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Oberhavel Ein Fahrstuhl für das Stadtklubhaus
Lokales Oberhavel Ein Fahrstuhl für das Stadtklubhaus
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18:42 18.10.2017
Das Klubhaus bekommt einen Fahrstuhl links neben dem Haupteingang. Quelle: Foto:Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Im vergangenen Jahr wurde das Gemäuer des Stadtklubhauses aufwendig trockengelegt, nun soll der nächste Schritt der Modernisierung folgen. Ein Fahrstuhl soll an das altehrwürdige Haus gebaut werden, damit künftig auch die obere Etage für Menschen mit Gehbehinderung oder Rollatoren zu erreichen ist. Dafür gaben die Mitglieder des Hennigsdorfer Hauptausschusses nun grünes Licht. Der Fahrstuhl soll an der Außenfassade, neben dem Haupteingang, etwa im Bereich des Treppenaufgangs angebaut werden. Mit dieser Variante werde nur geringfügig in die bestehende Bausubstanz eingegriffen, was auch die Baukosten vergleichsweise niedrig hält. Rund 175 000 Euro hat die Verwaltung für die Baumaßnahme eingeplant.

Der Fahrstuhl soll nach den Planungsunterlagen eine Konstruktion aus Stahl und Glas werden und sich so optisch am Eingangsbereich der HWB nebenan orientieren. Im Erdgeschoss sollen Nutzer des Fahrstuhls den erweiterten Eingangsbereich, das sogenannte Vestibül, erreichen können, das wiederum selbst mit Zugangsrampen barrierefrei ist. Dazu wird das Büro im Erdgeschoss neben dem Treppenaufgang umgebaut und verkleinert, so soll ein direkter Zugang zum Fahrstuhl an der Außenfassade mit der neuen Eingangstür geschaffen werden. Im Obergeschoss, dem Ziel des Fahrstuhls, wird durch eine neue Eingangstür in der Außenwand ein Zugang gebaut. Er soll sich laut Verwaltung im Flurbereich neben dem Treppenaufgang befinden. Bis Ende Dezember sollen nun alle Leistungen für das Projekt ausgeschrieben werden, dann folgen Rohbau im April 2018 und Anbau des Fahrstuhls im Mai 2018. Fertig sein soll die neue Aufzugsanlage dann im Juni kommenden Jahres.

Dass eine nachträgliche Nachrüstung überhaupt nötig ist, liegt schlicht am Alter des Hauses. 1954 wurde das Klubhaus eröffnet, Barrierefreiheit war damals noch kein großes Thema. Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Jörg Rühle, begrüßt das Bauvorhaben ausdrücklich, er war auch an der Planung beteiligt. Auch Ronny Heinrich, Leiter der Musikschule, findet den Anbau gut. Er sei in einem öffentlichen Gebäude längst überfällig. „Wir haben zwei, drei Leute mit körperlichen Einschränkungen. Sie müssen sich nun bald nicht mehr die Treppe hochquälen.“

Es dürfte allerdings wieder etwas lauter werden: Über den kompletten Sommer 2016 waren bereits Arbeiter angerückt, um das Mauerwerk trockenzulegen. Der Putz bröckelte von der Mauer, im ganzen Stadtklubhaus gab es feuchte Stellen. Selbst im großen Veranstaltungssaal des Hauses stieg die Nässe an den Wänden hoch. Rund 900 000 Euro haben die Trockenlegungsarbeiten damals gekostet. Mit dem neuen Fahrstuhl scheint das Haus nun gerüstet für die Zukunft.

Von Marco Paetzel

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