehnitz zur Bushaltestelle am Bahnhof Lehnitz.

+++ 7.23 Uhr: Auch vier Kitas betroffen +++

Rund 4000 Menschen müssen ihre Wohnungen zeitweise verlassen. Im Sperrkreis befinden sich auch vier Kindertagesstätten, eine Grundschule, ein Eltern-Kind-Treff sowie die Turm-Erlebniscity und das Takeda-Pharmawerk.

+++ 7.19 Uhr: Bahnverkehr unterbrochen +++

Bis zum Nachmittag geht auf der Schiene nichts

Bis zum Nachmittag geht auf der Schiene nichts.

Quelle: Enrico Kugler

Der Bahnverkehr von und nach Berlin ist bereits seit Mittwoch unterbrochen.

Mehr Infos unter www.bahn.de

+++ 7.10 Uhr: 1000 Meter Sperrkreis für zwei Bomben +++

Einen Radius von rund 1000 Metern hat der Sperrkreis, der am Donnerstag um die Fundorte von zwei 500-Kilogramm-Bomben im Oranienburger Ortsteil Lehnitz gezogen ist. Beide Sprengkörper, die der Brandenburger Kampfmittelbeseitigungsdienst neutralisieren will, haben einen chemischen Langzeitzünder.

Wichtige Informationen

Am Mittwoch hatten sich Befürchtungen bestätigt, dass es sich bei den Ende September gefundenen metallischen Gegenständen um zwei Blindgänger mit chemischen Langzeitzündern handelt.

Die Entschärfer werden gleich mit zwei Teams anrücken. Sie können aber aus Sicherheitsgründen nur eine Bombe nach der anderen unschädlich machen.

Die Arbeiten könnten sich so über einen längeren Zeitraum erstrecken. Mit einer Entwarnung wird erst gegen 18 Uhr gerechnet.

Der Sperrkreis

» Bitte auf die Grafik für eine größere Ansicht klicken.

Von Heike Bergt, Heiko Hohenhaus, Andrea Kathert

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