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Diverse neue Unterkünfte

Asylbewerber in Oberhavel Diverse neue Unterkünfte

Der Landkreis Oberhavel schafft weitere Plätze für Asylbewerber. Die meisten, die 2015 nach Oberhavel geschickt worden waren, kamen aus Syrien sowie aus Afghanistan, Pakistan und Tschetschenien. 2068 Flüchtlinge wurden 2015 in Oberhavel aufgenommen. Wie viele es 2016 werden, weiß niemand. Die Prognose des Landes Brandenburg wird Anfang Februar erwartet.

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Einheimische und Flüchtlinge in Lehnitz bei einem Nachmittag zum Kennenlernen im vorigen September.

Quelle: Robert Roeske

Oberhavel. Zahlreiche neue Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber will der Landkreis Oberhavel in diesem Jahr eröffnen. Auf wie viele Flüchtlinge er sich im Jahr 2016 einstellen muss, ist noch nicht bekannt. Doch Anfang ­Februar wird mit einer Prognose des Landes Brandenburg gerechnet.

1500 Plätze für Asylbewerber hatte der Landkreis Oberhavel 2015 zusätzlich geschaffen. Zum Vergleich: Im Jahre 2014 waren 469 Flüchtlinge aufgenommen worden, 2015 sind 2068 Asylbewerber gewesen. Die Zahl der Rückführungen beläuft sich für 2015 auf 315, davon waren 277 freiwillig, 32 per Abschiebung und sechs Dublin-Überstellungen in das jeweilige Land der Erstaufnahme.

Neue Unterkünfte sollen jetzt Monat für Monat eröffnet werden. Ende Januar können 210 Asylbewerber in die Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Getränkemarkt an der Bykstraße in Oranienburg einziehen.

In Lehnitz auf dem ehemaligen Kasernengelände öffnet Ende Januar Haus 18 für 347 Menschen als Notunterkunft.

Ab März ist in Fürstenberg die alte Forstverwaltung für 100 Flüchtlinge bezugsfertig. 120 Menschen sollen im zweiten Halbjahr in Glienicke an der Gartenstraße 11 eine Unterkunft finden. Im Hennigsdorfer Ortsteil Stolpe-Süd soll das 6. Haus für 156 Personen zum 1. August eröffnet werden. Im zweiten Halbjahr wird in Bärenklau der Erweiterungsbau mit 120 Plätzen ans Netz gehen. Für 240 Flüchtlinge ist der Containerbau an der Margaretenstraße 3 in Borgsdorf ausgelegt und soll ebenfalls im zweiten Halbjahr eröffnet werden.

„Wir wissen nicht, was uns 2016 erwartet. Doch wir sind froh, dass wir 2015 keine Asylbewerber in Zelten unterbringen mussten“, sagt Kreissprecher Ronny ­Wappler. Was Notunterkünfte wie den Kreistagssaal anbelange, so würden diese stets nur kurze Zeit belegt, weil die Asylbewerber meist schnell in Gemein­schaftsunterkünfte untergebracht werden könnten. Dies sei komfortabler als ein einziger großer Raum.

Wappler freut sich, dass 2015 insgesamt 327 Asylbewerber in eine Wohnung ziehen konnten. Wenn der Asylstatus anerkannt sei, so der Pressesprecher des Landkreises weiter, würden die Menschen im Südkreis eher bleiben als im Nordkreis. Das hänge auch davon ab, ob sie einen Sprachkurs besuchen oder in Willkommensinitiativen eingebunden seien. Im Ranking der Nationalitäten stammen die meisten Asylbewerber in Oberhavel aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Tschetschenien, Iran, vereinzelt aus dem Kosovo und aus Mazedonien.

Von Marion Bergsdorf

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