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Ein Jahr Baustelle

Straßenbau in Zehdenick Ein Jahr Baustelle

Zu einer Geduldsprobe könnte sich für die Anwohner der Kampfstraße in Zehdenick das Jahr 2016 entwickeln. Ein Jahr lang werden die Bewohner eine Baustelle vor der Tür haben. Eine der ältesten Straßen der Havelstadt wird für rund eine Million Euro grundhaft ausgebaut.

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Das historische Pflaster in der Kampstraße verschwindet.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Eine Million Euro Baukosten, ein Jahr Bauzeit – das sind Dimensionen zum Ausbau einer der ältesten Straßen in Zehdenick – die Kampstraße. 2016 soll das historische Pflaster verschwinden, um das einige Anwohner gekämpft hatten. Die Straße wird mit einer Asphaltdecke einen völlig neuen Charakter erhalten.

Die Mehrheit der Anlieger hatte auch aus Kostengründen für die moderne Variante des Straßenbelags votiert, und auch die Denkmalbehörde verzichtete darauf, den Zehdenicker den Erhalt des Pflasters aufzuzwingen. Ein Kompromiss ist der Pflasterstreifen aus Katzenköpfen, der gefordert und gebaut wird. Die Herausforderung bei diesem Bauprojekt liegt, das wurde am Dienstag bei einer Anliegerversammlung deutlich, vor allem in der Logistik. Sämtliche Medien sollen im Zuge des Straßenbaus entweder neu verlegt beziehungsweise abschnittsweise saniert werden – Trinkwasser, Regenwasser, Schmutzwasser. Zudem verschwindet die laut Stadtwerkechef Uwe Mietrasch völlig überlastete Freileitung. Gebaut wird in drei Abschnitten. Um die Erreichbarkeit der Gehöfte weitestgehend zu gewährleisten, wird eine Baustraße errichtet, die in die Castrop-Rauxel-Straße mündet. Bei der Anliegerversammlung monierten Bürger, dass sich die Bausumme innerhalb von zwei Jahren, als die Planung erstmals vorgestellt worden war, um knapp 300000 Euro erhöht habe. Nach Angaben der Verwaltung sind bei der Kalkulation nunmehr auch die Baunebenkosten berücksichtigt worden, inklusive der Planungsleistungen. Die tatsächlichen Kosten könnten aber ohnehin erst nach der Submission benannt werden. Im Januar soll das Großprojekt ausgeschrieben werden. Danach könne jedem Bürger vorgerechnet werden, was er zu bezahlen habe, erklärte Fachbereichsleiter Fred Graupmann. Gebaut wird mit Frühlingsbeginn und bis zum Winter desselben Jahres. Auf die Anlieger kommt da einiges zu, weshalb sich Stadtverwaltung und Baupartner schon vorab für die zu erwartenden Einschränkungen entschuldigten.

Historisches Pflaster

Die Kampstraße – Zentrum des früheren Straßendorfes Camp – gilt als eine der ältesten Pflasterstraßen in Zehdenick und als Zeugnis des Straßenbaus der Zeit um 1900. Eine Bürgerinitiative hatte sich auch deshalb für den Erhalt des Kopfsteinpflasters eingesetzt.

Die Mehrheit der Anwohner entschied sich für eine neue Asphaltdecke. Das Denkmalamt verzichtete auf eine Eintragungs als Flächendenkmal.

 

Die Straße, die wohl wie kaum eine andere in der Stadt noch das historische Zehdenick erkennen lässt, endet am Havelufer mit einem Wendehammer, der so groß sein wird, dass ein Müllfahrzeug in drei Zügen wenden kann – eine Vorgabe des Landkreises. Ausgebaut wird die rund 630 Meter lange Straße in einer Breite von 6,50 Meter im ersten sowie 5,55 Meter im hinteren Abschnitt.

Von Cindy Lüderitz

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