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Oberhavel Ein Abend rund um den Surinam
Lokales Oberhavel Ein Abend rund um den Surinam
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00:24 06.03.2018
Zum Weltgebetstag: Paula Schmidtsdorf (l.) und Sabine Dill mit Speisen aus dem Surinam. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Surinam? Liegt irgendwo in Afrika – zumindest denken das viele, die von diesem Land hören. Surinam liegt jedoch in Südamerika und war das Thema beim diesjährigen Weltgebetstag. Überall auf der Welt haben sich die Christen am Wochenende mit diesem Land beschäftigt. Auch in Kremmen. Im evangelischen Gemeindehaus fand am Freitagabend eine kleine Feier statt.

Dabei geht es darum, einen Einblick in dieses Land zu bekommen – überhaupt darüber nachzudenken, wie es um die Erde steht. Wie die Menschen im Surinam leben, welche Probleme sie haben – aber auch darum, wie und was sie essen. Die Besucher schauten sich eine Dokumentation über den Surinam an, in dem übrigens niederländisch gesprochen wird.

Rund um den Surinam drehte sich am Freitagabend alles im Kremmener Gemeindehaus. Es ging um die Lebensart, darum, wie die Menschen dort leben – und um Essen aus Surinam.

Auch Spenden sind gesammelt worden. „Die Kollekte ist ein Zeichen der Solidarität, damit Frauen und Mädchen selbstständig leben können“, so sagte es Gemeindepädagogin Sabine Dill am Freitagabend – denn der Weltgebetstag richtet sich vor allem an die Frauen. Es geht aber nicht nur darum, zu beten. „Unser Gebet wird belangloses Geplapper, wenn es nicht unser Handeln ändert“, so zitierte Sabine Dill aus einem Text zum Weltgebetstag.

„Ich wusste nicht viel über das Land“, erzählte Sabine Dill. Sie findet es gut, dass durch solche Aktionen der Horizont erweitert werde. „Das ist jedes Jahr immer wieder spannend.“ Aber auch Nachdenklichkeit über die Situation in solchen Ländern macht sich breit. „Es kann einfach nicht sein, dass die Menschen immer wieder Geld hingeben, und wenn man dann hört, dass diese Gelder verschwinden, und die Leute hungern, macht mich das wütend“, sagte Ingeborg Füllert.

Speisen aus dem Surinam

Abende wie der in Kremmen können den Fokus auf so ein Land richten, über das sonst nicht gesprochen wird. Ein wichtiger Bestandteil des Weltgebetstages ist es aber auch, zu kochen. Wird bekannt gegeben, um welches Land es diesmal geht, dann geben die Organisatoren auch eine Liste mit Speisen und den entsprechenden Zutaten heraus – in diesem Fall aus dem Surinam. Der Tisch im Gemeindehaus war voll, die Mitglieder der Kirchengemeinde haben die Gerichte in den Stunden davor zubereitet. „Von mir ist der Reis mit Kokosmilch“, erzählte Paula Schmidtsdorf. „Mit ganz vielen Zwiebeln, Knoblauch und schwarzen Bohnen.“ Einen surinamischen Kartoffelsalat mit Rote Beete, Silberzwiebeln und Hühnchenstücken gab es ebenso wie Kokoskuchen oder eine Avocado-Nachspeise.

*

Im Live-Video auf unserer Facebook-Seite „MAZ Oberhavel: Wir zeigen und probieren Speisen aus dem Surinam.

Von Robert Tiesler

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