Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Ein Pfarrer mit schwarzem Gürtel
Lokales Oberhavel Ein Pfarrer mit schwarzem Gürtel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:20 27.02.2018
Christian Lepplers Amtszeit als Pfarrer in Glienicke wurde gerade um zehn weitere Jahre verlängert. Quelle: Ulrike Gawande
Anzeige
Glienicke

Mittlerweile habe er sich angewöhnt, besonders in frühen Morgenstunden zu arbeiten, verrät Christian Leppler, der seit zehn Jahren Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Glienicke ist. „Ich habe einen kurzen Arbeitsweg. Im Haus und in der Gemeinde ist es ruhig, da hat man Zeit für sich und kann konzentriert arbeiten“, verrät schmunzelnd der 46-jährige Pfarrer.

40 Konfirmanden im Jahr

Den Rest des Tages genießt er es dann, mit Menschen zusammen zu sein. Egal ob mit den über 20 Damen in der Frauenstunde – „das macht Spaß und man ist im Austausch“ – oder den rund 40 Jugendlichen im Konfirmandenunterricht. Es sei insgesamt eine stimmungshebende Arbeit, ist der verheiratete Vater dreier Söhne zwischen ein und 16 Jahren überzeugt. „Ich genieße auch die unterschiedlichen Gottesdienste.“ Denn nicht nur zu den Feiertagen oder bei Konfirmationen ist die Glienicker Dorfkirche zur Freude von Leppler meist gut gefüllt. Auch Randberliner genießen oft den Charme der historischen Dorfkirche und die gute Gemeinschaft der Gemeinde.

Die Junge Gemeinde unterstützt die Konfirmandenfahrten

Toll sei bei seiner Arbeit in Glienicke, dass er immer Leute habe, die mitmachen. „Das ist ein Schatz!“ So begleiten stets Mitglieder der Jungen Gemeinde die fünftägige Konfirmandenfahrt, die mal in die Berge und mal ans Meer führt. Und gestalten das Programm der Tour. „Die Fahrten haben einen guten Ruf, die Jugendlichen kommen gerne mit.“ Dafür ist der Konfirmandenunterricht in Glienicke nur halb so lang wie in anderen Orten. Eines der Dinge, die der 46-Jährige geändert hat.

Studium in Berlin und Marburg

Dabei habe er gar nicht so viel ändern wollen, als er 2008 sein Amt in Glienicke antrat. Die Gegend war ihm bekannt, denn der gebürtige Berliner hatte nach seinem Theologiestudium in Marburg und an der Humboldt-Universität Berlin sein Vikariat in Mühlenbeck/Schildow absolviert. Und gerade erst wurde sein Vertrag in Glienicke auch auf seinen Wunsch hin um zehn Jahre verlängert. 2600 Mitglieder zählt Lepplers Gemeinde. „Es ist eine gute Mischung aus Zugezogenen und Alteingesessenen, die besonders bei der nun abgeschlossenen Sanierung der Kirche eine wichtige Rolle gespielt haben.“ Überhaupt habe der Ort viele engagierte Bürger, egal ob in Kirche, Kultur, Politik, Feuerwehr oder in den Vereinen, so der Eindruck des Pfarrers, der schon als Schüler in der Jugendarbeit tätig war und so zu seinem Beruf gekommen ist. „Meine Erwartungen an den Beruf wurden nicht enttäuscht.“ Froh sei er, so Leppler, dass Alexander Ergang, der auch mehrere Chöre im Ort leitet, als Kirchenmusiker nun eine 80 Prozent-Stelle habe. Denn er selbst sei ein musikalischer Laie, so der Pfarrer.

Wunsch: Ein neues und größeres Gemeindehaus

Die Stärke der Kirche im Ort sieht Christian Leppler in deren Verlässlichkeit. „Wir genießen das Vertrauen der Familien und wir sind im Ort präsent.“ Daher wäre sein größter Wunsch ein neues Gemeindehaus, das mehr Platz bietet als das alte, aber trotzdem dessen Charakter als Teil eines alten Dreiseithofes bewahrt. „Das wäre ein Traum.“ Denn schon jetzt nutzt die Willkommensinitiative den Gemeinderaum für Deutschkurse, eine Mutter-Kind-Gruppe trifft sich und Schulklassen und Kitas kommen, um dort zu feiern. „Der Raum mit dem Garten vor der Tür ist attraktiv.“ Mit einem neuen und vor allem größeren Gemeindehaus könne man sich als Kirche noch mehr engagieren, verstärkter mit anderen zusammenarbeiten und anderen Platz anbieten. „Wir könnten Begegnungen schaffen und flexibler agieren.“ Dankbar ist Christian Leppler jedoch dafür, dass sowohl Kirche, als auch Kommune die bisherigen Sanierungsarbeiten an Kirche und Friedhofskapelle stets so aktiv unterstützt haben.

Pfarrer mit schwarzem Gürtel

Wenn der junge Familienvater, der auch als Notfallseelsorger im Landkreis aktiv ist, dann aber einmal abschalten will, geht er zum Karate, wo er freitags zudem Kindergruppen trainiert. „Das hat mir schon viele Hochzeiten und Taufen beschert, denn man ist näher am Menschen.“ Seit seinem 17. Lebensjahr betreibt Leppler diesen Sport, besitzt den schwarzen Gürtel. „Es ist ein körperlicher Ausgleich zum Beruf, erweitert meinen Horizont, und es ist die Chance, Leuten auch mal woanders zu begegnen.“

Von Ulrike Gawande

Am Donnerstagabend treffen sich Händler, Gewerbetreibende und Oranienburger Einwohner, um über die Innenstadt zu diskutieren. Wie kann sie attraktiver werden für Kunden und Geschäftsleute. Lässt es sich jetzt schon gut einkaufen? Die Meinungen klaffen weit auseinander.

27.02.2018

Sondermüll im Wald. Unbekannte haben offenbar Reste eines abgerissenen Bungalows an mehreren Stellen in Oberhavel abgeladen. Illegale Müllhaufen sind bei Hohenbruch, Wolfslake und Nassenheide gefunden worden. Revierleiter Ingo Jeschek vermutet einen Zusammenhang und hofft auf Hinweise.

27.02.2018

Die MAZ blättert wieder mal zurück und fragte nach, wie es Martin Degen und seiner Freundin Doren Ehrlich ergangen ist. Vor der versammelten Germendorfer Feuerwehr hatte Martin seiner Doren einen Heiratsantrag gemacht.

27.02.2018
Anzeige