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Oberhavel Drei Kitas müssen geräumt werden
Lokales Oberhavel Drei Kitas müssen geräumt werden
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15:56 20.09.2017
Die Feuerwehr fährt am Mittwochnachmittag durch die Stadt und informiert über die Entschärfung.. Quelle: Sebastian Morgner
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Oranienburg

Außer 3600 Menschen, die am Donnerstag einen Sperrkreis von 800 Metern rund um das Grundstück an der Saarlandstraße 25 verlassen müssen, haben schon am heutigen Mittwoch die Kita-Leiterinnen von drei Einrichtungen zu wirbeln, um die Eltern auf die Entschärfung am Donnerstag vorzubereiten. Eine städtische und zwei Kitas in freier Trägerschaft sind betroffen. Dort dürfen sich am Donnerstag weder Kinder noch Erzieherinnen aufhalten.

Auf dem Baugrundstück an der Saarlandstraße 25 liegt die Bombe. Vermutlich befindet sich der Blindgänger unter der Folie. Quelle: Enrico Kugler

Die größte Kita ist die städtische Einrichtung „Friedrich Fröbel“ in der Kitzbüheler Straße 1. Dort hat die amtierende Leiterin Sarah Murswiek alle Hände voll zu tun. Etwa 270 Kinder werden in der Einrichtung betreut. „Wir rudern wie verrückt“, sagt die Leiterin. Maximal 15 Kinder, so schätzt sie ein, können in anderen Kitas betreut werden. Der größte Teil der Kinder muss zu Hause bleiben. Die Mitarbeiterinnen und Eltern haben bereits mehrere Bombenentschärfungen miterlebt.

„Aber dieses Mal haben wir nur drei Stunden Vorlauf.“ Die ersten Eltern, die von der Entschärfung durch die Kita erfahren haben, reagierten sehr vernünftig. „Die kriegen das hin“, ist der Eindruck von Sarah Murswiek.

Der Wachschutz hat die Sicherung des Grundstücks übernommen. Quelle: Enrico Kugler

In der Kita Kleine Fische“ in der Innsbrucker Straße 19 ist Kita-Leiterin Christa Jaß relativ entspannt. Schon vor 15 Uhr sind alle Eltern der 40 Kinder informiert. Sie wurden per Mail oder telefonisch benachrichtigt. „Außerdem haben wir eine Mini-Notbetreuung organisiert, für die Eltern, die nicht so schnell eine Lösung finden“, sagt Christa Jaß. „Wir machen mit zehn Kindern einen Ausflug zum Lehnitzsee“, so die Kita-Leiterin. Die Eltern hätten sehr vernünftig reagiert. „Die nehmen es sehr gefasst auf.“

In der Kita „Butzelhausen“ in der Innsbrucker Straße 19 sind am Mittwoch gegen 15.30 Uhr auch schon fast alle Eltern informiert. „So nach und nach wissen alle bescheid“, sagt die stellvertretende Leiterin Silke Mallunat. Etwa 40 Kinder besuchen die Einrichtung. Eine Notbetreuung kann nicht angeboten werden. „Die Eltern sind so etwas fast schon gewöhnt, in Anführungszeichen“, meint Silke Mallunat. Obwohl es dieses Mal schon sehr kurzfristig ist, zeigen auch die Eltern der Butzelhausen-Kinder viel Verständnis.

Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm. Quelle: Enrico Kugler

Auch für Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm herrscht am Mittwoch eine außergewöhnliche Situation. „Auch uns hat die Bombe deutlich überrascht“, sagt sie. Die größeren Gewerbebetriebe an der Lehnitzstraße und die unmittelbaren Nachbarn seien persönlich informiert worden. „Es kann aber sein, dass wir nicht alle kleineren Betriebe in der Kürze der Zeit erreicht haben“, räumt sie ein. Dafür aber fährt die Feuerwehr schon seit 15 Uhr durch die Innenstadt. Neben den Kitas wissen auch das Krankenhaus, die Senioreneinrichtung und das Wasser- und Schifffahrtsamt bescheid.

Am Donnerstagmorgen wird die Feuerwehr den Sperrkreis noch mal kontrollieren. „Wir rechnen damit, dass die Entschärfung ab 11 Uhr beginnen kann“, so die Ordnungsamtsleiterin. „Wir hoffen, gegen 12 Uhr den Sperrkreis wieder aufheben zu können.“

Ab sofort ist ein Bürgertelefon geschaltet unter: 03301/60 09 00. Dort können Betroffene die wichtigsten Informationen abhören.

Von Andrea Kathert

Am Donnerstag steht in Oranienburg (Oberhavel) erneut eine Bombenentschärfung an. 3600 Bewohner sind von den Sperrmaßnahmen betroffen. In dieser Übersicht beantworten wir alle Fragen rund um die Entschärfung.

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