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Ein Platz zum Wohlfühlen

Altstadtsiedlung in Oranienburg Ein Platz zum Wohlfühlen

Wenn die Anwohner am Bötzower Platz nun ihre neue Grünanlage in Besitz nehmen, werden sie vielleicht ein wenig versöhnt sein, dass der alte Rodelberg weichen musste. Das, was jetzt den Kindern zum Spielen und den Erwachsenen zum Erholen geboten wird, kann sich sehen lassen. Und eines darf man auch nicht vergessen, in dem kleinen Park stecken 825 000 Euro.

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Auf der Plattform am Teich lässt es sich aushalten. Sachgebietsleiterin Kerstin Gloede hat bei dem Projekt einige nerven gelassen.

Quelle: Andrea Kathert

Oranienburg. Ganz einfach nur von einem neuen Spielplatz zu sprechen, würde der Grünanlage auf dem Bötzower Platz nun gar nicht gerecht werden. Was dort entstanden ist, gleicht einem Park, in dem sich die Oranienburger jeden Alters wohl fühlen können. Mehrere Spielinseln, grüne Rasenflächen, eine Ballspielanlage und ein hölzerner Steg zum Teich sind in den letzten drei Monaten aus dem Boden gestampft worden. Die Firma Gartenbau Gerth aus Zehdenick hat ordentlich Betrieb gemacht. „Wir sind auf den Punkt genau fertig geworden“, sagte am Donnerstag Baustadtrat Frank Oltersdorf. In diesem Falle müsse er auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung besonders danken. „Frau Goede war manchmal kurz vorm Verzweifeln.“

Die Gestaltung des Areals zwischen Kanalstraße und Gartenstraße lief in der Tat nicht einfach. Erst gab es Proteste der Anwohner, weil der Rodelberg weichen musste. Dann mussten die Planungen und Bauarbeiten immer wieder mit der Wohnungsbaugesellschaft abgestimmt werden. Denn die baut genau am Rande des Parks drei große Mehrfamilienhäuser und zwei Tiefgaragen. Doch die Planänderungen, die Klaus Beissert immer wieder vornehmen musste, hatten auch ihr Gutes. Herausgekommen ist keine eintönige Fläche, sondern ein Areal mit Schrägen, Kurven und Treppen, wo das Auge immer wieder etwas Neues entdeckt. Kalksteinmauern, mit Granitsteinen gepflasterte kleine Hügel, riesige Findlingen und viele Holzbänke zeugen davon, dass ganz bewusst auf Naturmaterial gesetzt wurde.

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Neue Spielgeräte, Ballspielflächen, grüner Rasen, ein Teich und schöne Bänke. Die Oranienburger müssen ihren kleinen Bürgerpark nur noch annehmen.

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Schon im vorigen Frühjahr war der Teich entschlammt und das Schilf zurückgeschnitten worden. Eine Palisadensperre soll verhindern, das der Teich immer wieder zuwächst. Und dank eines Sprudlers wird das Wasser regelmäßig belüftet. Die üblen Gerüche, die die Anwohner früher ertragen mussten, sollten damit ein Ende haben. Zum Teich führt ein schöner Holzsteg, der sich am Wasser zu einer Plattform aufweitet. Der Ballspielplatz bekam einen Fangzaun aus Maschendraht, der mit Kunststoff ummantelt ist und die Geräusche schlucken soll. Für die Spielflächen wurde ein federnder Belag eingesetzt. Der Ballspielplatz wird von 8 bis 20 Uhr zugänglich sein, sonst ist er verschlossen. Auf dem kleinen, alten Spielplatz, der schon 15 Jahre alt ist, wurden die Geräte noch mal aufgearbeitet und mit einer Kullerrampe und einer Strandgutkiste ergänzt. Ohne die Förderung der Investitionsbank des Landes hätte sich die Stadt die 825 000 Euro teure Umgestaltung wohl nicht leisten können. „Nun müssen die Bürger ihren Park nur noch annehmen“, sagte Baustadtrat Oltersdorf.

Viel Grünes im Altstadtquartier

Die knapp 8000 Quadratmeter große Grünfläche zwischen der Kanalstraße und der Gartenstraße im Wohnquartier „Altstadtsiedlung Bötzower Platz“ hat die Stadt für 825 000 Euro umgestaltet. Von dieser Summe stellte die Investitionsbank des Landes Brandenburg 512 000 Euro zur Verfügung.

Es entstanden neue Spiel- und Erholungsbereiche. Die Teichanlage wurde saniert und neu befestigt. Ein Wassersprudler soll die Wasserqualität verbessern.

Planer für die Landschaftsbauarbeiten waren die Landschaftsarchitekten Beissert & Hengge aus Berlin. Als Hauptauftragnehmer

Restarbeiten wie die Übergangsbereiche zu den Außenanlagen der neuen Woba-Häuser sollen spätestens im nächsten Frühjahr fertig sein.

Von Andrea Kathert

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