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Oberhavel Ein Mann, ein Wort
Lokales Oberhavel Ein Mann, ein Wort
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00:18 03.11.2017
Nach jedem Spieltag gibt Ingo Borchert die Spielergebnisse der Tischtennisspieler ins System ein. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Fragt man Ingo Borchert, was er für seinen Verein, die Tischtennisabteilung des SC Oberhavel in Velten leistet, kommt nicht viel. Fragt man aber andere Vereinsmitglieder, welche Bedeutung der Veltener, der am Dienstag seinen 58. Geburtstag gefeiert hat, für den Bereich Tischtennis in der Ofenstadt hat, sprudelt es nur so aus den Sportlern heraus. Fällt ein positives Adjektiv nach dem anderen: Zuverlässig, fair, sportlich, sozial, ausgleichend, fleißig, schnell, pünktlich und vorbildlich. Vor allem sei Ingo Borchert ein Organisationstalent, sind sich alle einig.

Auch an der Tischtennisplatte ist Borchert erfolgreich. Quelle: Ulrike Gawande

Doch Ingo Borchert bleibt bescheiden. Möchte gar nicht so sehr im Vordergrund stehen. Schon als kleiner Junge habe er seine Liebe zum Tischtennis entdeckt, verrät der gebürtige Neuruppiner. Es sei einfach ein toller Sport, begründet er seine Leidenschaft, die für den kleinen weißen Ball nie nachgelassen habe. In den 70er Jahren spielte der gelernte Koch, der mit seiner Frau Margitta – ebenfalls eine ausgebildete Köchin – lange als Objektleiter eines Ferienheims in Großmenow gearbeitet hat, für einen Neuruppiner Verein auf Turnieren. Mehrmals räumte er den Titel des Kreismeisters ab.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn er seit der letzten Saison eine Reihe zurückgetreten ist, sportlich fair Jüngeren das Feld überlassen hat und statt in der Kreisliga nun in der Kreisklasse antritt. Seine letzte Saison schloss er trotzdem mit seiner Mannschaft als Erster der Kreisliga und Pokalsieger ab.

Blumen für die erfolgreichen Sportler Quelle: privat

Dafür gab es jüngst Blumen von der Stadt. Doch auch wenn Borchert nicht mehr ganz oben mitspielt, weniger ehrgeizig ist der Polizist, der für die Polizeidirektion Nord in Neuruppin im Innendienst tätig ist, keineswegs. Denn auch mit der Herrenmannschaft schaffte man jüngst den Aufstieg von der zweiten in die erste Kreisklasse. Ach ja, zusammen mit Daniel Winter wurde Borchert auch noch Kreismeister im Doppel. Wieder ein Erfolg, an den man den zweifachen Vater und Großvater erst einmal wieder erinnern musste. Er stapelt eben immer ein wenig tief, wie viele treue Seelen, für die das Engagement für ihren Verein stets selbstverständlich ist. Etwas, um das man gar nicht so viel Aufhebens machen müsste.

2004: Ingo Borchert (l.) mit Helmut Rolle (r.), dem Gründer der Veltener Tischtennisabteilung Quelle: privat

Selbstverständlich war es für Ingo Borchert auch, als 2009 der damalige Tischtennisabteilungsleiter des SC Oberhavel Helmut Rolle plötzlich bei einem Turnier verstarb, ohne viele Worte die Verantwortung zu übernehmen. „Einer musste das erst einmal machen.“ Doch aus „erst einmal“ sind mittlerweile acht Jahre geworden. Borchert sorgte dafür, dass nach dem Verlust von Rolle als Gründers der Tischtennisabteilung in Velten weiter Tischtennis gespielt werden konnte. Und mittlerweile so viele Mitglieder zur Abteilung gehören, dass an drei Tagen in der Woche die neun grünen Platten in der Ofen-Stadt-Halle aufgeklappt werden. Eine zehnte Platte ist für 2018 in Planung. Auch eine von Borcherts Aufgaben: Die Kommunikation mit der Stadt sowie die Absprachen zur Vergabe der Hallenzeiten, die auch bei anderen Vereinen heiß begehrt sind. Beim SC Oberhavel vertritt er zudem die Interessen der Abteilung. Trotzdem denke er nicht jeden Tag an den Verein, lacht der Polizist, schließlich habe er noch Familie.

Ingo Borchert ist beim Tischtennis in seinem Element. Quelle: Ulrike Gawande

Mit der fährt er gerne in den Urlaub. „Den brauche ich zum Abschalten“, so der 58-Jährige. Abschalten auch vom Verein, zu dem er nach der Wende gekommen ist, als sein alter Verein „Kraftverkehr Velten“ aufgelöst wurde. Schnell übernahm er die Mannschaftsleitung, koordinierte die Spiele und trainierte bis zum vergangenen Jahr den männlichen Nachwuchs. Den er natürlich auch mit dem Auto zu Punktspielen fuhr, Ausflüge unternahm oder bowlen ging. Auch bei der jährlich seit 1992 stattfindenden „Mixed Pickels Woche“ stand Borchert stets seinen Mann, führte Kinder aus allen Nationen an den Ende des 19. Jahrhunderts als Pingpong in England entstandenen Sport mit dem kleinen Zelluloidball heran. „Ich mache das sehr gern, es macht Spaß mit den Kindern ein Turnier zu spielen.“

Vor allem aber ist Borchert ein Mann der flinken Tasten: Nach jedem Spieltag tippt er die Ergebnisse auf der Tischtennisseite

Von Ulrike Gawande

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