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Oberhavel Doppelter Brückenschlag
Lokales Oberhavel Doppelter Brückenschlag
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14:40 19.08.2014
Dieses Foto, das auf der Infotafel verewigt ist, zeigt eine Aufnahme aus dem Jahr 2008. Damals wurde die neue Schlossbrücke (li.) parallel zur alten Brücke gebaut. Quelle: Stadt Oranienburg
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Oranienburg

Würde man einen Oranienburger fragen, ob er noch weiß, wo die alte Schlossbrücke stand, er würde prompt antworten: „Na klar!“

Am Freitag allerdings wurde der Gegenbeweis angetreten. Am Ufer der Havel enthüllten Baustadtrat Frank Oltersdorf und Tiefbauamtsleiter Stephan Bernard eine kleine Infotafel, die genau diesem Bauwerk gewidmet ist. Und schon begannen die Fachsimpeleien der vermeintlichen Oranienburg-Kenner über den genauen Verlauf der alten Brücke. So richtig einig war man sich nicht. Doch als „kleine Eselsbrücke“ steht nun neben der frisch enthüllten Infotafel das südliche Brückenwiderlager der alten Schlossbrücke. „Das haben wir beim Abriss der Brücke damals gerettet“, sagt Stephan Bernard. Er hatte auch die Idee, das „Erinnerungsstück“ wieder an seinen angestammten Platz zurückzubringen.

Bernard bekam dafür gleich ein Dankeschön von Rosi und Rainer Ohlhoff, die sich für alles interessieren, was in ihrer Stadt passiert. Und auch alles dokumentieren. „Ohne Fotoapparat gehe ich erst gar nicht aus dem Haus“, sagt Rosi Ohlhoff. Die beiden Ur-Oranienburger wissen genau, wo die Trasse der alten Schlossbrücke verlief. Die alte Baumreihe in Verlängerung der Bernauer Straße ist ein guter Anhaltspunkt. Die Brücke mündete damals genau in die Berliner Straße. Ein Foto auf der Infotafel löst bei manchem einen „Ach- Ja-Effekt“ aus. Es ist eine Aufnahme aus dem Jahr 2008, als die alte Brücke noch stand und die neue bereits gebaut wurde. „Das war das Jahr, als wir zwei Brücken hatten“, meint Frank Oltersdorf.

Die Havel wurde davor schon von mehreren Bauwerken überspannt, wie Stephan Bernard recherchiert hatte. Um 1550 war es eine hölzerne Zugbrücke, die geöffnet wurde, sobald Schiffe die Havel passierten. Die Brücke, deren Widerlager nun am Ufer steht, war 1934 gebaut und im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden. Immerhin hielt sie bis 2008.

Hölzerne Zugbrücke für den Kurfürsten

Nach 1550, als die alte Burganlage abgerissen wurde und der brandenburgische Kurfürst Joachim II. ein Jagdschloss errichten ließ, überspannte die Havel eine hölzerne Zugbrücke, um Schiffe passieren lassen zu können.
1890 wurde eine neue Holzbrücke gebaut. Bei einer Verkehrszählung zwei Jahre später stellte sich heraus, dass 6894 Fußgänger und 664 Fuhrwerke die Schlossbrücke passierten.
1901 wurde die hölzerne Zugbrücke durch eine gigantische Stahlbrücke in Gitterbogenbauweise ersetzt.
1934 folgte nördlich davon die nächste Brücke. Das Bauwerk wurde allerdings im April 1945 von einem Sprengkommando der SS zerstört. Zwei Jahre dauerte die Reparatur.
60 Jahre lang erfüllte die wieder instandgesetzte Brücke, von der das Widerlager stammt, ihren Dienst.
Am 1. September 2008, ein Jahr vor der Landesgartenschau, wurde die jetzige Schlossbrücke eingeweiht.

Von Andrea Kathert

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