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Ein Ort für Vordenker

Hennigsdorf Ein Ort für Vordenker

Das Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium öffnete am Freitag seine Türen für interessierte Schüler, die nach der Grundschule eine weiterführende Schule suchen. Es wird aller Voraussicht nach wieder vier neue siebte Klassen geben. „Wir haben bislang kaum jemanden abweisen müssen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt“, so Schulleiter Uwe Mirau.

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Die Methan-Mamba präsentierten Mourice, Lena, Jasmin und Victoria (v.l.) aus der 11. Klasse im Chemiekabinett.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Hennigsdorf. Raum 300 ist proppevoll, die Besucher drängen sich an den Unterrichtstischen. Vorne lässt ein Schüler ein blasiges Gemisch aus Spülmittel, Glycerin und Erdgas in Flammen aufgehen. Das Experiment, „Methan-Mamba“ genannt, lässt die Besucher mit offenen Mündern zurück. Ein paar Meter weiter läuft Emily Schumann mit ihrer Mutter Nadine durch die Flure des Puschkin-Gymnasiums, den „Tag der offenen Tür“ an diesem Freitag mit Experimenten, Vorführungen, Ausstellungen&Co. aller Fachbereiche findet das Mädchen beeindruckend.

Ganz fremd ist Emily hier auch nicht. Im November hat die Sechstklässlerin der Bötzower Grundschule schon am Probeunterricht teilgenommen und klingt überzeugt von der Schule. „Die Lehrer sind gut. Und der Unterricht hat richtig Spaß gemacht“, sagt die Elfjährige. In den kommenden Wochen will sie sich auch noch die Gymnasien in Velten und Oranienburg anschauen. Aber wenn es mit Hennigsdorf klappen würde, wäre das Mädchen wohl nicht unglücklich.

Gute Karten hat sie auf jeden Fall. „Wir haben bislang kaum jemanden abweisen müssen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt“, erklärt Schulleiter Uwe Mirau. Die Grundschüler dürfen aber in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch nur eine Notensumme von maximal 7 haben. Das heißt etwa, zwei Dreien und eine Zwei wären schon zu wenig. Zudem müssen die Grundschullehrer die Empfehlung für den Wechsel aufs Gymnasium aussprechen.

Uwe Mirau hofft, dass es im neuen Schuljahr wieder vier neue siebte Klassen mit jeweils 25 Schülern geben wird, darüber müsse aber der Kreistag noch entscheiden. „Das ist jedes Jahr so, weil wir eigentlich dreizügig sind“, so Mirau. Stolz ist er auf das gute Verhältnis von Schülern, Lehrern und Eltern. Zudem sei das Gymnasium das einzige im Kreis, das Biologie, Physik und Chemie als Leistungskurse biete.

Sehen lassen können sich auch die AGs der Schule. Die Resultate sind beeindruckend. Im Jahr 2013 belegten die damaligen Zwölftklässler Irina Rogge, Alexander Kastius und Florian Rogge mit einer Mini-Solarzelle, die mit Titandioxid, Graphit, Elektrolyt und Rotkohlsaft präpariert war, beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht” im Fachgebiet „Physik” den ersten Platz.

Und auch aktuell suchen Schüler in der AG „Jugend forscht“ unter anderem Antworten auf die Fragen, wie man alte Tagebaue nutzen, den S-Bahn-Verkehr neu organisieren oder Energie in Tunnelsystemen gewinnen kann. Der jüngste Erfolg: Die Zwölftklässler Julia Nerusch, Patrick Huth und Alexander Meyer haben im Herbst den Innovationsförderpreis des Landkreises bekommen, mit 2000 Euro dotiert, für die Entwicklung eines haltbaren Waschmittels aus Efeublättern. Diese Erfolge zeigen: Das Puschkin-Gymnasium ist durchaus auch ein Ort für Vordenker.

Von Marco Paetzel

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