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Oberhavel Ein Abschnitt würde reichen
Lokales Oberhavel Ein Abschnitt würde reichen
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08:27 13.11.2014
Das alte Kopfsteinpflaster der Waldstraße wird verschwinden. Und damit auch eine Menge Lärm für die Anwohner. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Der Ausbau des ersten Bauabschnittes von der Strelitzer bis zur Greifswalder Straße macht hingegen Sinn. Das alte Kopfsteinpflaster ist holprig und verursacht viel Lärm. Die Trinkwasser- und Gasleitung unter dem Gehweg und der Abwasserkanal unter der Straße müssten erneuert werden, erklärte Petra Bischoff vom Sachgebiet Straßenbau. Stadtwerke und Entwässerungsbetrieb sind mit im Boot. Zwei Drittel der Verkehrsfläche muss im Raster von 1,30 Metern mal 1,30 Metern nach Blindgängern abgesucht werden.

Die Radler in der Waldstraße benutzen bisher einen zweifarbig geteilten Weg im Randbereich, der laut Verwaltung aber gar nicht als Radweg ausgewiesen sei. Künftig sollen sich die Radfahrer auf der Fahrbahn bewegen. Dort dürfen später auch die Autos parken, ein gutes Mittel zur Verkehrsberuhigung, so die Verwaltung. Die jetzigen Parkbuchten verschwinden.

Die Entwässerung der Fahrbahn funktioniere nicht. „Die Straße hat gar kein Gefälle“, sagte Petra Bischoff. Ausgeklammert wird bis auf Weiteres der Bereich zur Einmündung Heidestraße und die Bahnunterführung. Die Bahn will in drei Jahren das Gleis zur ehemaligen Staatsreserve und die Brücke zurückbauen.

Durch die Waldstraße zieht sich recht viel Verkehr, der nicht nur von den Anliegern erzeugt wird. Auch wenn die ansässige Musikschule ihren Standort an der Waldstraße bald aufgeben wird, ändert das nicht viel am Fahrzeugaufkommen, prophezeit die Verwaltung. Aus diesem Grunde wird die Waldstraße als Sammelstraße eingestuft, was sich für die Anlieger im Anteil an den Kosten positiv widerspiegeln wird. Für den Gesamtausbau fiel am Dienstag die Summe von 841.900 Euro. Die anrechenbaren Kosten für die Ausbaubeiträge der 60 Anlieger werden darunter liegen.

Das Projekt Waldstraße

Geplant ist der grundhafte Ausbau der Waldstraße von der Strelitzer Straße bis zur Straße der Einheit.
Die Fahrbahnbreite wird von derzeit 5,10 Meter auf 5,50 Meter erweitert.

Die Bauzeit ist geplant von Anfang April 2015 bis Ende September 2016.
Die Ausschreibungen sollen im Dezember 2014 beginnen. Die Waldstraße bleibt Tempo-30-Zone und ist als Sammelstraße eingestuft. Der jetzige Radweg entfällt. Die Beiträge der Anlieger für Gehwege liegen bei 50 Prozent der anrechenbaren Kosten, für die Fahrbahn bei 30 Prozent. Genauere Angaben über Beiträge könnten in der zweiten Dezemberwoche gemacht werden. Dann soll die Planung auch in der Stadtverwaltung aushängen.
Die Gesamtbaukosten einschließlich Munitionssuche sind auf derzeit rund 842.000 Euro geschätzt.

Michael Fehlow stand mit seiner Kritik dieses Mal nicht alleine da. Auch Horst Ganschow (CDU) hält den Ausbau von der Greifswalder Straße bis zur Straße der Einheit für unnötig. Als ehemaliger Baustadtrat wird er sich auskennen. Die Schwarzdecke sei noch ordentlich. „Der Gehweg auf der Nordseite wurde vor zehn Jahren komplett mit Knochensteinen verlegt“, meinte Ganschow. Geh-und Radweg seien getrennt und könnten dort bleiben. Ganschow erschloss sich auch nicht, warum die Stromversorgung für die Beleuchtung von Süd nach Nord verlegt wird und warum man 16 Monate für den Bau braucht.

„Es gibt doch viel schlimmere Straßen“, hakte Fehlow nach. „Und hier reißen wir eine gute wieder auf“, kritisierte er. Die Einwände von Fehlow und Ganschow honorierten die Besucher in der Orangerie mit starkem Applaus.

Von Andrea Kathert

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