Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Ehrung für Projekt des Maurer-OSZ

Hennigsdorf Ehrung für Projekt des Maurer-OSZ

Zum sechsten Mal verlieh Unternehmer Klaus Murjahn den Preis für zukunftsweisende Projekte im Maler- und Lackiererhandwerk. Berufsschullehrerin Katrin Graf und ihre Kollegin Henriette Fritzke vom Hennigsdorfer Eduard-Maurer-OSZ hatten sich mit dem Projekt „Lernen und Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen“ beworben.

Voriger Artikel
Es gibt immer mehr Obdachlose

Henriette Fritzke und Tobias Geib vor einem der Fenster, die die Azubis saniert haben.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Hennigsdorf. Der Meistersaal des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin war am Dienstag mit mehr als 100 Gästen des Bundesverbandes Farbe, Gestaltung, Bauschutz besetzt. Zum sechsten Mal verlieh Unternehmer Klaus Murjahn den von ihm gestifteten Preis für zukunftsweisende Projekte im Maler- und Lackiererhandwerk. Katrin Graf, Berufsschullehrerin am Schulzentrum Sek. II Bremen und ihre Kollegin Henriette Fritzke vom Hennigsdorfer Eduard-Maurer-OSZ hatten sich mit dem vor 22 Jahren ins Leben gerufenen Projekt „Lernen und Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen“ beworben.

Sie bekamen für ihr Engagement gegen Faschismus, Fremdenhass und Gewalt den Dr. Murjahn-Preis 2016. Henriette Fritzke, die sich durch das Projekt zur Gedenkstätten-Pädagogin qualifiziert hat, koordiniert die jährlichen Arbeitseinsätze der Azubis. Neben einem berufsspezifischen Praktikum wird so Geschichtswissen vermittelt.

Die Laudatio für dieses Projekt hielt der Bremer Obermeister der Malerinnung, Tomas Kurzke. Das Ziel des Projekts: Junge Menschen zu bestärken, an der Lösung gesellschaftspolitischer Herausforderungen mitzuwirken und niemals zuzulassen, dass Extremismus und Gewalt die Oberhand gewinnen. „Ein solches Projekt erfordert Mut und pädagogisches Einfühlungsvermögen seitens der Lehrkräfte“. Das Projekt sei aktueller denn je in Zeiten rechtsradikaler Übergriffe auf alles Fremde und populistischer Wortführer.

Tobias Geib aus Neuruppin, Azubi der Firma „Ruppiner Ausbau“, hat sich in der Projektwoche im September zusammen mit den Bremer Malerkollegen der Fahnenmasten am Ehrenmal und der Fensterrahmen an der großen Halle der Gedenkstätte angenommen. Insgesamt nahmen 19 Auszubildende in verschiedenen Handwerksberufen aus Oberhavel und mehr als 20 aus Bremen teil. Vom Holocaust habe er natürlich gewusst, meint Tobias Geib. „Aber was da damals wirklich gelaufen ist, habe ich jetzt erst wirklich realisiert. Es hat mich schockiert.“ Im nächsten Jahr wolle er wieder an der Projektwoche teilnehmen.

Von Helga Müller-Schwartz

Voriger Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg