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Oberhavel Durchstarten in der Biokräuterei
Lokales Oberhavel Durchstarten in der Biokräuterei
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17:23 21.02.2018
Matthias Anders aus Lehnitz: Die Lage sei nicht einfach, aber nicht aussichtslos. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Matthias Anders erinnert sich noch zu gut an jenen 29. Juni 2017. Es schüttet 300 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel über Oranienburg. Mit seinem alten Golf sei er durch die Seen auf den Straßen nach Tiergarten gejagt. Zu den Äckern seiner „Biokräuterei Oberhavel“. Auch dort war Land unter.

„Anfangs dachten wir, in drei Tagen ist das abgelaufen.“ Doch nach sechs stand das Wasser immer noch, fing alles an zu faulen. „Nur der Schnittlauch und die Pfefferminze fanden es gut“, kann der Lehnitzer heute wieder lachen. Im September hatten sie noch einmal gehofft, dann ging der Regen weiter. Trauriges Fazit: 80 Prozent der Ernte waren vernichtet. Kartoffeln, Möhren, Kräuter, essbare Blüten – alles hinüber.

Wie nahe er vor dem Aus stand, darüber wollte und konnte sich Matthias Anders, der die Biokräuterei vor zwölf Jahre gegründet hat, gar keinen Kopf machen. „Es gab so viel zu tun. Und schnell setzten Hilfe und Solidarität ein.“ Insgesamt kamen 20 000 Euro an Spenden ein, die die 90 Mitglieder der Genossenschaft und viele Sympathisanten spendeten.

Sehr geholfen habe auch, dass sie im Herbst Gemüse von Demeter-Höfen zum kleinen Preis kaufen oder dort bei der Ernte von Kartoffeln, Roter Bete, Zwiebeln und Lauch mithelfen konnten.

So konnten die Gemüsekisten der 140 Familien, die das Projekt der solidarischen Landwirtschaft mittragen, mit gefüllt werden. Und zwei Folientunnel wurden angeschafft. „Wir sind in der Not zusammengerückt“, so Anders.

Froh war er vor allem, keinerlei Kredite aufgenommen zu haben. „Ich kenne zwar den Jahresabschluss 2017 noch nicht genau, aber es ist keine einfache, aber auch keine ausweglose Situation, vor der wir heute stehen. Und wir werden auch weiterhin statt Kredite aufzunehmen kleine Brötchen backen“ ist der Diplombiologe überzeugt. Er habe zwar 1,5 Teilzeitkräfte entlassen müssen, könne aber seine beiden Stamm-Gärtnerinnen weiter beschäftigten. Auch der Azubi ist geblieben, ist er zufrieden.

Fast täglich ist Anders in Tiergarten. Von den sieben Hektar Anbaufläche der Biokräuterei will er jetzt zwei Hektar „stilllegen“. Denn den Hauptschaden habe gar nicht das hohe Grundwasser, sondern die Wucht des Regens verursacht, die die Kapillarstruktur völlig zerstört habe. Der Boden ist hart und verdichtet. „Das muss mit aktivierenden Mikroorganismen wieder aufgebaut werden.“

Zwei Hektar werden dafür neu bestellt, auf denen bisher Gründüngung wuchs. „Bis Februar haben wir noch Feldsalat und Postelein geerntet. Nun steht die Frühjahrsbestellung ins Haus.“ Sie erfolgt in zwei Gewächshäusern und den beiden neuen Folientunneln.

Staatliche Hilfe gab es für den Gärtner nicht, „aber wir haben einen Antrag auf Einzelfallhilfe bei der ILB gestellt. Die ist in Bearbeitung.“ Leider sähen auch die landwirtschaftlichen Versicherungen solche Schäden nach Starkregen nicht vor.

„2018 wollen wir den Status von 2016 erhalten, das Sortiment mit Tomaten und Paprika erweitern, den Boden wieder aufbauen.“ In der kommenden Woche will Anders in die neue Saison starten. Es sei bei ihm wie bei jedem anderen Gärtner auch: „Es gibt immer zu tun.“

Von Heike Bergt

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