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Oberhavel Ein Azubi mit Durchblick
Lokales Oberhavel Ein Azubi mit Durchblick
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14:55 17.03.2017
Azubi Julien Fourmont am Autorefraktometer. Damit wird ein Augenprofil erstellt und die Sehstärke des Augen bestimmt. Quelle: Marco Winkler
Oranienburg

Obwohl er eine Brille trägt, seit er drei Jahre alt ist, hat Julien Fourmont nicht immer den kompletten Durchblick. Erst in allerletzter Sekunde durchschaute der 23-jährige Oranienburger am Donnerstat die Überraschung, die ihn erwartete. Als Pressegespräch getarnt, war er ziemlich baff, als er vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, Ralph Bührig, zum Azubi des Monats gekürt wurde.

Sein Chef, Steffen Hennes, Inhaber von Lux-Augenoptik in Oranienburg, hat seinen Zögling angemeldet. Warum? „Wegen seiner Leistungsbereitschaft und seines Engagements.“ Das bestätigt auch sein Ausbilder. „Er hat sich gut ins Team eingefunden, packt auch schon mal beim Umzug von Kollegen mit an“, so André Wittchen.

Julien Fourmont im Kundengespräch. Quelle: Marco Winkler

Dabei ist Julien Fourmont zur Lehre zum Augenoptiker erst über einige Umwege gekommen. Aufgewachsen in Oranienburg, hat er nach dem Abitur mit dem Studium (Maschinenbau an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin) angefangen und nach einigen Semestern festgestellt: Das ist nicht meins. „Da habe ich gesehen, dass sie auch Optometrie als Studienfach anbieten.“

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Dazu brauchte er als Zulassungsvoraussetzung aber eine abgeschlossene Ausbildung. Nach einem Praktikum bei Lux-Augenoptik stieg er dank Vorkenntnissen direkt ins zweite Lehrjahr ein, beendet die Ausbildung diesen Sommer – und geht wieder an die Hochschule. „Erst mal den Bachelor machen, danach vielleicht noch den Master oder promovieren.“ Nach oben hin ist alles offen.

Handwerkskammer: So viele freie Lehrstellen wie nie

Der junge Mann, der in Sachsenhausen wohnt, ist selbstkritisch. „Man sucht immer die Fehler an sich.“ Ob beim Gläser schleifen, im Labor oder im Kundengespräch. Das Gute an der Ausbildung: Flexibilität. „Wenn man einmal nicht in der Stimmung für ein Kundengespräch ist, kann man in der Werkstatt arbeiten“, erzählt er. Natürlich kennt er auch die neuesten Trends auf dem fast unüberschaubaren Brillenmarkt: „Runde Brillen mit dünnen Metallgestellen sind momentan im Kommen.“

Eva-Maria Gatzky von der Handwerkskammer Potsdam wünscht sich mehr Auszubildende wie Julien Fourmont. Im gesamten Kammerbezirk gibt es aktuell mehr als 600 freie Lehrstellen, allein in Oberhavel sind es 87. „So viele freie Lehrstellen hatten wir noch nie“, so Eva-Maria Gatzky, „und das bei immerhin 53 verschiedenen Ausbildungsberufen.“ Besonders gebraucht werden noch Kraftfahrzeugmechatroniker und Elektromonteure.

Soziale Ader eines angehenden Augenoptikers

Auch wünscht sich die Handwerkskammer natürlich, dass Julien Fourmont Brandenburg während seiner Studienzeit und auch danach erhalten bleibt. In Brandenburg an der Havel wird die Studienrichtung Optometrie zumindest angeboten. Doch der 23-Jährige geht lieber nach Berlin, zurück zur Beuth Hochschule. Und das aus ganz praktischen Gründen: „Nach Berlin ist die Anbindung einfach besser.“

Julien Fourmont hat auch eine sehr soziale Seite. Zur Zeit macht ein junger Pakistani bei Lux seine einjährige „Einstiegsqualifizierung“. „Ich greife Mustafa unter die Arme. Er soll auf die Ausbildung vorbereitet werden und ist handwerklich wirklich begabt.“

Von Marco Winkler

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