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Donnerndes Gefecht an der Havelbrücke

Zehdenick Donnerndes Gefecht an der Havelbrücke

Ordentlich zur Sache ging es am Sonnabend an der Hastbrücke: Im Herzen Zehdenicks wurde aus Anlass des Jubiläums das legendäre Stadtgefecht von 1806 nachgespielt, eines von zahlreichen Rückzugsgefechten der Preußen nach ihren Niederlagen in den der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Historiendarsteller aus ganz Deutschland inszenierten das Gefecht.

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Das Wunder von der Havel

„Vive la France!“ Soldaten Napoleons marschieren in das Zentrum von Zehdenick ein.

Quelle: Bert Wittke

Zehdenick. War das jetzt noch das ferne Grollen des abziehenden kurzen Gewitters oder waren das bereits Gewehrschüsse der heranrückenden französischen Truppen? Gebannt blickten die Zuschauer am Straßenrand in Richtung Rathaus. Und da näherten sich auch schon Soldaten Napoleons im Marschschritt der Havelbrücke, wo sie von preußischen Soldaten mit lautem Gewehrfeuer empfangen wurden.

Im Herzen Zehdenicks wurde am Sonnabend aus Anlass des 800. Stadtgeburtstages das legendäre Stadtgefecht von 1806 nachgespielt, eines von zahlreichen Rückzugsgefechten der Preußen nach ihren Niederlagen in den der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Am 26. Oktober 1806 war General Lasalles leichte Kavallerie an der Havelbrücke von Zehdenick mit Teilen der Nachhut der bereits abziehenden Abteilungen des General Schimmelpfennig ins Gefecht geraten. Unter dem Kommando des Obersten von Ziethen vom Regiment Königin wurden Brücke und Stadt anfangs zurückerobert und dann wieder verloren.

So wie damals tobte nun auch 210 Jahre später die Schlacht hin und her. Immer wieder wurden die Gewehre mit Schwarzpulver geladen und abgefeuert. Dann verschwanden die Gesichter der Soldaten für kurze Zeit hinter dicken Rauchschwaden. Viele der Zuschauer hielten sich schon bald die Hände schützend vor die Ohren, zumal neben den Gewehren hin und wieder auch noch Kanonen, die am Havelufer postiert waren, abgefeuert wurden. Gab es anfangs keine Verluste, blieben gegen Ende des Gefechts doch noch einige Soldaten „getroffen“ auf dem Asphalt liegen.

Der Erste, den es erwischte, war der „Franzose“Matthias Schrimpf. Der 26-Jährige aus Apolda gehört dem Verein „Jena 1806“ an. „Mein Vordermann war zu klein. Da hat es mich am Kopf erwischt“, sagte er lachend. Am Ende bekam natürlich auch er Applaus von der Zuschauermenge für die donnernde Vorstellung.

Von Bert Wittke

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