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Doppelstockbetten und Spinde im Kreistagssaal

Notunterkunft für Flüchtlinge Doppelstockbetten und Spinde im Kreistagssaal

Eine Notunterkunft für 60 Flüchtlinge ist ab Donnerstag in Oranienburg im ehemaligen Kreistagssaal bezugsfertig. Landrat und Mitarbeiter schauten sich gestern das Domizil an. Sanitäreinrichtungen, Küche und Waschmaschinen befinden sich in Containern, die mit überdachten Gängen mit dem Bürogebäude verbunden sind.

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Dezernent (l.) und Bereichsleiter im Bettensaal.

Quelle: Marion Bergsdorf

Oranienburg. Eine Notunterkunft für 60 Flüchtlinge ist ab Donnerstag im Kreistagssaal an der Havelstraße in Oranienburg in unmittelbarer Nachbarschaft der Kreisverwaltung bezugsfertig. Die Entscheidung, den Saal für Flüchtlinge freizugeben, war schon im Sommer gefallen. Der Kreistag kam bereits zweimal in der Mensa des Rungegymnasiums in der Kreisstadt zusammen. „Zum Glück hatten wir Möbel und Matratzen vorausschauend bestellt“, sagte der Fachbereichsleiter für Soziales und Integration im Landratsamt, Johannes Kühl, gestern bei der Besichtigung des Notquartiers. Denn jetzt seien Bettgestelle, Spinde, Sitzmöbel und auch Matratzen Mangelware.

In den nächsten Tagen werden die Flüchtlinge erwartet. Es sei noch nicht bekannt, wie viele Männer, Frauen oder Familien mit Kindern geschickt würden. Letztere sollen so schnell wie möglich in Wohnungen untergebracht werden. Wachschutzmitarbeiter und ein Sozialarbeiter werden die Flüchtlinge im Kreistagssaal betreuen. Dieser ist vom Restgebäude, in dem sich das Jobcenter befindet, durch neu gezogene Wände abgetrennt. Die Flüchtlinge betreten die Notunterkunft über den Hintereingang vom Hofgelände aus.

Hier sind auch die Container aufgestellt worden, in denen sich die Sanitäranlagen für Männer und Frauen befinden, die für Dauernutzung geeigneten Miele-Waschmaschinen und Wäschetrockner sowie die Küche mit Kühlschränken, in die abschließbare Fächer eingebaut wurden. Die Notunterkunft im Kreistagssaal ist eine, in der sich die Bewohner selbst mit Essen versorgen müssen. Zur Erstausstattung, die jeder Flüchtling erhält, gehören neben Bettzeug, Bettwäsche, Geschirr und Besteck auch ein Topf und eine Pfanne. Fragen wie, wann das Licht zur Nachtruhe ausgeschaltet wird, kläre der Sozialarbeiter mit den Bewohnern, erläuterte Sozialdezernent Matthias Rink gestern vor Ort. Bisher würden die anderen Notunterkünfte, zum Beispiel in Schildow und Lehnitz, reibungsfrei funktionieren, so Rink.

Mit der Nutzung des Kreistagssaals stehen aktuell sieben Notunterkünfte mit insgesamt 475 belegten Plätzen zur vorübergehenden Unterbringung im Landkreis Oberhavel zur Verfügung. Maximal drei Monate soll eine Notunterkunft bestehen. Für diesen Freitag ist die Ankunft von Flüchtlingen in der Notunterkunft hinterm Schlosspark angekündigt.

In diesem Jahr wurden nach aktuellem Stand im Landkreis Oberhavel bereits 1803 Flüchtlinge in Wohnungen, Gemeinschaftsunterkünften und Notunterkünften untergebracht. Bis zum Jahresende werden bis zu 300 weitere Personen erwartet.

Von Marion Bergsdorf

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