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Oberhavel Ein Platz für Gründerinnen
Lokales Oberhavel Ein Platz für Gründerinnen
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16:41 11.03.2018
Das Alte Gymnasium steht seit Jahren leer. Wenn alles nach Plan läuft, könnten hier die ersten Gründerinnen Ende 2020 einziehen. Quelle: FotoS: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Die einstigen Klassenzimmer des altehrwürdigen ehemaligen Puschkin-Gymnasiums könnten demnächst zu Büros werden. Möglichst flexibel in der Größe sollen sie sein. „Das wollen wir mit flexiblen Einbauwänden erreichen, die die Räume teilen“, erklärte Birgit Tornow-Wendland, Chefin der städtischen Kommunalen Betreiber- und Immobiliengesellschaft (KBI). Ziel sei es, in dem Gebäude niedrige Mietpreise zu bieten. Gestern, passend zum Frauentag, stellte Tornow-Wendland die Pläne vor, die die Stadt Hennigsdorf mit dem alten Gymnasium hat. Hier soll in den kommenden Jahren das Kreativ-Werk entstehen, ein Gründerinnenzentrum nur für Frauen.

Zur Präsentation im Bürgerhaus waren Vertreter aus Politik, der Bürgerschaft und der Stadtverwaltung gekommen. Das Haus soll den Frauen den oft schweren Einstieg in die Selbstständigkeit ebnen. Mit günstigen Mietpreisen, Kinderbetreuung vor Ort und Beratung für die Gründerinnen. „Man hat sich hier entschieden, etwas zu initiieren, was es in dieser Größenordnung in Brandenburg noch nicht gibt“, so Tornow-Wendland. Die baulichen Planungen mit dem Haus, Baujahr 1926, sind schon konkret.

Insgesamt soll es rund 1400 Quadratmeter vermietbare Flächen für Frauen aus allen Branchen geben – vom Handwerk über die Ingenieurin bis zum Kreativjob. Die Arbeiten müssen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz stattfinden. Im Erdgeschoss soll es Raum für Werkstätten geben, in denen Gründerinnen im handwerklichen Bereich in die Selbstständigkeit starten können. Auch eine Kantine in Bereich des ehemaligen Heizraums soll eingerichtet werden. „Hier kann es auch Angebote zum Mitkochen geben“, so Tornow-Wendland. Es wird zwei neue Treppenhäuser und einen Fahrstuhl geben, alle Stockwerke sollen barrierefrei erreichbar sein. Auch ein Servicecenter wird es im Erdgeschoss geben – mit Postfächern. „Frauen können dort auch Stundenmietverträge für die Büroräume abschließen.“

Im ersten Obergeschoss sind vor allem Büroflächen geplant, ebenso ein Konferenzraum. Im zweiten Obergeschoss, wo einst die Fachkabinette der Schule waren, könnte es neben Büroflächen und einem Serverraum auch sogenannte Co-Working-Plätze geben, bei denen die Gründerinnen statt einer Bürofläche nur einen Schreibtisch mieten können und sich so einen gemeinsamen Arbeitsplatz teilen.

Sie wünsche sich „ein angenehmes und modernes Arbeitsgefühl“, so Tornow-Wendland. Im Dachgeschoss, wo sich einst die Turnhalle der Schule befand, könnten sich Flächen für besonders günstiges Co-Working befinden, genau wie eine große Fläche für Veranstaltungen im Gründerinnenzentrum. Die Außenanlagen umfassen 36 Stellplätze für Autos sowie Plätze für Fahrräder, E-Bikes und Kinderwagen. Das gesamte Projekt kostet rund 17,4 Millionen Euro – 11,5 Millionen davon kommen aus Fördermitteln. Wenn alles gut geht, sollen die ersten Gründerinnen Ende 2020 einziehen können.

Von Marco Paetzel

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