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Oberhavel Dringend Blutspender in Oberhavel gesucht
Lokales Oberhavel Dringend Blutspender in Oberhavel gesucht
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17:15 16.08.2014
In der Urlaubszeit wird weniger Blut gespendet. Quelle: dpa
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Oranienburg

„Die Fußballweltmeisterschaft und die heißen Temperaturen verschlimmerten die Lage in diesem Jahr zusätzlich“, sagt Haema-Sprecherin Marion Junghans. „Der jährliche Spendenrückgang im Sommer beginnt mit den Schulferien in den Monaten Juli und August“, erklärt sie. „Deswegen füllen wir unsere Depots für die lange Durststrecke im Juni immer noch einmal richtig auf.“ Das war in diesem Jahr wegen der WM nicht möglich.

Als Beispiel nennt die Haema-Sprecherin die Blutspendestelle in Hohen Neuendorf. 40 Spender kommen dort durchschnittlich pro Termin, im Juli waren es gerade mal vier.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Sommer weniger Blutvorräte als sonst. Kerstin Schweiger, Pressereferentin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, zu dem Oberhavel gehört, erklärt die Gründe: „In den langen Ferien sind viele Spender im Urlaub oder gehen bei schönem Wetter Freizeitaktivitäten nach.“ Außerdem haben viele Menschen bei der Hitze Kreislaufprobleme und könnten die benötigten 500 Milliliter des wertvollen Lebenssaftes nicht entbehren.

Dennoch sieht Schweiger die aktuelle Situation weniger dramatisch. „Wir prüfen unsere Reserven jeden Tag, um rechtzeitig einschreiten zu können“, sagt sie. Noch sei die Lage beim DRK stabil. Mehr Blutspender könnten alle Spendedienste jedoch ohnehin immer gebrauchen. „Da ist noch viel Luft nach oben“, sagt DRK-Sprecherin Schweiger. Etwa 33 Prozent der Bevölkerung sind spendefähig, die wenigsten würden es tun.

Die Voraussetzungen: Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein, nicht weniger als 50 Kilogramm wiegen und gesund sein. Das Spenden ist bis zum 72.Geburtstag möglich, bei Erstspendern bis zum 66. Geburtstag. Nach der Aufbereitung ist das gespendete Blut nur etwa 35 bis 42 Tage haltbar. „Solange haben wir es ohnehin nie auf Lager, weil es schon vorher benötigt wird“, erklärt Schweiger vom DRK.

Ein Fünftel der Spenden werde allein für die Behandlung von Krebskranken benötigt. Auch Patienten mit angeborenen Immundefekten wie Bluter sind darauf angewiesen. Schließlich sind die Konserven bei Operationen, Unfällen und bei Geburten überlebenswichtig. am/ub

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