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Ein Gefühl für Gransee bekommen

Zukunftsstadt 2030 Ein Gefühl für Gransee bekommen

Studenten der Universität Cottbus begleiten den Zukunftsprozess „2030“ in Gransee. Am Freitag besuchten die angehenden Stadt- und Raumplaner den Norden Oberhavels, führten Interviews und überraschten mit ersten Ideen.

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Exkursion: die Studenten schwärmten am Freitag in die Stadt und die Amtsgemeinden aus.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Eine Schülerwerkstatt im Stadtladen, ein Nachbarschaftsbus oder eine Zukunftswerkstatt mit den Asylbewerbern – mit vielen Fragen, aber auch ersten Ideen sind Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus am Freitag zum ersten „Auswärts-Seminar“ in Gransee angetreten. Die angehenden Stadtplaner begleiten in verschiedenen Arbeitsgruppen den Prozess der „Zukunftsstadt 2030“. Nach einer Auftaktveranstaltung am Dienstag dieser Woche anhand des Insek-Konzeptes und einer Einführung durch Miller Stevens, Leiter des Lehrstuhls, schwärmten die Masterstudenten am Freitag zu Interviews mit Ortsbürgermeistern und Anschauungsunterricht in die Amtsgemeinden aus. „Wir wollen ein Gefühl für Gransee und die Umgebung bekommen“, erklärte Miller. Die Studenten hätten zwar Zugriff auf Landkarten, Raumpläne und Luftbilder – „aber um zu begreifen, wo man ist, muss man schon einmal am Ufer des Stechlinsees oder in der Granseer Marienkirche gestanden haben“, so der Professor.

„Wir sind nicht mehr ganz Speckgürtel, aber auch nicht so weit weg wie die Uckermark oder große Teile Mecklenburgs“, versuchte Fachbereichsleiter Manfred Richter von der Amtsverwaltung die Lage und Situation zu präzisieren. Die vielen weißen Flächen rund um den kleinen schwarzen Punkt, der auf einer Karte Gransee verortet, seien Ausdruck für die dünne Besiedlung im Norden Brandenburgs. „Zu den größten Herausforderungen gehört es, die Infrastruktur im ländlichen Raum zu erhalten. Jedes Dorf möchte natürlich eine Straße", so Richter. Entgegen aller Prognosen und entgegen aller Erwartungen erlebe Gransee seit einigen Jahren Zuzug. Zugleich seien die Bodenpreise wieder angezogen. Ein völlig neues Thema für die Region sei Migration, sagte Richter. „Oh Gott“, entfährt es einer Studentin, als sie hört, dass es in den Dörfern um Gransee keinen Einkaufsladen, dafür aber einen „rollenden Konsum“ gibt. Dass die Studenten sich mit Gransee beschäftigt haben, wurde in der Fragerunde deutlich: Welche Maßnahmen aus dem Einzelhandelskonzept wurden umgesetzt, wieweit ist das Entwicklungskonzept der Gemeinde Stechlin, wie geht die Stadt mit Leerstand um und welche Pläne gibt es, die Wasserqualität des Geronsees zu verbessern?

Bis Dezember wollen die Studenten diesen und anderen Fragen nachgehen und die Zukunftsstadt „vermessen“. Der Analyse soll im Januar eine Konzeption folgen, in der die Studenten ihre Ideen zur Entwicklung Gransees zusammentragen. Für die Mehrheit der 30 Gäste ist die historische Altstadt ein unbekanntes Pflaster – für Paul Hoffmann ist es Heimat. Der Student stammt aus Schulzenhof in der Gemeinde Stechlin.

Von Cindy Lüderitz

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