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Oberhavel Dubiose Feuerwehr-Stiftung der "Flop des Jahres"
Lokales Oberhavel Dubiose Feuerwehr-Stiftung der "Flop des Jahres"
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00:15 05.11.2013
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Fürstenberg

Mit „bei Polizei und Staatsanwaltschaft anhängig“ beantwortete Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp am Mittwochabend die Frage des Stadtverordneten Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg), ob es bei der „dubiosen Feuerwehr-Stiftung“ etwas Neues gebe.

Wie die Polizei am Freitag bestätigte, liege zumindest eine Anzeige vor wegen des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt. Der Beschuldigte hatte vor etlichen Monaten speziell unter den jungen Fürstenberger Feuerwehrleuten für die Mitarbeit in einer Feuerwehr-Stiftung geworben. Ob die überhaupt schon gegründet war oder ob jemals ernsthaft die Absicht bestand, dies ordnungsgemäß zu veranlassen, ist bis heute in Fürstenberg nicht bekannt.

Der Initiator der unschönen Geschichte – ein Zugezogener, der sich inzwischen von Fürstenberg wieder verabschiedet und sich angeblich in Löwenberg angemeldet hat – hatte sich bei der Stadt und auch bei der Feuerwehr Fürstenberg vorgestellt und die Tätigkeit und vor allem die Zukunftsaussichten der „Stiftung“ in den rosigsten Farben geschildert. Geld sei überhaupt kein Problem, und die Arbeitsinhalte würden hauptsächlich in Zuarbeiten für Kommunen und ihre Feuerwehren bestehen. So könnte die „Stiftung“ beispielsweise Gutachten für Feuerwehren, Gefahren- und Risikoanalysen erstellen.

Etliche junge Leute kündigten daraufhin ihr Arbeitsverhältnis, um bei der „Stiftung“ anzufangen. Zum einen erschien ihnen die Tätigkeit interessant, weil sie in Bezug zu ihrem Ehrenamt stand. Zum anderen hatten sie berechtigte Hoffnungen, mehr Geld als bisher zu verdienen. Doch daraus ist nichts geworden. Knapp ein paar Wochen später blieb ihnen nur der Weg zum Jobcenter, um Arbeitslosengeld zu beantragen.

Als „Flop des Jahres“ bezeichnete am Freitag ein Mitglied der Feuerwehr Fürstenberg den Reinfall mit der „Stiftung“. Inwieweit er sogar kriminelle Dimensionen hat, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln, nachdem nun Anzeigen gestellt worden sind.

Die jungen Fürstenberger, die große Hoffnungen hatten, wird das kaum trösten. Der eine oder andere wird vieleicht in seinen alten Job zurückkehren können, wenn der Arbeitgeber Verständnis zeigt.

Von Anke Dworek

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