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Oberhavel Ein Dorf wird zum Trödelmekka
Lokales Oberhavel Ein Dorf wird zum Trödelmekka
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02:15 25.05.2017
Olaf Dittwald verkaufte am Sonntag beim Flohmarkt in Klein-Ziethen nicht nur Gebrauchtes. Sein Schwedenfeuer aus Teilen von Baumstämmen hat er extra vorbereitet. Quelle: Robert Tiesler
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Klein-Ziethen

Ein ganzes Dorf verwandelt sich in einen Trödelmarkt. Im Neu-Vehlefanzer Ortsteil Klein-Ziethen geschieht das einmal im Jahr, an einem Sonntag im Mai. Angeschoben von der Bürgergemeinschaft Klein-Ziethen gab es diesmal sogar ein kleines Jubiläum – zum zehnten mal fand der Garagen- und Scheunenflohmarkt statt.

Das Wetter hätte am Sonntag nicht besser sein können. Nicht zu warm, ab und zu mal eine Wolke. „Das ist perfekt“, sagte Thorsten Moch, der seine Stände in seiner Garagenauffahrt aufgestellt hat. „Für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt“, so war seine Bilanz am Sonntag, kurz vor Schluss. „Auch wenn es manchmal ziemlich schleppend war, aber ein schönes Erlebnis ist das immer wieder.“

Bärchen und Puppen – auf dem Hof von Thorsten Moch. Quelle: Robert Tiesler

Jedes Jahr machen er und seine Frau mit. Der Bürgerverein gibt den Termin bekannt, und dann kann es auch schon losgehen. „Es kommen viele Leute auch nur gucken“, erzählt der Klein-Ziethener. Aber am Schluss ist auch einiges weggegangen: Dekoartikel, Gläser, Schmuck, Haushaltswaren und Werkzeuge. „Wir haben heute auch Sachen verkauft, die ich schon fünfmal umsonst ausgepackt hatte.“ Ein ausrangierter Schlafsack, der stand ganz am Ende immer noch auf einem der Tische.

Ein paar Häuser weiter saß Sören Esser hinter seinem Trödeltisch. „Ich habe auch schon viel verkauft“, sagte er mit einem Lächeln. Darunter waren einige Holzwagenräder, eine Reuse oder ein Bohrmaschinenständer. Auch viele Bronze- und Kupferschalen. „Das hat sich richtig gelohnt heute“, so der Verkäufer.

Sören Esser mit seinem 70er-Jahre-Radio. Quelle: Robert Tiesler

Zwar sammelt Sören Esser nicht extra Dinge, die er auf dem Trödelmarkt verkauft, „aber früher war ich ziemlich oft auch auf solchen Märkten unterwegs.“ Noch nicht losgeworden war er am Sonntagnachmittag zum Beispiel die kleinen Glaswürfel, in dem innen zum Beispiel mit LED angeleuchtete Buddha-Figuren zu sehen waren. „Ich fände es auch toll, wenn mein altes Radio weggeht.“ Es ist ein altes westdeutsches Modell aus den 70er-Jahren, darauf kann man, wenn man denn noch welche hat – alte Kassetten abspielen. „Das Teil ist noch von meinem Vater, es lief sicherlich immer in seiner Wohnung.“

Außerdem ist Sören Esser Briefmarkensammler. Da dabei auch vieles doppelt in seinem Eigentum ist, hat er dafür extra Briefmarkenalben angelegt, die er ebenfalls auf dem Trödelmarkt verkaufen wollte. In einem der Alben waren viele Marken beispielsweise noch aus den 1920er-Jahren, im anderen viele aus der alten Bundesrepublik, sehr weit vor der Wende.

Olaf Dittwald nahm ebenfalls am Klein-Ziethener Trödelmarkt teil. Er baute seine Stände auf dem Gelände seiner Scheune auf. „Ein paar Musik-CDs konnte ich schon verkaufen, die sind alle um die 20 Jahre alt“, erzählte er. Nicht losgeworden ist er seine Schwedenlichter. Das sind Teile von Baumstämmen mit vielen zur Mitte führenden Ritzen. In die Mitte kommt Kohleanzünder. „Dann fängt der Stamm von innen an zu brennen.“ Für ihn lief der Tag nicht so zufriedenstellend. „Ich habe heute keine 40 Euro eingenommen“, so Olaf Dittwald.

Ein Helm und einiges mehr. Quelle: Robert Tiesler

Zufriedener wiederum war Brigitte Schneider. Die Vehlefanzerin hatte ihren Stand ebenfalls auf dem Scheunengelände aufgebaut. Ein großes Bild konnte sie ebenso verkaufen wie ein paar Elektroartikel, ein bisschen Schmuck und Geschirr. „Das sind alles so Sachen, die wir zu Hause noch hatten.“ Gern wäre sie auch noch den kleinen Heizkörper losgeworden – und die Schaufensterpuppe. „Die habe ich mal von einer Freundin bekommen“, so Brigitte Schneider weiter. Sie nimmt mit ihrem Mann öfter mal an Trödelmärkten teil.

Von Robert Tiesler

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