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Ein Leben zwischen Glanz und Elend

Birkenwerder Ein Leben zwischen Glanz und Elend

Für eine Film-Dokumentation, die am 13. Mai auf Arte ausgestrahlt wird, hat eine Prinzessin aus Birkenwerder das Leben ihrer fünffachen Ur-Großtante am Zarenhof erforscht.

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Maria Luise im rbb-Interview.

Quelle: Repro: Helge Treichel

Birkenwerder. Maria Luise von Preußen, Tochter des Birkenwerderaner Pfarrers Philip Kiril von Preußen, begab sich im vergangenen September auf die Spuren ihrer fünffachen Ur-Großtante Charlotte von Preußen, die an ihrem 19. Geburtstag im Jahr 1817 mit dem zukünftigen russischen Zaren vermählt wurde. Für den Film „Glanz und Elend deutscher Zarinnen“, der am Sonnabend, 13. Mai, ab 21.05 Uhr erstmals auf Arte ausgestrahlt wird, interviewte die zu diesem Zeitpunkt noch 19-Jährige mehrere Historiker. Außerdem besichtigte sie den Winterpalast, die Eremitage und andere prunkvolle Wohnorte ihrer berühmten Vorfahrin. Zwei Wochen war sie in Russland und Litauen unterwegs, um in eine Geschichte einzutauchen, die von märchenhaftem Reichtum und höchstem Glück handelt, aber auch von Liebesaffären und Liebeswahn, Verzweiflung, Aufständen, Kriegen, Skandalen und Intrigen.

Dass sie als Potsdamer Lehramtsstudentin (Englisch, Sport, zweites Semester) ein bürgerliches Leben führen kann, dafür ist sie dankbar. „Ich bin sehr froh, rund 200 Jahre später geboren zu sein und mit meiner Familie leben zu können“, sagt sie. Hobbys könne sie sich selber aussuchen, an ihrem Glauben festhalten und „sein wie jeder andere auch“. Die Entdeckungsreise zu ihren Wurzeln hat sie sehr genossen. „Das war, als könnte sie jeden Moment um die Ecke kommen“, sagt sie über die Prinzessin Charlotte, die zur Großfürstin Alexandra wird und über die sie sich mit dem Buch „Die Preußin auf dem Zarenthron“ informiert hatte. Es habe sie beeindruckt, dass sie trotz schwerer Schicksalsschläge wie etwa zwei Totgeburten, eine so freundliche Persönlichkeit blieb. Im Film zitiert Maria aus deren Tagebuch. „Direkt vor Ort zu sein, war total spannend“, sagt sie über die Dreharbeiten.

Von Helge Treichel

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