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Oberhavel Ein Hoch auf die neue Pusteblume
Lokales Oberhavel Ein Hoch auf die neue Pusteblume
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15:46 27.07.2018
Anstoßen mit „Gänsewein“: Kinder mit der Kitaleiterin (l.) und den Erzieherinnen Christine Brandl (r.) und Mandchaj Wisotzki.
Germendorf

„Neues Spielzeug, viel Platz zum Spielen, täglich Abenteuer, Feste, einen Kunst- und Werkraum und nette Erzieher“ – die Kinder hatten viele Wünsche. Und mit jedem wurde die Wunsch-Pusteblume fülliger, denn jeder steckte ein selbstgebasteltes Samenkorn am Schirmchen in die Steckmasse und ließ so die Pusteblume immer runder werden. Dabei dürften die meisten Wünsche der Germendorfer Kinder schon ab Mittwoch in Erfüllung gehen, wenn am 1. August Einzug ist ins neue Haus. Am Freitagvormittag wurde die offizielle Eröffnung gefeiert.

Dabei kam eine große Schar von Gratulanten. Genau ein Jahr nach der offiziellen Grundsteinlegung am 27. Juli 2017 wurde der Neubau eingeweiht. Die Stadt Oranienburg hatte sich wegen des enormen Zuzugs und der vielen Kinder, die einen Kitaplatz brauchen, dafür entschieden, den Bau an einen freien Träger zu vergeben. Die Nordbrandenburger Johanniter bewarben sich und bauten einen schmucken Neubau für 125 Mädchen und Jungen, davon 40 Kinder im Krippenalter. Kostenpunkt zum Schluss: Drei Millionen Euro. Auch der Bauherr hatte mit rasant steigenden Baukosten zu kämpfen.

Wie der Neubau wuchs, das konnten die Knipse von der alten Kita nebenan hautnah verfolgen. Baggerfahrer, Maurer, Rohrleger, Bauleiter, Architekten – vieler Hände, Köpfe und Gewerke bedarf es, bis solch ein Haus steht, erklärte Dietrich v. Buch, Vorstandsmitglied des Regionalverbandes Nordbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, der nun neun Kitas in Berlin und Brandenburg betreibt, in Oberhavel ist es die erste. Immer wieder hatten die Kinder sich die Baustelle angesehen und sich gestern mit einem Lied von der „Pi-Pa-Pusteblume“ bedankt.

16 Erzieher, ein Hausmeister und zwei Servicekräfte umsorgen ab Mittwoch die Jüngsten. Die Stadt begrüße den Neubau mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos). Zum einen sei eine „tolle Kita in kurzer Zeit“ gebaut worden, die Entlastung bringt, „zum anderen mussten wir auch gute Mitarbeiter ziehen lassen“, die nur bei den Johannitern angestellt sind. Es sei aber wichtig gewesen, sich angesichts des Drucks Hilfe zu holen und „dabei die Kitalandschaft freier Träger zu stärken“, so Laesicke.

Ralf Opitz vom Johannitervorstand bedankte sich bei allen, und überraschte vor allem Frank Loyal aus Berlin. Dem Bauleiter sei es zu verdanken, dass alle Gewerke ineinander griffen und man pünktlich fertig geworden sei.

Und Ortsvorsteher Olaf Bendin hofft, dass „mittelfristig das alte Kitagebäude abgerissen werden kann und die Kinder mehr Spielfläche im Freien bekommen“.

Von Heike Bergt

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