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Doch aus dem Dornröschenschlaf wecken?

Oranienburg Doch aus dem Dornröschenschlaf wecken?

Das Haus mitten im Park steht leer. Im Bildungsausschuss fand man den Kompromiss, es doch als Übergangskita bis 2021 zu reaktivieren. Das kostet Geld, geht aber am schnellsten. Mitte 2018 soll sie wieder Kinder aufnehmen können

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Könnte am schnellsten Kita werden, die alte Comeniusschule.

Quelle: Kugler

Oranienburg. Zwei Stunden wurde überlegt, argumentiert, wurden Finanzen abgewogen und auch Wahlkampftaktik betrieben. Nach zwei kurzen Auszeiten, beantragt von den Fraktionen, stand fest: Das Gebäude der alten Comeniusschule im Schlosspark solle doch noch mal reaktiviert, für eine knappe Million Euro auf Vordermann gebracht werden, um ab 2018 bis 2021 als Kita genutzt zu werden. Als Zwischenquartier für die Kinder der Kitas, die dringend saniert werden müssen. Dazu gehören die Kitas Fröbel, Lehnitz und an der Kanalstraße.

Eine überraschende Wendung am Ende des Ausschusses. Dort standen sich die Fraktionen mit ihren Argumenten und Zusatzanträgen zum Infrastrukturprogramm Kitas und Schulen bis 2923 scheinbar unversöhnlich gegenüber. Der Antrag der SPD ging dahin: Das Haus zu reaktivieren. Noch einmal rund 850 000 zu investieren. Das könne schnell, bis Mitte 2018, geschehen. Der Platz im Park sei ideal, es gebe rundherum Grün und Spielplätze und es sei die schnellste Möglichkeit, Kitaplätze zu schaffen.

Zu viel Geld in ein Haus gesteckt, das dann keine Nutzungsverlängerung bekommt. Besser sei eine Containerlösung, ob Anmietung oder Kauf. Damit könne man flexibel auf die Zahl von Kitakindern über die nächsten Jahre in der Stadt reagieren, so der Wunsch von Linken, CDU, Grünen und Freien Wählern, die ihrerseits einen entsprechenden Änderungsantrag gestellt hatten. Die alte Schule sei für gute Kinderbetreuung nicht mehr anzubieten. Allerdings wurde hochgerechnet, dass Container oder Kitas in Modulbauweise für die 300 zusätzlich benötigten Kitaplätze mit rund 4,5 Millionen Euro zu Buche schlagen könnten. Die Ausschussmitglieder machten es sich nicht leicht, wogen Finanzen ab, und welche Lösung die schnellste ist. Die Dringlichkeit machte die Amtsleiterin noch einmal deutlich, die von ersten Klageandrohungen von Eltern hinsichtlich eines Kitaplatzes sprach.

Die Fraktionen von Linken, CDU, Grünen und Freien Wähler gingen einen Kompromiss ein. Wollen, weil am schnellsten umsetzbar und finanzierbar, doch mitgehen, das Haus noch einmal zur Kita zu machen. Die Stadt soll den entsprechenden Beschluss im nächsten Hauptausschuss einbringen. Zustimmung fanden drei weitere Änderungsanträge dieser Fraktionen, wonach neben der Kita Fröbel umgehend eine neue mit 150 Plätzen zu bauen ist, eine Kita mit 150 Plätzen an der Julius-Leben-Straße gebaut werden soll und eine dreizügige Grundschule in der Innenstadt.

Von Heike Bergt

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