Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Ein Banner gegen die Unfallgaffer
Lokales Oberhavel Ein Banner gegen die Unfallgaffer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:57 22.08.2016
Das Banner mit der deutlichen Botschaft. Quelle: privat
Kremmen

Es gibt sie immer wieder bei Einsätzen der Kremmener Feuerwehr: Gaffer am Unfallort. Stadtbrandmeister Gerd Lerche kann ein Lied davon singen. Neulich, zum Beispiel, nach einem Unfall zwischen Kremmen und Staffelde. „Ein Verletzter musste, um Hilfsmaßnahmen durchführen zu können, ausgezogen werden“, erinnert er sich. „Und das ist für keinen Beteiligten lustig.“ Dennoch seien viele Autofahrer und Fußgänger angehalten, um zu gucken. „Auf der Autobahn ist es auch schlimm“, sagt Gerd Lerche „Bei größeren Unfällen wird die Fahrbahn gesperrt, aber auf der Gegenfahrbahn fahren plötzlich viele langsam und gucken.“ Einige Vorbeifahrende würden dann sogar die Handys zücken, um zu filmen. „Die bleiben mit den Autos fast stehen, und die Bilder tauchen dann im Internet auf“, so Gerd Lerche weiter.

Stefanie Gebauer übergab das Banner als Geschenk an die freiwillige Feuerwehr in Kremmen Quelle: privat

Die Stadtverordnete Stefanie Gebauer (UWG/LGU) und ihr Mann Gordon haben der Kremmener Feuerwehr ein Banner geschenkt, das vorbeifahrende Autofahrer auf diese Situation aufmerksam machen soll. „Nicht gaffen – Mitglied werden. Ihre freiwillige Feuerwehr Stadt Kremmen.“ Die Idee dafür hatten die beiden, als sie einen ähnlichen Banner in einer anderen Gemeinde gesehen haben. Sie wandten sich an den Stadtbrandmeister. „Ich fand, das ist eine gute Sache“, sagte Gerd Lerche. „Die Leute können ruhig wissen, dass die Feuerwehrleute ihre Freizeit für solche Einsätze opfern.“

Das Thema der Gaffer nach Unfällen liegt Stefanie Gebauer am Herzen. Es handele sich um ein „krankes Interesse“ der Menschen in solchen Situationen. „Mit dem Plakat kann die Feuerwehr darauf hinweisen, was eigentlich moralisch korrekt wäre“, so Stefanie Gebauer. Den Banner wird die Feuerwehr in Zukunft bei Unfalleinsätzen dabei haben – nicht nur um hinzuweisen, sondern grundsätzlich auch, um Unfallschauplätze abzudecken und sie vor den Gaffern zu schützen, so erklärt es Gerd Lerche.

Gordon und Stefanie Gebauer haben bei der Übergabe des Banners an die freiwillige Feuerwehr gleich einen Aufnahmeantrag in den erst kürzlich neu gegründeten Feuerwehr-Förderverein unterschrieben.

Von Robert Tiesler

Die Eichstädter veranstalteten am Sonnabend ihr Sommerfest. Dazu eingeladen hatte die freiwillige Feuerwehr des Ortes. Für die Besucher gab es diverse Attraktionen. So ging es auf einer Hebebühne bis zu 30 Meter in die Höhe – und auch ein alter Feuerwehr-Trabant war im Einsatz.

22.08.2016

Fremdenfeindlicher Vorfall in Oranienburg: Dort hat ein 28-jähriger verletzter Mann einen Notarzt kamerunischer Herkunft beleidigt, bedroht, bespuckt und eine Behandlung abgelehnt. Die Verletzungen hatte sich der Mann auf einer Familienfeier zugezogen, zu der schließlich auch die Polizei ausgerückt ist.

22.08.2016
Oberhavel Tragischer Unfall bei Abrissarbeiten - Frau will Hund retten und wird schwer verletzt

Eine 39-jährige Frau ist im Kreis Oberhavel beim Versuch, ihren Hund zu retten, schwer verletzt worden. Bei Abrissarbeiten war das Tier unter ein Dach gelaufen. Als die Frau das Tier retten wollte, stürzte eine Mauer ein. Herabfallende Teile trafen und verletzten die Frau schwer.

22.08.2016