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Ehrenamtspreis „EhrNa“ für 72 Jugendliche

Oranienburg Ehrenamtspreis „EhrNa“ für 72 Jugendliche

Heißt es der oder die „EhrNa“? Eigentlich ist der Ehrenamtsnachweis, vergeben vom Kreisjugendring in Kooperation mit dem Landkreis, gemeint. Mit sprachlichen Kleinigkeiten hielten sich die jugendlichen Preisträger am Freitag nicht auf. 72 aus ganz Oberhavel wurden für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.

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Karsten Peter Schröder, Kreistagsvorsitzender, überreichte „EhrNas“ an den Jugendbeirat und das Jugendrotkreuz in Oranienburg.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Patrick Ingel aus Birkenwerder ist angehender Erzieher. Im hiesigen Jugendclub „Corn“ hilft er, wo er nur kann, ist „Mädchen für alles“. Für sein Engagement erhielt der junge Mann den Ehrenamtsnachweis „EhrNa“. „Ich helfe natürlich nicht, um einen Preis dafür zu bekommen“, so der 22-Jährige, „aber es ist schon cool, wenn die Arbeit gewürdigt wird.“

Wie Patrick Ingel geht es 71 weiteren Preisträgern der Auszeichnung, die vom Kreisjugendring in Kooperation mit dem Landkreis vergeben wird. Die Initiatoren luden am Freitag zum großen Festakt in die Lindenschule Oranienburg. „Mit so vielen Anmeldungen hätten wir nicht gerechnet“, so Dirk Budach, Vorsitzender des Kreisjugendrings. „Aber das zeigt, wie stark das jugendliche Engagement im Landkreis ist.“

Bildungsdezernent Dieter Starke ist Schirmherr der Veranstaltung

Bildungsdezernent Dieter Starke ist Schirmherr der Veranstaltung.

Quelle: Marco Winkler

Und das trotz scheinbar eher düsterer Zeiten: Europa drohe zu zerfallen, rückwärtsgewandte Strömungen in der Politik. „Aber ihr vermittelt ein anderes Bild“, richtete Dirk Budach das Wort an die Jugendlichen. „Junge Menschen, die nicht jammern, sondern etwas machen, für ihre Überzeugungen kämpfen. Es braucht euch, damit das Jammer-Bild nicht die Realität dominiert.“

Entgegen mancher Klage, fügte der Schirmherr der Veranstaltung, Bildungsdezernent Dieter Starke an, „ist das Image des Ehrenamtes gestiegen.“ Land und Kreis wären ärmer, würde es die vielen helfenden Hände nicht geben. Der Erwerb der „EhrNa“ sei ferner eine Schlüsselqualifikation, die im Berufsleben hilfreich sein könnte.

In einer dreistündigen Zeremonie wurden die Preise übergeben

In einer dreistündigen Zeremonie wurden die Preise übergeben.

Quelle: Robert Roeske

Der Granseer Mario Kröber packt die Auszeichnung (neben einem USB-Stick und der Urkunde gibt es einen detaillierten Nachweis der Arbeit) deshalb in seine Bewerbungsmappe. Seit anderthalb Jahren ist er Ersthelfe im DRK-Katastrophenschutz, hilft unter anderem bei der Versorgung von Patienten. Der Preis sei ein „kleiner Dank für jahrelange Arbeit, die ich sehr gerne mache“, so der 17-Jährige.

Übergeben wurden die Preise in einer fast dreistündigen Zeremonie von den Politikern Benjamin Grimm, Thomas Günter, Karsten Peter Schröder, Björn Lüttmann, Inka Gossmann-Reetz (alle SPD), Gerrit Große (Linke), Uwe Feiler (CDU) und Thomas von Gizycki (Grüne). Unter anderem erhielten den Preis die AG Pro Individualität vom Oranienburger Runge-Gymnasium, Jugendliche, die sich im Hohen Neuendorfer Wasserwerk engagieren oder Deutschkurse für Geflüchtete geben.

Von Marco Winkler

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