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Drei Jahre Willkommensinitiative

Gransee Drei Jahre Willkommensinitiative

Der feste Kern leistet wie vom ersten Tag an ein großes Pensum für die Flüchtlinge. Nach drei Jahren ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Das soll insbesondere bei einer Podiumsdiskussion, aber auch bei Kultur und einem internationalem Essen geschehen.

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Musikalische Einlage beim Sommerfest am Granseer Begegnungshaus im vergangenen Jahr.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Wenn schon, dann richtig: Die Granseer Willkommensinitiative fährt groß auf, um ihr dreijähriges Bestehen mit Gästen zu begehen. Schauspieler Ralph Herforth wird am 4. März zu Gast sein und bei der Podiumsdiskussion den Part des Moderators übernehmen. „Er wohnt in der Nähe. Ich habe ihn einfach angerufen – und er sagte zu“, so Wolfgang Grassl von der Granseer Willkommensinitiative. Die Aufgabe des 57-jährigen Herforth soll es an dem Tag sein, durch mehrere kurze Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themen zu führen.

Die Podiumsdiskussion ist zentraler Teil des 3. Geburtstages, der am 4. März um 16 Uhr im Begegnungshaus in der Ruppiner Straße 8 in Gransee beginnt. „Wir können auf drei Jahre zurückblicken, in denen sich die Willkommensinitiative gemeinsam mit vielen Akteuren der Stadt darum bemüht hat, die inzwischen etwa 150 geflüchteten Menschen, die aus verschiedenen Ländern  nach Gransee gekommen sind, aufzunehmen und zu integrieren“, sagte Klaus Pölitz von der Initiative.

Kurze und knackige Gespräche

Jetzt gehe es darum, die Arbeit zu verstetigen. „Wir wollen zeigen, was wir gemacht haben, wie der aktuelle Stand in der Arbeit ist und wo wir noch Hilfe brauchen“, begründet Wolfgang Grassl das Ansinnen dieser Veranstaltung. Jeder Interessierte sei ausdrücklich dazu eingeladen. Mehrere kurze und knackige Gespräche wird es geben. Acht Minuten sind pro Runde jeweils eingeplant (plus vier Minuten für Nachfragen). So wird das Begegnungshaus mit all seinen Möglichkeiten beleuchtet. Die Patenarbeit wird ein weiteres Thema sein – verbunden mit dem Aufruf nach weiteren Unterstützern, die in der Woche ein, zwei Stunden aufwenden. Wohnen in Gransee ist Thema einer weiteren Runde. Derzeit leben etwa 50 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft. Zirka 100 Menschen aus anderen Ländern haben schon eigene Wohnungen bezogen. Dann wird sich ein Gespräch um den Spracherwerb drehen. Die Initiative Willkommen in Gransee leistet in dem Punkt eine immense Arbeit. Da nicht jeder Flüchtling Anrecht auf Sprachunterricht habe, springt in den Fällen die Initiative ein. Zum Thema Gransee und die neuen Mitbürger sollen Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schulen, Kitas und Kirche zu Wort kommen. Der Gospelchor wird die Podiumsdiskussion beschließen und leitet den „Bunten Abend“ mit Essen aus internationaler Küche ein.

„Die Arbeit hat sich verändert“

Die Granseer Initiative existiert seit drei Jahren, die Flüchtlinge kamen vor zwei Jahren in die Gemeinschaftsunterkunft nach Gransee. „Die Arbeit mit ihnen hat sich verändert. Am Anfang haben wir sie erst einmal herzlich willkommen geheißen. Jetzt stehen wir vor anderen Herausforderungen, haben mit rechtlichen Themen, mit Abschiebungen zu tun. Es wird komplizierter“, so Klaus Pölitz. Das „Hospital Global“ sei nicht mehr in dem Maße Anlaufpunkt wie am Anfang, weil viele Familien in Wohnungen gezogen sind. Allerdings herrscht nach wie vor Leben im Haus.

Von Stefan Blumberg

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