Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Ein Experimentallabor der Bildung
Lokales Oberhavel Ein Experimentallabor der Bildung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:41 17.06.2016
Thema „reich & schön“. Ihren Abiball feiern die Mühlenbecker am 25. Juni in Berlin-Tegel. Quelle: Privat
Anzeige
Mühlenbeck

Schulleiterin Kathrin Haase ist der Stolz anzumerken: In diesem Jahr verlässt der erste Abiturjahrgang die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck, der dort als 7. Jahrgangsstufe „eingeschult“ worden war. Insgesamt 125 Jungen und Mädchen waren im Jahr 2009 in fünf Zügen auf die neu gegründete Gesamtschule gekommen. Lediglich 19 hatten eine Empfehlung fürs Abitur. Und doch hatten jetzt 30 die Berechtigung erhalten, die Hochschulreife zu erwerben. 27 von ihnen haben es am Ende auch geschafft. Zwei schließen mit der Fachoberschulreife ab, einer nimmt im nächsten Jahr erneut Anlauf.

Zu denen, die es geschafft haben, gehören Florian Herzog und Pascal Eichmann. Beide sind von Anfang an mit dabei. Gemeinsam wollen sie spätestens zum Jahresende eine gemeinsame Work-und-Travel-Tour nach Australien unternehmen. Ihren letzten Schultag hatten sie am 6. April. Seitdem wird gearbeitet, um das Flugticket und das Startkapital zusammenzusparen. Ihre Schulzeit behalten sie in guter Erinnerung – auch wenn nicht alle Lehrer so spaßig waren wie Jirka Picklars (Deutsch, Geschichte). Der Unterricht habe am Ende vielfach aus angeregten Diskussionen bestanden.

Auf Leistungen geschaut – und Erziehungsarbeit geleistet

Tatsächlich hätten die Schüler den Unterricht vielfach als experimentell empfunden, gibt Kathrin Haase zu. Das habe daran gelegen, dass mit jedem neuen Jahrgang auch neue, zumeist junge Lehrer hinzukamen. 74 Sind es derzeit. Die aktuelle Schülerzahl: 860. Ständig habe man sich viele Gedanken gemacht, um die Schützlinge erfolgreich zum Abschluss zu führen. Spezielle Lehrpläne seien erstellt worden. „Das musste alles neu entwickelt werden“, sagt Kathrin Haase. Sie habe ein sehr engagiertes Team, lobt die Rektorin: „Alles war neu, das war aber auch eine Riesenchance.“ Man habe auf die Leistungen geschaut – und Erziehungsarbeit geleistet.

Der Abi-Jahrgangsstufe habe sich gern mit Versuchskaninchen verglichen, sagt Florian Herzog. Ein Abschluss-Motto habe darauf angespielt: „Das Niveau hoppelt davon.“ Dennoch schätzt er den Umgang. Lehrer seien Respektspersonen, aber man habe „auch mal locker reden können“. Und wenn es eine schlechte Note auszubügeln galt, dann sei mit Vorträgen und Sonderaufgaben die Möglichkeit dazu gegeben worden. Während bei vorangegangenen Klausuren ein Rasenmäher oder Siebtklässler die Ruhe störten, sei bei der schriftlichen Abi-Prüfung nichts dergleichen passiert. Dafür sei auch extra der beste Raum, der Computerraum leer geräumt worden, sagt Kathrin Haase.

Beste Absolventin hat einen Durchschnitt von 1,5

Beste Absolventin wurde übrigens Katja Nieradt aus Hohen Neuendorf mit einem Durchschnitt von 1,5. Sie war vom Marie-Curie-Gymnasium herübergewechselt, um ein Jahr länger Zeit fürs Abi zu haben.

Während Florian die Fächer Deutsch und Geschichte auf Lehramt studieren möchte, will sein Kumpel Pascal die Monate in Australien erst mal zur Orientierung nutzen. Er könnte sich allerdings eine Zukunft als Immobilienmakler vorstellen.

In der Themenwoche ging es nicht nur „verschlafen“ zu in Mühlenbeck. Quelle: Privat

Von Helge Treichel

Verlässliche Sicherheit gibt es im Internet nicht. Diese klare Botschaft vermittelt Denny Speckhahn vom Landeskriminalamt. Er leitet die Ermittlungsabteilung für Cyberkriminalität und stellte die Erkenntnisse seiner Arbeit auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam im Oranienburger IHK-Regionalcenter vor. Ein anschaulicher und alarmierender Vortrag.

17.06.2016
Oberhavel Verkehrsüberwachung in Birkenwerder - Statistische Daten aus einer grauen Box

Seit einigen Wochen wird auf der Hauptstraße in Birkenwerder (B 96) der Verkehrsfluss erfasst. Ein unschienbares graues Kästchen erfasst Anzahl, Tempo und Größe der Fahrzeuge. Mehrere Straßen unterschiedlicher Bedeutung standen bereits im Fokus der allgemeinen und anonymen Messungen seitens der Kommune. Und es sollen weitere folgen.

17.06.2016
Oberhavel Stadtempfang in Hohen Neuendorf - Fünf Einwohner für Engagement geehrt

Fünf Frauen und Männer aus Hohen Neuendorf sind am Donnerstagabend beim Stadtempfang für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Den Preis mit der Urkunde erhielten Marian Przybilla, Margarete Fieting, Susanne Mosch, Viktor Makowski und Gertraud Mohr.

17.06.2016
Anzeige