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Oberhavel Ein Neubau, der alles verbindet
Lokales Oberhavel Ein Neubau, der alles verbindet
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17:56 27.02.2017
Der Verbindungsbau soll bei laufendem Betrieb gebaut werden, wobei Raumprovisorien lediglich zu Lagerzwecken geplant sind. Quelle: IBUS Architekten
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Hohen Neuendorf

Die Waldgrundschule bekommt ein lange ersehntes neues Hortgebäude. Das komplett überarbeitete Planungskonzept des Berliner Büros IBUS Architekten bestätigten die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich bei drei Gegenstimmen. Der Bau- und der Sozialausschuss hatten die Pläne zuvor einstimmig empfohlen – obwohl die veranschlagten Kosten um rund die Hälfte auf 7,65 Millionen Euro steigen. Dafür jedoch werden die bislang zwei Hortstandorte nun sehr zur Zufriedenheit von Leiterin An­drea Thielicke zusammengeführt.

Nachdem neben der Bauverwaltung auch die Hort- und Schulleitung in Analysen und Vorgespräche einbezogen wurden, hatte Ibus-Planer Ingo Lütkemeyer die Frage gestellt, das Thema „noch einmal neu denken“ zu dürfen. Denn ursprünglich lautete der Auftrag, zehn Hortgruppen mit je 25 Kindern unterzubringen. Angesichts des stetigen Bevölkerungszuwachses in Hohen Neuendorf soll die Kapazität nun jedoch auf 15 Gruppen mit insgesamt 350 Kindern ausgelegt sein.

Der geplante Neubau aus Sicht der Waldstraße. Quelle: IBUS Architekten

Der Professor und sein Team schlagen vor, die beiden bestehenden Baukörper der Grundschule mit einem Verbindungsbau auf der Waldstraßen-Seite zu einem Baukörper zusammenzufassen. Die Horträume sollen dann überwiegend im zweigeschossigen Gebäude untergebracht sein – zusätzliche Horträume im neuen Verbinder. Die im Bestandsgebäude jetzt noch benötigten Schulräume würden dann dort entfallen und stattdessen ebenfalls im Neubau untergebracht. Neben den Hort- und Schulräumen sollen in dem Verbindungsbau auch eine gemeinsame Mensa und Lehrküche sowie die Schulbibliothek eingerichtet werden. Zudem werden die Freiflächen neu geordnet. An der Waldstraße soll eine klare Eingangssituation geschaffen werden. Grundanliegen ist es, einen vierzügigen Betrieb in der Waldgrundschule zu sichern und eine Doppelnutzung von Räumen durch Hort und Schule künftig zu vermeiden – ebenso eine Verteilung der Hortplätze auf mehrere Standorte. Dadurch wiederum würden in der Kita 60 bis 70 Plätze für Kinder im Alter bis sechs Jahren frei.

Die Grundschule zählt rund 600  Mädchen und Jungen. Auf jede Klassen entfallen durchschnittlich 25 Kinder. Eine Hortkapazität von 350 Kindern hält Sozialfachbereichsleiter Sebastian Kullack für angemessen. Diese Zahl werde zum Schuljahresbeginn jeweils erreicht oder leicht überschritten, sagte Kita-Leiterin Andrea Thielicke. Derzeit würden 330 Kinder bei Kids & Co. betreut.

Das Bauantragsverfahren soll in diesem Jahr abgearbeitet werden, sodass 2018 der Baubeginn sein könnte, erläuterte Bauamtsleiter Michael Oleck. Die Fertigstellung sei für Ende 2019 anvisiert.

Von Helge Treichel

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