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Oberhavel Dora Wollner liebt alle Blumen
Lokales Oberhavel Dora Wollner liebt alle Blumen
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00:16 09.01.2018
Dora Wollner feiert heute 80. Geburtstag, zum dem auch der Bürgermeister gratuliert. Quelle: privat
Glienicke

Eigentlich gehörte „Wollners Blumenladen“ am Glienicker Dorfteich ihrem Mann, doch das Gesicht des Ladens war immer Dora Wollner, die am Sonnabend ihren 80.Geburtstag feiert. Seit 1996 wird der Traditionsladen in dritter Generation von Dora Wollners Tochter Sabine Kramp-Paarmann jedoch am neuen Standort am Friedhof geführt, die das Geschäft von ihrer Mutter übernommen hat.

Geboren wurde Dora Wollner Dreikönigstag 1938 in Berlin und absolvierte dort in einem Lebensmittelladen eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, bevor sie 1961 nach Glienicke zog, ihren Mann Hans-Joachim heiratete, dem sie Sohn Detlef und Tochter Sabine schenkte und in den Blumenladen mit einstieg, der 1946 von ihrem Schwiegervater Hans Wollner gegründet worden war. „Meine Mutter ist ein Glienicker Urgestein und liebt Blumen – alle“, weiß Tochter Sabine Kramp-Paarmann, die diese Liebe von ihrer Mutter übernommen hat. „Sonst würde man diesen Job nicht machen.“

Doch Dora Wollner engagierte sich auch stets für ihren Wohnort, war Mitbegründerin des Glienicker Kulturvereins, kümmerte sich um sozial Schwache und saß für die FDP lange in der Gemeindevertretung. „Das ging von null auf 100. Sie war im Bauausschuss. Völliges Neuland für sie. Zuhause hat sie dafür gelesen und gelernt“, bewundert die 53-jährige Kramp-Paarmann den Einsatz ihrer Mutter, die bis vor einem halben Jahr zudem gerne mit dem Fahrrad im Ort unterwegs war. Jetzt sei Dora Wollner aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ganz so aktiv, so die Tochter. „Aber sie lässt es sich nicht nehmen, mir immer noch den Haushalt zu schmeißen, wenn ich im Laden bin“, so Kramp-Paarmann dankbar. „Sie war immer ein Vorbild für mich: hilfsbereit, nett, freundlich und immer lachend.“

Insgesamt hat die Jubilarin drei Enkelkinder und eine dreijährige Urenkeltochter, für die sie sich stets Zeit nimmt.

Von Ulrike Gawande

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