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Oberhavel Ein Plan für Neubrück
Lokales Oberhavel Ein Plan für Neubrück
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16:53 23.09.2016
Blick auf die Marina im Gebiet Neubrück. Quelle: Ulrike Gawande
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Hennigsdorf

Der Hennigsdorfer Ortsteil Neubrück, am östlichen Ufer des Oder-Havel-Kanals, zwischen Ruppiner Chaussee, Kletterwald und S-Bahnstrecke gelegen, gehört zu den ältesten Bereichen der Stadt. Schon 1506 wurde das Neubrücker Zollhaus errichtet, das später als Gasthaus genutzt wurde. Ende des 19.Jahrunderts folgten ein Dampfsägewerk und 1904 die Schillersche Pianofabrik.

Doch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges zerstörten viele Gebäude. Das Wohnhaus der Pianofabrik mit 22 Wohnungen blieb unversehrt und steht bis heute. Durch die Nähe zur Berliner Grenze dienten Teile des 13,5 Hektar großen Areals während der DDR-Zeit der Armee als Grenzkaserne. Später wurde das idyllisch gelegene Gebiet vernachlässigt. Heute gibt es unterschiedlichste Nutzungen und Eigentümer, wie die Tochtergesellschaft des Landkreises Oberhavel, die auf dem Gelände der alten Kaserne eine Asylbewerberunterkunft für rund 500 Personen betreibt. Daneben gibt es Wohnungen, eine Marina und diverse genehmigte und ungenehmigte gewerbliche Nutzungen sowie Bauruinen. Außerhalb des Areals entstand zudem der Kletterwald“Climb up“.

Bereits 2009/ 2010 gab die Stadt Hennigsdorf in Zusammenarbeit mit den Eigentümern eine Machbarkeitsstudie zur nachhaltigen Entwicklung des Ortsteils in Auftrag. Diese bescheinigte Neubrück Entwicklungspotential. Ein Wohngebiet mit 120 Bauplätzen sollte entstehen. Doch nichts geschah. Bis heute. Da jedoch dringend Wohnbauflächen in Hennigsdorf benötigt werden, und zudem die vorhandenen baulichen Missstände beseitigt werden sollen, beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch die Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 47 für Neubrück.

Ziel ist es, die Flächen aus dem Flächennutzungsplan, der zum einen eine gemischte Baufläche sowie ein Schutzgebiet vorsieht, durch eine verbindliche Bauleitplanung zu entwickeln. Und Baurecht für Wohnen und Gewerbe zu schaffen. Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) rechnet wegen der komplexen Lage bedingt durch mehrere Eigentümer, die Trinkwasserzone und den Nahverkehr mit einem Zeitraum von mehr als zwei Jahren zur Erstellung des Bebauungsplanes. Parallel wurde eine Veränderungssperre beschlossen.

Von Ulrike Gawande

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