Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Ein Rheinländer mit großer Klappe
Lokales Oberhavel Ein Rheinländer mit großer Klappe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 11.11.2015
Kalles Tierleben: Der Komiker mit seinem Maskottchen Dolores. Quelle: Fritz Hermann Köser
Anzeige
Oranienburg

Die Karriere begann in der Garage der Eltern. Gerade mal neun war Kalle Pohl, aber die Kinder aus der Nachbarschaft unterhielt er bereits wie ein alter Entertainment-Hase. Mit Gags, mit Musik. Gerne griff er zu einer überdimensionierten Quetschkommode, hinter der der kleine Kerl fast völlig verschwand. „Ein Akkordeon mit Füßen“, taufte das Publikum dieses eigenartige Gesamtkunstwerk.

Nun steht der Rheinländer, die Statur immer noch eher gedrungen, die Klappe umso größer, auf der Bühne der gut besuchten Orangerie in Oranienburg. Ein Tausendsassa. Kabarettist, Akkordeonist, Komponist, Sänger, Texter,  kölscher Asterix-Synchronisator, Schauspieler und Komödiant. Damals hat der Dorffotograf den Auftritt verewigt, erinnert er sich, eine Kamera war noch etwas Besonderes. Und nun? Inzwischen zückt jeder sein Handy, um ein Foto zu machen. Zunehmend auch gerne von sich selbst. „Selfie in Delfie“, lautet so auch der Name seines Programms, das vergangenen Freitag für reichlich Heiterkeit sorgte.

Ein „Akkordeon auf Füßen“ wurde Kalle Pohl einst von seinen Fans getauft. Quelle: Fritz Hermann Köser

Längst sei das Smartphone zur Kamera mutiert, meint Kalle Pohl. Die Leute fotografieren vor allem Personen, die sie besonders mögen. 95 Prozent machen daher Selfies, der Rest fotografiert Essen. Apple und Samsung überlegen schon, künftig auf die Telefon-Funktion zu verzichten, erzählt der Comedian mit seinem leicht nuscheligen, rheinischen Akzent.

Dafür misst das neue Handy dann Fieber, „kleinere Modelle auch rektal, inklusive Darmspiegelung“. Es nimmt MRT-Diagnostik vor, das neue Galaxy soll sogar Beine rasieren können. Es kommt noch ärger. Sobald der Besitzer ins Display schaut, erfolgt künftig automatisch ein Selfie. Anschließend schaut das Handy die Bilder an und löscht sie auch selbst.

Nur die Baby-App für den RTL-Fan, die fehlt noch. Kalle Pohl hat die Marktlücke erkannt und ein entsprechendes Handbuch verfasst. Vom Umtausch ausgeschlossen, nicht unter null Grad lagern, nicht eigenmächtig öffnen, steht unter anderem darin geschrieben.

Zu dieser Zielgruppe scheint auch Hein Spack, sein Vetter, zu zählen. Neulich war er in Griechenland, Urlaub mit Kultur. Stundenlang ging die Fahrt nach Del-Dings, erzählt Kalle Pohl mit nunmehr sehr schwerem rheinischen Akzent und deutlich rauerer Stimme. Delphi, schwärmt der Reiseleiter, in der Antike eine bedeutende Stadt. Alles Quatsch, wettert Hein Spack. Ein Dreckskaff, und dann noch diese Hitze. Und wo ist bloß der verfluchte Strand?

Als dann der Reiseleiter von dem Orakel erzählt, platzt Hein endgültig der Kragen: „Mein Teufel, Dumm Sau, ich esse keinen Tintenfisch.“

Von Fritz Hermann Köser

Oberhavel Senioreneinrichtung in Friedrichsthal - Ein Dankeschön mit Gesang

Renate Karth lebt eigentlich in Ludwigslust. Doch über einen Aufenthalt in der Seniorenresidenz „Wasserschloss“ in Friedrichsthal hat sie sich so gefreut, dass ihr ein besonderer Gedanke kam. Und dafür nahm die 81-Jährige auch noch mal die lange Reise auf sich.

08.11.2015
Oberhavel Ausflug zum Freienhagener Rinderhof - Mit dem Bullenexpress über die Weide

Eine Fahrt mit dem Traktor quer über die Weide und dabei zottligen Hochlandrindern in die Augen schauen können, das dürfen die Besucher auf dem Robustrinderhof von Monika Petelka in Freienhagen. Am Sonnabend nutzten etliche Ausflügler das schöne Wetter und machten eine Fahrt mit dem Bullenexpress.

08.11.2015
Oberhavel Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde - Jetzt sickert nichts mehr in die Erde

Eine halbe Million Euro hat der Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde investiert, damit in Groß Schönebeck kein Schmutzwasser mehr im Erdreich versickern kann. Die 40 Jahre alten Rohre waren stark beschädigt und teilweise undicht. Kamerabefahrungen des Kanals hatten gezeigt: Gefahr war in Verzug. Jetzt sind 1350 Meter Leitungen erneuert worden.

08.11.2015
Anzeige