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Oberhavel Durstlöscher aus der Zapfsäule
Lokales Oberhavel Durstlöscher aus der Zapfsäule
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12:11 01.08.2017
Sven Röglin möchte Trinkwasserspender an Oberhavels größter Grundschule etablieren. Quelle: Helge Treichel
Glienicke

Während sich die Kinder in den Ferien erholen, geht die Arbeit der Elternvertreter quasi hinter den Kulissen weiter. Zum Beispiel für Sven Röglin, Schulelternsprecher an der Grundschule in Glienicke. Der Familienvater hatte vor einem guten halben Jahr den Vorschlag gemacht, leitungsgebundene Wasserspender für die Schule anschaffen und installieren zu lassen. Damit soll den 750 Kindern der größten Grundschule des Landkreises Oberhavel die Möglichkeit gegeben werden, ohne Hürden und ohne dafür aufs Klo gehen zu müssen ihren Durst zu stillen. „Soll das Gehirn Höchstleistungen erbringen, braucht es ausreichend Flüssigkeit“, sagt Sven Röglin. Der 49-Jährige ist davon überzeugt, dass sich dafür nichts besser eignet, als normales Leitungswasser. „Trinkwasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel“, sagt Röglin.

Dieses Urvertrauen ins Trinkwasser liegt in der Familie: Röglins Vater war für die Berliner Wasserbetriebe tätig, zuletzt im Havariedienst. In der Familie wird das Wasser aus der Wand schon lange zum Trinken genutzt – nicht nur für Tee und Kaffee sondern auch pur und frisch aus dem Wasserhahn.

Unterstützt von der Schulleitung sowie der Eltern- und Lehrerkonferenz

Sven Röglin fand in der Rektorin eine Unterstützerin, bekam in der Elternkonferenz sowie der Lehrerkonferenz ein positives Votum und initiierte eine Abstimmung in der Schulkonferenz, die nun mit einem so genannten Umlaufbeschluss noch bis zum Ende der Ferien läuft. Damit soll die Anschaffung von konkret drei leitungsgebundenen Wasserspendern beschlossen werden, um das Thema bereits zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses der Gemeindevertretung am 11. September einzubringen (Beginn: 18.30 Uhr, Konferenzraum Neues Rathaus). Parallel hat der Schulelternsprecher die Anschaffung für den nächsten Bürgerhaushalt der Gemeinde vorgeschlagen.

Für Sven Röglin hat das Trinkwasser aus der Wand mehrere Vorteile: Es ist in hoher Qualität günstig und nahezu unbegrenzt verfügbar. Die Kinder brauchen sich nicht mit mitgerachten Getränken abschleppen, die zudem meistens viel zu stark gesüßt sind. Und neben dem Gesundheitsaspekt profitiert auch noch die Umwelt, weil kein Verpackungsmüll mehr anfällt – nicht einmal Plastikbecher. Denn mit den Trinkwasserspendern der Berliner Wasserbetriebe als Gesellschafter des hiesigen Versorgers „Wasser Nord“ können mitgebrachte Gefäße befüllt werden, also ganz normale Tassen oder Becher. „Zuckerwasser aus Verpackungen, die im Müll landen, ist von gesunder Ernährung weit entfernt“, sagt Röglin.

Auf Knopfdruck auch mit Kohlensäure

Die Berliner Wasserbetriebe werben auf ihrer Internetseite: „Innovative Technik versetzt das Wasser auf Knopfdruck mit Kohlensäure. Ein Kühlaggregat sorgt für die optimale Trinktemperatur.“ Es wir ein Benutzerkreis ab etwa 70 Personen empfohlen. Eine thermische Keimsperre gehört ebenso zur Ausstattung wie ein Aqua-Stop-Ventil. Und natürlich kann auch ungekühltes Stilles Wasser gezapft werden. Für diesen Komfort, der am WC-Waschbecken nicht gegeben ist, macht sich Sven Röglin gerne stark.

Der ehrenamtlich tätige Schulelternsprecher beackert allerdings noch andere Themen. Er ist seit drei Jahren Mitglied der Schulkonferenz und sitzt in der Arbeitsgruppe Soziale Kompetenz der Schule. Gemeinsames Ziel mit den beiden Sozialarbeiterinnen ist es, ein kontinuierliches System der Konfliktlotsen-Ausbildung an der Schule zu etablieren, in das Lehrer und Schüler dann gleichermaßen involviert sind. Außerdem wurde im Zuge des Projektes Soziales Miteinander ein Fördermitteltopf erschlossen, um in den vierten Klassen Teambildungsmaßnahmen zu finanzieren. In der Arbeitsgruppe Mensa sollen zudem die Abläufe beim Mittagessen optimiert werden. Beispielsweise sei es derzeit nicht möglich, die Mensa nur kurz für einen Toilettengang zu verlassen oder Nutzer des Apetito-Angebots gemeinsam mit den Selbstversorgern speisen zu lassen. Viel zu tun also für Sven Röglin und seine Mitstreiter an der Glienicker Grundschule.

Von Helge Treichel

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