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Ein Leben für die Feuerwehr

Velten Ein Leben für die Feuerwehr

Bescheiden, aber doch ein wenig stolz und glücklich nahm Velten Stadtjugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Velten Stefanie Bös für ihre Leistungen den Ehrenamtspreis des Landkreises entgegen. Bös hat vor knapp zehn Jahren die erste Kinderfeuerwehr in Oberhavel ins Leben gerufen.

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veltens Stadtjugendfeuerwehrwartin Stefanie Bös

Quelle: Foto: Stadt velten

Velten. „Andere machen viel mehr, hätten die Auszeichnung genauso verdient wie ich.“ Bescheiden, gerührt, aber doch ein wenig stolz und glücklich ist Stefanie Bös, seit 2002 ehrenamtliche Stadtjugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Velten, über den Ehrenamtspreis, den sie am Dienstag von Landrat Ludger Weskamp entgegen nahm.

Vorgeschlagen für den Preis hatte sie die Stadt Velten, unterstützt von Stadtbrandmeister Heiko Nägel, der mit größter Hochachtung von den Leistungen der aktiven Feuerwehrfrau spricht. Seit 1997 ist die 38-Jährige Teil der Wehr. „Ich bin über Freunde zur Feuerwehr gekommen.“ Neben dem aktiven Dienst half die ausgebildete Rettungsassistentin fortan Jugendwart Thomas Bortz bei der Ausbildung der jungen Nachwuchskräfte in der Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wurde.

Als Bös 2002 den Posten von Bortz übernahm, machte sie sich Gedanken, wie man auch schon die ganz kleinen Kinder für die Feuerwehrarbeit begeistern könnte. „Sportvereine und Musikschulen fangen ja schließlich auch schon so früh an“, so Bös, selber alleinerziehende Mutter zweier Töchter im Grundschulalter. Die Idee des Minilöschzuges war geboren. Eine Idee für die man die Feuerwehr Velten vor zehn Jahren noch belächelt habe, erinnert sich Nägel. Und so wurde 2007 der Minilöschzug Velten als erste Kinderfeuerwehr im Landkreis gegründet. Zur ersten Veranstaltung kamen 30 Kinder, heute hat sich die Gruppe bei 15 Kindern ab drei Jahren eingependelt.

„Es ist toll zu sehen, wie jetzt schon die ersten Kinder aus dem Minilöschzug, über die Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst wechseln“, freut sich Bös. Und betont, dass die nur im Team und beim Minilöschzug nur mit Hilfe der Eltern möglich sei. „Ihnen gebührt der Dank.“ Ein Leben ohne Feuerwehr kann sich die sympathische Hauptbrandmeisterin gar nicht mehr vorstellen, denn auch ihr Hauptberuf ist die Feuerwehr. Stefanie Bös arbeitet seit 2010 bei der Leitstelle in Potsdam, zuvor in Neuruppin. Sie nimmt die Notrufe entgegen, die dort beim Wählen der 112 eingehen. Ein Job der permanente Konzentration erfordert. Auch bei den 24-Stunden-Diensten, die sie zu absolvieren hat.

Trotzdem könne sie sich ein Leben ohne ihr ehreamtliches Engagement für den Feuerwehrnachwuchs in Velten nicht vorstellen. Sie strahlt:„Man bekommt so viel zurück.“ Egal ob bei Lehrgängen oder Ausflügen. Auch ihre Töchter sind stets mit dabei. Sie habe eben eine soziale Ader, so Bös, aber Ihr Ehreamt mache ihr viel Spaß. „Wir machen offene Jugendarbeit, nicht nur Theorie, sondern fördern die Kinder, schulen ihre Achtsamkeit und machen sie teamfähig.“

Von Ulrike Gawande

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