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Oberhavel Ein Ausflug in die maritime Vergangenheit
Lokales Oberhavel Ein Ausflug in die maritime Vergangenheit
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06:35 08.05.2017
Auf dem 1920 erbauten Floßschlepper „Aurora“ erreichte das Kurfürstenpaar das 8. Oranienburger Hafenfest und eröffnete die Wassersportsaison. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Eigentlich wollten Thomas und Michael Beiler bei der Überführungsfahrt aus dem Winterlager mit ihrem Segelboot „Anna“ am Donnerstag nur eine Nacht im Oranienburger Schlosshafen pausieren, als aber Hafenmeister Hans-Dieter Zander die Berliner entdeckte, gab es keine Ausreden, die beiden mussten zum Hafenfest bleiben. Am Freitag fuhren Beilers dann eben per S-Bahn zur Arbeit und am Sonnabend wurde gefeiert.

Eröffnung des 8. Hafenfestes in Oranienburg Quelle: Robert Roeske

„Es hat sich gelohnt“, ist Thomas Beiler vom Oranienburger Hafenfest, das am Sonnabend mehrere hundert Besucher in den Schlosshafen lockte, von dem maritimen Spektakel mit Markttreiben und Piratenshow begeistert. Auch wenn die beiden Segler sonst eher die Ruhe des Wassers und der Natur bevorzugen. Mit ihrer „Anna“, die bis 2016 noch DDR-Kultsänger Fritz Derkow gehörte, hat das Paar einen echten Oldtimer erstanden. 1968 im holländischen Volendam gebaut, ist der Jakon-Cruiser II, ein 8,6 Meter langes Stahlschiff, ein echter Hingucker. Vom Heimathafen Marina Eisvogel am Finowkanal, wollen Thomas und Michael Beiler nun auf Ostseetörn bis Schweden gehen.

Spaß für die kleinen Hafenfestbesucher: Die Piratenshow der Partymacher. Quelle: Ulrike Gawande

So weit sind Gisela und Horst Helm mit ihrer „Concordia“, einem 1891 gebauten Dampfschiff, das bis 1969 als Personenfähre auf der Elbe ihren Dienst tat, nicht gekommen. Dafür wurde die in Friedrichsthal aufgewachsene Gisela Helm vor 80 Jahren auf dem Frachtschiff ihres Vaters geboren. 1957 heiratete sie mit Horst Helm einen Binnenschiffer, natürlich in der Schifferkirche in Berlin-Strahlau. Dort soll im Dezember dann auch die Diamantene Hochzeit gefeiert werden. Jedes Jahr sind Helms mit anderen Schiffern aus dem Historischen Hafen Berlin-Brandenburg beim Hafenfest Oranienburg mit von der Partie.

Maritime Klänge vom Shantychor aus Kremmen. Quelle: Robert Roeske

Von Gisela Helms außergewöhnlicher Lebensgeschichte erzählte Oranienburgs Pfarrer Arndt Farack in dem zur Tradition gewordenen Hafenfest-Gottesdienst auf der „Sehnsucht“. Gemeinsam mit Fedor Pfistner, im Ruhestand befindlicher Schifferpastor der Binnenschiffergemeinde aus Berlin-Brandenburg, gab er den Seeleuten, egal ob hauptberuflich oder Freizeitskipper den Segen mit auf den Weg. Und las die Worte des Psalm 23 in der maritimen Version: „Der Herr ist mein Lotse. Ich werde nicht stranden.“

Davon ist bisher auch die „TS Helmut“ verschont geblieben. Eine um 1900 gebaute Tonschute, die von Helmut und Hannelore Fangrot aus Berlin gesteuert wird. „Früher hat die Helmut Ton auf der Elbe zu den Brennereien gebracht, später Obst aus dem Alten Land nach Berlin“, erzählt der Eigner, der 1965 als Segler mit seinem 20er-Jollenkreuzer sogar Deutscher Meister war. Auf der MS Möwe, die heute von Fangrots Sohn verchartert wird, kann im Hennigsdorfer Hafen sogar geheiratet werden. Nur fest vertäut muss das Schiff dafür sein. Ahoi!

Von Ulrike Gawande

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