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Oberhavel Ein Ort im Zirkusfieber
Lokales Oberhavel Ein Ort im Zirkusfieber
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18:35 02.11.2016
Schon fast ohne Hilfe balancieren die Mädchen auf dem Drahtseil. Und das am zweiten Probentag. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Friedrichsthal ist im Zirkusfieber. Schon wer in den Ort reinkommt, kann das erste große Plakat nicht übersehen. Und nicht zu übersehen ist auch das große rote Zirkuszelt auf dem Dorfanger. Der Projektcircus André Sperlich hat in Friedrichsthal halt gemacht und im Handumdrehen 135 Grundschüler und 20 Kita-Kinder „infiziert“. In der Manege im Zirkuszelt herrscht am Mittwoch ein buntes Treiben. Gleich am Eingang proben die kleinen Seiltänzerinnen, auf dem Drahtseil nicht die Balance zu verlieren. Die Zirkusmitarbeiter von André Sperlich wissen genau, wie sie die Kinder anleiten müssen. „So, und jetzt auf Drei“ und schon gelingt der erste kleine Sprung auf dem Seil. „Und jetzt dem Publikum winken und verbeugen!“ Auch das will alles gelernt sein. Ordentlich zu den Gästen schauen, einmal nach links, einmal nach rechts.

Und immer zum Publikum lächeln. Quelle: Enrico Kugler

Den Friedrichsthaler Kindern fällt es noch schwer, sich alle Abläufe zu merken. Aber es ist ja auch erst der zweite Probentag.

In der Manege veranstalten gerade junge Piraten einen Höllenlärm mit ihrem bedrohlichen Schlachtruf und den klirrenden Säbeln. Nur drei Meter weiter zerplatzt gerade ein Luftballon. „Ach, das gehört zur Nummer“, sagt Adelheid Görke ganz entspannt. Die ehemalige Lehrerin gehört zu den vielen Helfern, die die gemischten Schülergruppen bei ihren Proben begleiten. „So der nächste“, sagt Adelheid Görke und hält ein seidenglänzendes Oberteil in die Höhe. „Heute werden die Kostüme verteilt.“ In der Manege sind die Piraten verschwunden, dafür hängen nun kleine Mädchen am Trapez, mehrere Meter über dem Boden, und üben verschiedene Figuren. Noch sieht vieles ein wenig wuselig aus, was sich im Zirkuszelt abspielt. Aber die Kinder sind mit großem Eifer dabei, geben sich richtig Mühe. Das müssen sie auch, denn die erste Vorstellung, in der sie als kleine Zirkusleute auftreten, ist schon am Donnerstag um 17 Uhr.

Direkt neben der Kirche steht auf dem Dorfplatz das Zirkuszelt, das sich zu allen Vorstellungen füllen soll. Quelle: Enrico Kugler

Übrigens wird nicht nur im Zirkuszelt auf dem Dorfplatz geübt. Auf dem Schulhof im Freien trainieren die Feuerschlucker. Und in der Turnhalle am Sportplatz fliegen Ringe in die Luft, Hulahuppreifen schwingen um die Hüften und Lassos werden geschwungen – in der Turnhalle sind die Akrobaten und Jongleure zugange.

Das Zirkusprojekt ist ein Höhepunkt der Grundschule im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten von Oranienburg. Um so mehr hoffen die Kinder und Lehrer, dass die Plätze zu jeder Vorstellung ausgebucht sind.

Vorstellungen in Friedrichsthal

Der Projektcircus André Sperlich reist durch die Lande und führt an Schulen Projektwochen durch. Die Kinder üben Akrobatik, Seiltanz, Jonglieren, Feuerspucken, Zaubern und vieles mehr und zeigen ihr Erlerntes in mehreren Zirkusvorführungen.

In Friedrichsthal beteiligen sich in dieser Woche sämtliche 135 Grundschüler und die älteste Kita-Gruppe mit 20 Kindern.

Die kleinen Artisten laden alle Eltern, Großeltern und alle, die Zirkus mögen, zu ihren Vorstellungen auf dem Dorfplatz ein: Donnerstag und Freitag um 17 Uhr, sowie am Sonnabend, 5. November, um 10 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet zehn Euro, für Kinder drei Euro.

In der Woche vom 7. bis 11. November ist der Projektcircus zu Gast in der Ahorngrundschule in Bergfelde.

Von Andrea Kathert

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