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Oberhavel „Dirty Old Town“ spielt in Hennigsdorf
Lokales Oberhavel „Dirty Old Town“ spielt in Hennigsdorf
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00:19 23.06.2017
Die Bandmitglieder (v.r.): Initiatorin Clarissa Müller, Frank Gellert, Armin Knorr, Gudrun Skala, Rebekka Fliegner und Arne Gawande. Quelle: FOTO: Christoph hengelhaupt
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Hennigsdorf

„Irische Band ohne Musiker sucht Musiker ohne irische Band!“ Mit diesem Aushang begann im März die Geschichte des neuesten Ensembles der Musikschule Hennigsdorf, der irischen Band „Dirty Old Town“, die morgen um 20.15 Uhr zur Fête de la Musique im Hof des Hennigsdorfer Bürgerhauses ihren ersten Auftritt haben wird. Man habe ganz schön Herzklopfen, verraten die Musiker. „Das wird unsere Feuertaufe und dann auch noch zur Primetime“, lacht Bassist Armin Knorr. Insgesamt sechs Musiker zwischen 16 und 51 Jahren hatten im Frühjahr auf den Aushang reagiert, begannen zu proben. Das Instrumentarium reicht von Cello, Geige, über Bass und Gitarre bis zur Cajón. Die einen können schon auf viel Erfahrung mit ihrem Instrument zählen, andere rechnen sich noch zu den Anfängern. „Es ist ein Mehrgenerationenprojekt, für weitere typisch irische Instrumente wie Flöte, Banjo oder Akkordeon wäre aber noch Platz “, berichtet Initiatorin Clarissa Müller, die als Geigenlehrerin an der Musikschule angestellt, der einzige Musikprofi der Band ist.

Die Stimmung sei gut, so Müller, man helfe sich gegenseitig und bringe sich in die Repertoiregestaltung ein. Das erste gemeinsame Stück „Dirty Old Town“, (dreckige, alte Stadt) 1949 von Ewan Mac Coll geschrieben, wurde zum Bandnamen gewählt. „Es ist eine Referenz mit Augenzwinkern an Hennigsdorf, eine Stadt, die wir alle lieben“, erklärt schmunzelnd der Hennigsdorfer Knorr, der als Solokünstler schon Auftrittserfahrung besitzt.

Dabei ist man sich einig, dass die Stadt eigentlich „total schön“ sei. „Wir fanden den Namen sofort gut und es ist das Lied, das mich zu dem Bandprojekt inspiriert hat“, ergänzt Clarissa Müller aus Berlin. „Die Musik ist einfach cool“, findet auch Gudrun Skala aus Hennigsdorf, die erst seit knapp 1,5 Jahren das Cellospiel erlernt. Manchmal gehöre eben auch Mut dazu, wenn man gemeinsam Musik machen wolle, so Skala. „Ich wollte mit mehreren Leuten Musik machen, nicht mehr nur allein zu Hause im stillen Kämmerlein spielen“, sagt auch Gitarrist Frank Gellert aus Hennigsdorf.

Ähnlich erging es Knorr: „Ich habe ausdrücklich nach einer Band mit Akustikinstrumenten gesucht. Es macht mördermäßig Spaß. Obwohl ich sonst meist deutschsprachige Musik spiele, hat mich die irische Musik gereizt.“ Die 18-jährige Violinistin Rebekka Fliegner kommt sogar aus Oranienburg zu den Proben: „Ich spiele seit 13 Jahren Geige, aber die irische Musik ist mal etwas ganz anderes.“

Mittlerweile umfasst das Programm Traditionals wie „Whiskey in the Jar“, „The Drunken Sailor“ bis hin zur alten irischen Ballade „Star of the County down“, deren Melodie aus dem Jahr 1726 stammt. „Den Titel kannte ich vorher gar nicht und war überrascht von der schönen Melodie“, so Gellert.

Von Ulrike Gawande

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