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Oberhavel Ein Ass in Geografie
Lokales Oberhavel Ein Ass in Geografie
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11:06 22.10.2013
Kevin Feld hat an der Weltmeisterschaft in Geografie teilgenommen.
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Velten

Kevin Feld ist 16 Jahre alt, ziemlich groß, hat dunkle Haare und trägt einen blauen Vliespulli. Der Elftklässler ist eigentlich ein ganz normaler Schüler am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten, stünde da nicht auf seinem Pulli der Schriftzug „National Geographic World Championsship“. Genau an dieser Weltmeisterschaft hat Kevin in der letzten Sommerferienwoche in St. Petersburg teilgenommen. Nicht, weil er nichts Besseres zu tun gehabt hätte in den Ferien, sondern weil Geografie seine große Leidenschaft ist und weil er sich deutschlandweit unter 28 000 Schülern für den Wettkampf qualifiziert hat.

Nur die drei Besten aus dem Bundesfinale dürfen an der Weltmeisterschaft teilnehmen. „Und sie dürfen nicht älter als 16 Jahre sein“, erzählt Kevin. Er ist der einzige Schüler, der aus Brandenburg kommt, um genau zu sein aus Eichstädt, einem Ortsteil der Gemeinde Oberkrämer. Seine beiden Mitstreiter, die die Bundesrepublik Deutschland bei der World Championsship vertreten durften, stammen aus Stuttgart und Hamburg. „Wir waren insgesamt 18 Nationalmannschaften“, meint Kevin. „Zum Kennenlernen waren wir vorher in einem Trainingslager in Leipzig.“ Der Wettbewerb, übrigens gesponsert von Google, lief über zwei Tage und hatte zwei Hauptteile. „Der erste Teil lief ziemlich gut“, sagt Kevin.

Es ging um Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg, die die WM-Teilnehmer in einem englischen Vortrag anpreisen und damit einen Einblick in die Kulturlandschaft der Stadt geben sollten. Nur drei Stunden Zeit hatten die Schüler, um ihre Präsentation vorzubereiten. „Bei dieser Aufgabe haben wir den vierten Platz belegt“, freut sich Kevin. Unter den Nationalmannschaften, deren Muttersprache nicht englisch ist, hatten die Deutschen sogar die zweitbeste Wertung erreicht. Der zweite Prüfungsteil, in dem 50 Fragen über die Teilnehmerländer zu beantworten waren, hatte es in sich.

In allgemeiner Geografie mussten sich die Teilnehmer auskennen. Die Fragen drehten sich um Gesteine, Währungen, die politische Lage in den Ländern, die höchsten Berge oder kulturelle Ausrichtungen. „So was ist echt schwer zu lernen“, sagt Kevin. Mit dem zwölften Platz beim zweiten Prüfungsteil reichte es für die deutsche Nationalmannschaft schließlich für den 10. Platz in der Gesamtwertung. Kevin ist total zufrieden mit dem Ergebnis. Außerdem hat er viel von St. Petersburg gesehen, durfte in einem Fünf-Sterne-Hotel im Zentrum wohnen und die Stadt auch mal auf eigene Faust erkunden. Bei der nächsten Weltmeisterschaft kann Kevin nicht mehr starten, dann ist er schon zu alt dafür. Doch seiner großen Leidenschaft bleibt er weiter treu.

ak

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