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Oberhavel Ein Osteopath zum Wohle der Pferde
Lokales Oberhavel Ein Osteopath zum Wohle der Pferde
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00:16 02.05.2017
Ingo Schumann mit dem Mecklenburger Hengst Lord Sinclairs Lasini. Quelle: Ulrike Gawande
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Hohenbruch

Als Kind hätte er gerne einen Zoo gehabt, verrät Ingo Schumann aus Großenbrode an der Ostsee, den die Liebe zu seiner Frau Katja 2016 nach Oranienburg verschlagen hat. Dort will er nun als Osteopath Fuß fassen. Doch nicht für Menschen, wie man es sich bei ihm als ausgebildeten Physiotherapeuten denken würde, sondern für Pferde. Seiner ewigen Liebe, wie er mit einem zarten Lächeln erzählt.

„Die Physiotherapie am Menschen hat mich nicht mehr erfüllt. Ich war auf der Suche nach Alternativen zur westlichen Medizin, die oft nicht über den Tellerrand guckt. Die chinesische Medizin aber ist unendlich, hat die Funktionen des Körpers im Blick und wird vorbeugend eingesetzt.“ Und mit Tieren sei er schon groß geworden, so Schumann, der sich auch für den Verein Pferdeklappe engagiert: Seine Oma hielt Gänse, er hatte Hunde, Katzen, Kaninchen und ein Pony. „Tiere sind meine Berufung“, so der 40-Jährige, der mit seiner 27-jährigen Frau zwei Pferde auf dem Pferdehof Wall in Hohenbruch hält. Außerdem haben sie zwei Hunde und zwei Katzen.

„Eigentlich wollte ich Tiermedizin studieren, aber ich bin während der Schulzeit lieber surfen gegangen“, gibt Ingo Schumann ehrlich zu. Auch heute noch ist Wakeboarden Ausgleich zum Beruf. Umso ehrgeiziger ist der Fachmann heute. Die Kaufsumme eines Mittelklassewagens hat er bereits in seine Aus- und Weiterbildungen investiert. Beim Deutschen Institut für Pferdeosteopathie in Dülmen hat er 2004 eine zweijährige Ausbildung absolviert. „Das war auf einem hohen Level, da nur Tierärzte, Ärzte und Physiotherapeuten dort weitergebildet werden“, erklärt Schumann mit Hinweis darauf, dass die Berufsbezeichnung Pferdeosteophat leider nicht geschützt sei, und sich so viele schwarze Schafe auf dem Markt tummeln würden.

Aber wie sieht sein Berufsalltag aus? „Ich werde von Freizeit-, Turniersportreitern oder Pferdehaltern gerufen, wenn ihr Tier lahmt, sich nicht beugt, kürzertritt oder sich wie ein Brett bewegt“, so Schumann, dessen Kundenkreis sich über ganz Deutschland bis ins nahe Ausland erstreckt. Nach kurzen Erklärungen des Halters und der Reiter, die bei der Untersuchung stets mit vor Ort sein sollten, nimmt er das Tier in Augenschein. Im Stand und in Bewegung. Dann prüft er die Meridiane an Hals und Rücken des Tieres. Fühlt sensibel, wo es zu Stauungen im Körperfluss kommt. Beseitigt diese durch Akupunktur. Make it simpel, sei sein Leitsatz. Dabei sei die Akupunktur keine esoterische Zauberei, so Schumann, denn durch die Beseitigung des Schmerzes, werde auch die Funktion des Körpers gestärkt. Mit Manipulationen aus der Osteopathie, werden dann die Bewegungseinschränkungen von Gelenken beseitigt.

Rund 45 Minuten dauert ein Termin mit Ingo Schumann, wobei die Änderungshinweise an Halter und Reiter in Bezug auf Training, Sattel und Beschlag auch dazu gehören. „Ich will Harmonie und die Balance des Körpers erreichen, möchte dem Pferd helfen. Dazu müssen auch Reiter und Halter Hand in Hand arbeiten.“ Ein Osteopath sehe den Körper als ganzes System, wohingegen ein Physiotherapeut befund- und symptomorientiert arbeite, erklärt Schumann.

Sein Traum sei es mit seiner Frau Katja, die gerade nebenbei eine Tierphysiotherapieausbildung absolviert, einen Hof zu betreiben, der interdisziplinär arbeite, und wo von Akupunktur, Ausbildung, Physiotherapie, Osteopathie bis hin zu tierärztlichen Behandlung für sämtliche Vierbeiner alles geboten werde.

Von Ulrike Gawande

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