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Ein Banner gegen die Unfallgaffer

Kremmen Ein Banner gegen die Unfallgaffer

Immer wieder behindern Gaffer bei Unfällen die Arbeit von Feuerwehr und Polizei. Viele Feuerwehrmänner erleben oft grenzwertige Situationen bei ihren Einsätzen. In Kremmen (Oberhavel) haben nun Lokalpolitiker und Feuerwehrleute ein Banner vorgestellt, dass sich an Gaffer wendet. Es trägt eine klare Botschaft.

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Das Banner mit der deutlichen Botschaft.

Quelle: privat

Kremmen. Es gibt sie immer wieder bei Einsätzen der Kremmener Feuerwehr: Gaffer am Unfallort. Stadtbrandmeister Gerd Lerche kann ein Lied davon singen. Neulich, zum Beispiel, nach einem Unfall zwischen Kremmen und Staffelde. „Ein Verletzter musste, um Hilfsmaßnahmen durchführen zu können, ausgezogen werden“, erinnert er sich. „Und das ist für keinen Beteiligten lustig.“ Dennoch seien viele Autofahrer und Fußgänger angehalten, um zu gucken. „Auf der Autobahn ist es auch schlimm“, sagt Gerd Lerche „Bei größeren Unfällen wird die Fahrbahn gesperrt, aber auf der Gegenfahrbahn fahren plötzlich viele langsam und gucken.“ Einige Vorbeifahrende würden dann sogar die Handys zücken, um zu filmen. „Die bleiben mit den Autos fast stehen, und die Bilder tauchen dann im Internet auf“, so Gerd Lerche weiter.

Stefanie Gebauer übergab das Banner als Geschenk an die freiwillige Feuerwehr in Kremmen

Stefanie Gebauer übergab das Banner als Geschenk an die freiwillige Feuerwehr in Kremmen

Quelle: privat

Die Stadtverordnete Stefanie Gebauer (UWG/LGU) und ihr Mann Gordon haben der Kremmener Feuerwehr ein Banner geschenkt, das vorbeifahrende Autofahrer auf diese Situation aufmerksam machen soll. „Nicht gaffen – Mitglied werden. Ihre freiwillige Feuerwehr Stadt Kremmen.“ Die Idee dafür hatten die beiden, als sie einen ähnlichen Banner in einer anderen Gemeinde gesehen haben. Sie wandten sich an den Stadtbrandmeister. „Ich fand, das ist eine gute Sache“, sagte Gerd Lerche. „Die Leute können ruhig wissen, dass die Feuerwehrleute ihre Freizeit für solche Einsätze opfern.“

Das Thema der Gaffer nach Unfällen liegt Stefanie Gebauer am Herzen. Es handele sich um ein „krankes Interesse“ der Menschen in solchen Situationen. „Mit dem Plakat kann die Feuerwehr darauf hinweisen, was eigentlich moralisch korrekt wäre“, so Stefanie Gebauer. Den Banner wird die Feuerwehr in Zukunft bei Unfalleinsätzen dabei haben – nicht nur um hinzuweisen, sondern grundsätzlich auch, um Unfallschauplätze abzudecken und sie vor den Gaffern zu schützen, so erklärt es Gerd Lerche.

Gordon und Stefanie Gebauer haben bei der Übergabe des Banners an die freiwillige Feuerwehr gleich einen Aufnahmeantrag in den erst kürzlich neu gegründeten Feuerwehr-Förderverein unterschrieben.

Von Robert Tiesler

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