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Disput um Bauminseln in der Berliner Straße

Kremmen Disput um Bauminseln in der Berliner Straße

Als im vergangenen Jahr die Sanierungsarbeiten in der Berliner Straße in Kremmen abgeschlossen waren, war die Freude über das Ende der Holperstrecke groß – nicht so sehr bei allen die Freude über die neuen Bauminseln, die den verkehr entschleunigen sollen. Es gibt Forderungen nach einem Rückbau.

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Über diese Bauminseln in der Berliner Straße in Kremmen wird seit Monaten diskutiert.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Der Streit um die Bauminseln in der Berliner Straße in Kremmen geht weiter. Zwar ist die Freude groß, dass das alte Kopfsteinpflaster verschwunden ist, keine Einigkeit herrscht jedoch darüber, ob die neu geschaffenen Bauminseln in dem Areal sinnvoll sind. Im vergangenen Jahr sind sie im Zuge der Sanierung der Strecke gebaut worden – um den Verkehr in dem Bereich zu entschleunigen. Die Stadtverordneten hatten einstimmig für diese Pläne gestimmt. Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) bezeichnete diese Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung in der vergangenen Woche als Fehler und ergänzte, dass man Fehler, wenn sie geschehen, eingestehen müsse.

Das Problem: Einige Anwohner beschweren sich, dass die Fahrbahn – gerade im Kurvenbereich – zu eng ist. Hinzu kommen am Straßenrand parkende Autos, die für weitere Behinderungen sorgen. Insbesondere wenn Busse die Strecke nutzen – die Berliner Straße wird von mehreren Linienbussen befahren – wird es kritisch. Diese Beobachtung macht auch Michael Kirstein, der Geschäftsführer des Autohauses an der Berliner Straße. „Ich staune, dass da noch nichts passiert ist“, sagte er am Donnerstag. Aus seiner Sicht seien die Inseln eine Fehlkonstruktion. Einen Rückbau hält er aber kaum für realisierbar – zumal er befürchtet, dass die Kosten dafür den Anliegern aufgebürdet würden.

Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) verweist nochmals auf die Entscheidung im Parlament: „Es gab ein einstimmiges Votum, das so zu bauen wie es jetzt ist.“ Er spricht sich gegen eine nochmalige Veränderung aus. Es habe zudem eine Test-Befahrung der Oberhavel-Verkehrsgesellschaft (OVG) gegeben. Die Durchfahrt sei zwar möglich, dennoch gebe es nun einen Antrag, die Linienführung der Busse zu verändern. Sie sollen nicht mehr durch die Berliner Straße fahren, sondern im Bereich des Rathauses am Schlossdamm halten und dann außen rum fahren. Möglich sei auch eine Neuregelung der Parkverbote in diesem Bereich.

Nach den Worten von Ortsvorsteher Eckhard Koop sei der Kremmener Ortsbeirat gegen eine veränderte Buslinienführung. Koop selbst befürchtet, dass die Busse an der dann zu schaffenden Haltestelle ein Hindernis für den Verkehr wären und es zu Staus komme. Bürgermeister Busse wiederum bringt die Variante ins Spiel, dass die Bushaltestelle stadteinwärts anstelle des heutigen Kurzzeit-Parkplatzes gegenüber des Rathauses eingerichtet werden könne. Da würde der Verkehr nicht behindert, so Busse. Die Stellplätze auf dem Marktplatz würden ausreichen.

Eckhard Koop spricht sich dafür aus, Angebote einzuholen, um zu prüfen, wie viel ein Rückbau der Bauminseln im Kurvenbereich der Berliner Straße kosten würde. Es gäbe zwar ein Angebot der Firma, die die Inseln auch gebaut hat, der dort genannte Betrag erscheint dem Ortsvorsteher jedoch zu hoch.

Von Robert Tiesler

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