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Oberhavel Ein Essen für Bedürftige
Lokales Oberhavel Ein Essen für Bedürftige
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00:19 09.12.2017
Moussa Allchalaf aus Syrien hebt vorsichtig einen Bräter mit Gänsekeulen in den Warmhaltebehälter. Quelle: Enrico Kugler
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Birkenwerder

Lecker duftende, kross gebratene Gänsekeulen bringt Moussa Allchalaf (19) in einem Bräter zum Buffet. Es folgen große Schalen mit Klößen und Kartoffeln, mit Rotkohl, Grünkohl und Soße. Vor den Warmhaltebehältern stellt Petra Naumann, Mitarbeiterin des Restaurants Boddensee in Birkenwerder, kleine Schildchen auf, auf denen die Speisen bezeichnet sind. Denn die meisten der etwa 80 Gäste des Abends sind Asylbewerber aus den Unterkünften in Birkenwerder und Borgsdorf. Die Schildchen helfen ihnen, die Namen zu lesen und besser aussprechen zu können.

Ursula Christians gehörte zu den Helfern des Abends, die die gespendeten Kleidungsstücke für die Gäste heraussuchten. Quelle: Enrico Kugler

Zum vierten Mal fand im Restaurant Boddensee, malerisch gelegen am gleichnamigen See in Birkenwerder, das Wohltätigkeitsessen statt für Menschen mit schmalem Geldbeutel, für die in der Umgebung untergebrachten Flüchtlinge und für behinderte Menschen. Der Willkommensverein Birkenwerder hatte Personen angemeldet, ebenso die Diakonie und der Seniorenverein. Doch auch Privatpersonen aus der Nachbarschaft hatten Menschen angemeldet, denen es nicht so gut geht und die sich über einen solchen vorweihnachtlichen Abend mit Weihnachtsessen freuen würden. Doch auch spontan meldeten sich Oberhaveler, die von der Aktion gelesen hatten. Wie zum Beispiel Michaela Wedekind aus Nassenheide. Sie ist seit 2013 als ehrenamtliche Begleiterin beim ambulanten Hospizdienst Oberhavel tätig und kümmert sich um Menschen, die in ihrer Wohnung Hilfe benötigen. Derzeit begleitet sie gerade den 74-jährigen Bernd Walter und schlug ihm spontan vor, mit ihm zum Boddensee zu fahren. Damit er mal rauskäme und nicht alleine essen müsse. Dieser freute sich und ließ sich den Gänsebraten schmecken. Als Nachtisch gab es Schokoladencreme vom Restaurant, sowie Stollen, gespendet von Bäcker Plentz. Gespendet worden waren zudem Mandarinen, Apfelsinen und Apfel von einem Händler aus Birkenwerder.

Sie servierten und begrüßten die Gäste: Restaurant-Geschäftsführer Andreas Heinze (l.), Gemeindevertreter Peter Ohme und Bürgermeister Stephan Zimniok (r.). Quelle: Enrico Kugler

Bürgermeister Stephan Zimniok begrüßte die Gäste und ließ seine Worte von einem schon gut Deutsch sprechenden jungen Mann aus Syrien übersetzen. Er dankte dem Ausrichter des Wohltätigkeitsessens, Boddensee-Restaurant-Inhaber Henrik Lehmann, Geschäftsführer Andreas Heinze sowie dem gesamten Team des Restaurants, die alle Räume festlich eingedeckt und das Essen vorbereitet hatten. Sein Dank ging auch an die vielen Helfer des Abends, die sich um die Gäste kümmerten und die an den Tischen mit Kleiderspenden das Passende für die jeweils Suchenden herausfischten.

Für Menschen mit schmalem Geldbeutel, für Flüchtlinge und für Behinderte hatte das Team des Restaurants Boddensee in Birkenwerder am Dienstag (5. Dezember) bereits zum vierten Mal ein Wohltätigkeitsessen mit Gänsebraten veranstaltet. Viele Einwohner hatten zudem Kleidung gespendet. Helfer aus dem Ort standen beim Heraussuchen und Anprobieren zur Seite.

Kleidung hatten viele Einheimische gespendet. So zum Beispiel Alexandra Pioch und ihr 20-jähriger Sohn aus Bergfelde. „Ich finde es großartig, dass so etwas stattfindet. Ich finde, jeder von uns kann etwas abgeben, Sachen oder Zeit“, sagt Alexandra Pioch. Ihr Sohn ergänzt: „Ich finde es schön, Leuten zu helfen, die weniger haben.“ Mit umgebundener Servierschürze half Ulf Webel aus Berlin beim Hereintragen der Speisen. Der selbstständige Kaufmann hatte zu Beginn des Jahres drei Monate ein Praktikum bei der Gemeindepädagogin von Birkenwerder Annegret Ortelt, absolviert. Einfach so, weil er so etwas mal machen wollte, erklärte er und fügte hinzu: „In der Zeit schloss ich viele Freundschaften, die bis heute bestehen. Ich helfe jetzt in der Weihnachtszeit bei Krippenspielen und Gottesdiensten und natürlich auch hier bei diesem Abend.“

Von den 120 angemeldeten bedürftigen Menschen waren leider nur etwa 80 in das Restaurant Boddensee gekommen. Das bedauerten am Dienstagabend sowohl die vielen Helfer als auch das Küchenteam. Schließlich war für 120 Personen gekocht worden.

Von Marion Bergsdorf

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