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Oberhavel Ein Grund für Freudensprünge
Lokales Oberhavel Ein Grund für Freudensprünge
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15:27 03.03.2016
Freudensprünge können die Kinder schon mal machen, bald wird der Spielplatz umgebaut. Quelle: Robert Roeske
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Hammer

Einige Wände der Kita in der Liebenthaler Straße in Hammer sind feucht. So ganz überraschend ist diese Nachricht sicherlich für die Hammeraner nicht. Denn die heutige Kita war die frühere Mühle des Ortes. Das Mühlrad wurde offenbar durch die Verbindung zwischen Kuhpanzsee und Wutzsee betrieben. Von der Mühle ist heute nichts mehr zu sehen, doch der Mühlbach plätschert nach wie vor an der Südseite des Hauses vorbei. Und dürfte damit für die Feuchtigkeit verantwortlich sein.

Die Stadt Liebenwalde möchte der Sache jedenfalls auf den Grund gehen und gab ein Gutachten in Auftrag. Andreas Kistenmacher vom Büro für Architektur- und Ingenieurleistungen aus Wandlitz untersuchte Raum für Raum und führte Feuchtigkeitsmessungen am Mauerwerk durch.

Die Kita-Räume liegen im Erdgeschoss des Hauses. Im ausgebauten Dachgeschoss befinden sich zwei Wohnungen. Das Gebäude ist nur teilweise unterkellert.

Die Schäden am Haus sind sogar augenscheinlich. Außen löst sich der Putz von der Fassade. Das Mauerwerk ist zwar leicht durchfeuchtet, aber die Feuchtigkeit steigt nicht auf. Unter den Fensterbänken und an den Putzschäden sind die Werte etwas höher. Der Anstrich der Fassade verhindert offenbar, dass Feuchtigkeit nach außen abgegeben werden kann.

Die Wandverkleidungen und Anstriche im Haus wirken sich ungünstig auf das Raumklima aus. Quelle: Robert Roeske

Innen zeigen sich besonders in den Ecken feuchte Stellen. Wegen der Wandverkleidung und der Wandbeschichtungen gibt es kaum einen Feuchteaustausch zwischen Wand und Raumluft. Weil neue, dichte Fenster eingebaut wurden, obwohl das Gebäude sonst ungedämmt ist, bildet sich auch noch Kondensat auf den Wänden.

Die Empfehlungen von Andreas Kistenmacher sehen unter anderem so aus. Die Anstriche auf dem Außenputz müssen runter. Ein neuer Putz, abgestimmt auf das alte Mauerwerk, macht Sinn. Beim Innenputz könnte ähnlich verfahren werden. Die Räume müssten besser belüftet werden, vielleicht durch nachträgliche Schlitze in den Fenstern.

Die Stadtverordneten haben nun beschlossen, eine Planung für die Sanierung in Auftrag zu geben. Dies wird das Büro von Andreas Kistenmacher übernehmen. Was Bauamtsleiter Hartmut Bein schon jetzt erklären kann, sind einige Umbaumaßnahmen. Der alte Putz kommt runter, wird erneuert und erhält einen fachgerechten Anstrich. Der Vorbau zur Kita, der praktisch keine Funktion erfüllt, wird abgerissen. Die Fenster in den beiden rechten Gruppenräumen werden bis nach unten gesetzt. Im Inneren werden einige Wände abgerissen, andere neu hochgezogen, so dass das jetzige Büro verlegt und ein Gruppenraum dadurch größer wird. „Eine Baugenehmigung brauchen wir dafür nicht“, sagt Bauamtsleiter Hartmut Bein. Die Zeitschiene für die Sanierung ist schon recht konkret. Mitte März bis Mitte April erfolgen die Ausschreibungen. Die Auftragsvergabe soll am 30. Juni erfolgen. Am ersten August könnte der Bau starten. Zehn Wochen später soll alles fertig sein. Die Baukosten sind mit 280 000 Euro veranschlagt. „Die Kinder können wir solange in anderen Einrichtungen unterbringen“, meint Hartmut Bein. Im Dachgeschoss ist eine der beiden Wohnungen leer gezogen. Sie wird gleich mit saniert.

Und worauf sich die Kinder bestimmt freuen: ihr Spielplatz wird neu gestaltet. Eine Rundrollerbahn dürfte das neue Highlight für die Kita- und Hortkinder werden. Im inneren Rondel der Bahn finden ein Sandkasten mit Sonnensegel, ein Wipptier, eine Nestschaukel und Sitzbalken Platz. Die vorhandenen Klettergerüste, das Spielhaus und die Wippe bleiben am alten Platz. Nur noch viel grüner und schöner wird der Kita-Spielplatz. Hinter dem Kita-Gebäude wird außerdem ein neues Nebengebäude für Spiel- und andere Geräte gebaut. Noch wartet Marion Michalski vom Bauamt aber auf die Fördermittel für das Projekt, das insgesamt 80 000 Euro kosten soll. Auch die Spielplätze der Grundschule und des Hortes in Liebenwalde werden neu gestaltet.

Von Andrea Kathert

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