Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Riesenspaß für Kinder

Hammer Ein Riesenspaß für Kinder

Auf dem alten Gut von Hammer ist jeden Dienstag und Donnerstag am Nachmittag mächtig was los. Etliche Kinder drehen ihre Runden auf Segways. Helmer Fischer, der Inhaber des Ferienparkes, hat für die Kinder einen Club gegründet und einen Parcours angelegt.

Voriger Artikel
Sie schneidet Obdachlosen kostenlos die Haare
Nächster Artikel
Ein ganz besonderer Preis

Tony, Susanna, Sara und Anna (v. l.) haben ihren Spaß auf den Segways und beherrschen die Gefährte perfekt.

Quelle: Enrico Kugler

Hammer. „Zum Losfahren nach vorne beugen, zum Bremsen nach hinten. Und für die Kurven nach links und rechts.“ Für Anna ist das ein Kinderspiel. Na ja. Die Achtjährige aus Hammer hat auch schon ein wenig Erfahrung mit dem Segway, diesem merkwürdigen Roller auf zwei Rädern, mit dem man nur so durch die Gegend schnurren kann.

Anna und ihre Zwillingsschwester Tony waren die Ersten, die die Segways von Helmer Fischer ausprobieren duften und ihn zu einer kühnen Idee inspirierten.

Helmer Fischer möchte, dass die Kinder vor allem Spaß haben

Helmer Fischer möchte, dass die Kinder vor allem Spaß haben.

Quelle: Enrico Kugler

Helmer Fischer baut das alte Gut in Hammer zu einem barrierefreien Hotel um und suchte nach Bewegungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Da stieß er auf die Segways, die für Menschen mit und ohne Handicaps gut zu händeln sind. Bevor sein erstes Haus öffnet, sollten erst mal Hotelgäste aus der Umgebung in den Genuss von Touren durch die Umgebung kommen. „Und als wir zur ersten Tour in die Schorfheide gestartet sind, schauten uns die Kinder in Hammer mit großen Augen hinterher“, erzählt Helmer Fischer. „Da müssen wir etwas machen“, hatte Fischer damals gedacht. Und so reifte die Idee, auch für Kinder so was anzubieten. Kein Problem, dachte Fischer. Doch dann kamen die Haken: Für Überlandfahrten müssen die Nutzer von Segways mindestens 15 Jahre alt sein und 45 Kilo wiegen. Doch Fischer ließ sich nicht beirren. Lud die Nachbarskinder zur Probefahrt ein und stellte fest: Anna und Tony mit ihren 27 Kilo sind prima Segway-Fahrer. Und auf seinem Grundstück müsste es funktionieren.

Dank der großen Reifen können die Kinder kreuz und quer übers Gelände fahren und bekommen ganz schön Speed drauf

Dank der großen Reifen können die Kinder kreuz und quer übers Gelände fahren und bekommen ganz schön Speed drauf.

Quelle: Enrico Kugler

„Drei Monate hab ich gebuddelt, alles per Hand mit dem Spaten.“ Dann war die Parcoursstrecke auf seinem Gelände fertig. 275 Meter mit vielen Kurven und Schikanen. Die Bahnen sind zwei bis zweieinhalb Meter breit. „Und der Parcours wird wirklich gut angenommen“, freut sich Fischer. 14 Kinder kommen nun zwei Mal in der Woche zum Segway-Club, den er gegründet hat. Die eifrigen Fahrer aus Hammer und Liebenwalde sind im Übrigen mehr Mädchen als Jungen. Sie sind kaum zu halten. Und würden am liebsten niemandem verraten, was es da Tolles auf dem Gutsgelände gibt.

Auf dem Parcours kommt es auf Geschicklichkeit anDa muss man sein Segway schon beherrschen

Auf dem Parcours kommt es auf Geschicklichkeit an.Da muss man sein Segway schon beherrschen.

Quelle: Enrico Kugler

Die vier Gefährte sind heiß begehrt, waghalsige Kurven werden auf dem Parcours gedreht. Aber die Kinder haben alles im Griff. Die Fahrten machen den kleinen Club-Mitgliedern offensichtlich einen Heidenspaß. „Es ist nicht ungefährlich“, räumt Fischer ein. „Aber für Erwachsene mehr als für Kinder.“ Die Kleinen drehen ganz geschmeidig und juchzend ihre Runden. Damit alle Club-Kids an einem Nachmittag zu ihrem Vergnügen kommen, hat sich Helmer Fischer schon Mannschaftsspiele einfallen lassen, wo sich die Kinder immer wieder abwechseln. Die Spiele kommen noch besser an als das Parcoursfahren.

Catharina und Helmer Fischer mit ihrem „Strolchi“

Catharina und Helmer Fischer mit ihrem „Strolchi“.

Quelle: Enrico Kugler

Und auch die Mütter, die ihre Kinder zum Segway-Club bringen, schauen gern ein Weilchen zu und trinken mit Catharina Fischer gemütlich einen Kaffee. So wie Nicole Mollik, die mit ihrer Tochter Lea gekommen ist. „Erst haben wir ja nur als Nachbarn immer geguckt“, sagt Nicole Mollik. Aber weil auch der Cousin von Lea im Club mitmacht, wollte die Sechsjährige auch mal ein Segway ausprobieren. Und siehe da, die kleine Lea ist die Jüngste im Club und kann auch schon super fahren. „Und wenn ich Frühschicht habe, komme ich auch gerne mit her“, sagt ihre Mutter genauso vergnügt wie ihre Tochter. Wer sich die ganze Zeit ganz besonders über die vielen Kinder und Besucher auf dem großen Gutsgelände freut, ist Strolchi, der schwanzwedelnde Hund der Fischers.

„Die Kids sollen einfach Spaß hier haben“, sagt Helmer Fischer. Deshalb kostet der Monatsbeitrag für den Club auch nur 15 Euro pro Kind.

Bei den Mannschaftsspielen müssen die Kinder auch Bälle fangen und werfen, und zwar während der Fahrt

Bei den Mannschaftsspielen müssen die Kinder auch Bälle fangen und werfen, und zwar während der Fahrt

Quelle: Enrico Kugler

Natürlich wünscht er sich, die Anlage möge sich auch als Ausflugstipp für Familien herumsprechen. Etliche Flyer hat er bereits drucken lassen und eine eigene Internetseite entworfen. „Aber es soll alles bezahlbar bleiben.“ Deshalb kann auch jeder seinen Picknickkorb mitbringen, sich Segways ausleihen und einen schönen Familientag auf dem Gut verbringen. Und zwar jeden Tag in der Woche.

Wer noch mehr über den Ferienpark auf dem alten Gutsgelände in Hammer, die Segways, den Kinder-Club oder über die Touren in die Schorfheide wissen möchte, kann sich auf der Homepage von Helmer Fischer unter www.segwaytouren-schorfheide.de informieren.

Von Andrea Kathert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg