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Drei Streicher mit meisterhafter Spieltechnik

Kirchenkonzert Drei Streicher mit meisterhafter Spieltechnik

Das Trio Canto E Corde und die Sopranistin Gottlobe Gebauer gastierten in der Schönfließer Kirche. Der Kantor Christian Ohly freute sich, international gefeierte Musiker bei sich begrüßen zu dürfen.

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Das Trio und die Sängerin in der Schönfließer Kirche.

Quelle: Foto: H. Schneider

Schönfließ. Kantor Christian Ohly begrüßte am Sonnabend seine Konzertbesucher im Rahmen der 25. Schönfließer Sommermusiken mit verständlichem Stolz. Schließlich konnte er mit dem Streichtrio „Canto E Corde“ musikalische Schwergewichte präsentieren. Elizabeth Balmas (1. Violine) ist auf vielen internationalen Konzertbühnen zu Hause und Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe. Die gebürtige Französin lebt in Berlin und Paris. Die zweite Violine spielt Claus Gebauer, der lange Zeit Konzertmeister der Staatskapelle Weimar war. Beide werden von Peter Seydel begleitet, der als Solobratscher beim Rundfunksymphonieorchester Berlin seine Erfolge feierte. Zu diesen dreien gesellte sich die Sopranistin Gottlobe Gebauer, die unter anderem mit dem Dresdner Kreuzchor, dem RSO Berlin, dem RSO Leipzig und dem Gewandhausorchester konzertierte. Diese vier hochkarätigen Musiker stellten sich mit zwei Nocturnos von Mozart, gesungen von Gottlobe Gebauer, dem erwartungsvollen Publikum in der gut besuchten Kirche vor. Zuvor hatten die drei Streicher das Konzert mit dem „Londoner Trio“ eröffnet und dabei gleich ihre meisterhafte Spieltechnik unter Beweis gestellt. Diese Komposition hatte Haydn ursprünglich als Auftragswerk für die Flöte komponiert. Virtuos ging es weiter mit der Arie „ Reich mir die Hand mein Leben“ aus Don Giovanni (Mozart). Aus dem Notenbüchlein für Anna von Bach sang gefühlvoll Gottlobe Gebauer „Willst du mein Herz mir schenken“. Einen großen Zeitsprung ins 20. Jahrhundert vollzog Canto E Corde dann mit Kompositionen von Hanns Eisler: Präludium und Fuge über Bach und zwei Lieder mit Texten von Hölderlin. Peter Seydel führte charmant durch das Programm und betonte, dass es für Streichtrios relativ wenig Literatur gibt. Eine Ausnahme bildet Antonin Dvorak. Der hat zwei Trios für diese seltene Besetzung komponiert, weil ein im gleichen Prager Haus wohnender Student wöchentlich Geigenunterricht erhielt. Dvorak hörte so ungewollt die beiden spielen, ging zu der Wohnung und sagte, er würde mal was für sie schreiben. Mit den so entstandenen Trios gesellte sich Dvorak mit seiner Bratsche dazu und es erklang nachbarliche Hausmusik. Mit einem dieser Trios verabschiedete sich Canto E Corde unter herzlichen Beifall von seinen Zuhören nicht ohne eine Zugabe geben zu müssen - einem Mozartlied. Ein bemerkenswertes Konzert, zu dem man der Kirchengemeinde Bergfelde-Schönfließ nur gratulieren kann.

Bemerkenswert auch, dass die von den Künstlern gespielten Instrumente, vom Ehemann der Elizabeth Balmas (1.Violine) gebaut wurden. Der Geigenbaumeister saß in der ersten Reihe und hörte genussvoll seine „Lieblinge“ klingen.

Von Helmut Schneider

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