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Ein Schandfleck im Dorf

Liebenthal Ein Schandfleck im Dorf

Wenn ein Örtchen so liebevoll gepflegt und hergerichtet wird wie Liebenthal, fallen Schmutzecken noch schneller auf. An der Dorfallee gibt es solch einen Schandfleck, über den sich viele Einwohner ärgern. Er stört in der sonst so beschaulichen Dorfansicht.

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Das ist wirklich ein Schandfleck im Dorf, der alte Konsum. Und nicht nur Heidi Büttner, sondern viele Anlieger der Dorfallee ärgern sich darüber.

Quelle: Andrea Kathert

Liebenthal. Der kleine Ortsteil Liebenthal ist wirklich ein beschauliches Örtchen. Gepflegte Grundstücke, gemähter Rasen. Auch die öffentlichen Grünflächen werden regelmäßig gepflegt und gemäht.

Bei einem Spaziergang durchs Dorf fällt dann ein Grundstück besonders auf, der alte Konsum an der Dorfallee. Aber der typische Flachbau aus DDR-Zeiten glänzt nicht gerade im positiven Sinne. „Das ist doch ein Schandfleck in unserem sonst so gepflegten Ort“, schimpft Heidi Büttner, die selbst mal Bürgermeisterin in Liebenthal war. Und sie hat vollkommen recht. Das Gras und Unkraut vor dem Flachbau stehen bis zu einem halben Meter hoch. Das Grundstück ist nicht eingezäunt und grenzt direkt an eine öffentliche Grünfläche.

Kein schöner Anblick

Kein schöner Anblick. Mehrere Big-Bags stehen auch noch vor dem Haus.

Quelle: Andrea Kathert

Direkt vor dem Haus steht ein Big-Bags mit den Resten des Gewerbebetriebes, der dort mal ansässig war oder immer noch ist. Soweit im Dorf bekannt ist, wurden in dem alten Konsum zuletzt Kabelummantelungen hergestellt. Der Abfall davon liegt nun in den großen Plastikbehältern, an die jeder herankommen kann. Das Gebäude wirkt vollkommen verlassen. An dem abgeschrammten Briefkasten ist noch die Aufschrift „Ursus GbR“ zu erkennen und der Hinweis: „Keine Post für Herrn Henri Zeller einwerfen!“

Der einzige Hinweis auf die Besitzer am Briefkasten

Der einzige Hinweis auf die Besitzer am Briefkasten.

Quelle: Andrea Kathert

Jeder Besucher, der zu „Edelgards Bierstube“, zum Haustierpark, zur Wildpferdherde oder zur hübschen Liebenthaler Kirche möchte, muss an dem verwilderten Grundstück vorbei. Das ärgert Heidi Büttner. Es gebe doch schließlich auch eine Gemeindeordnung. Sie weiß, dass es nicht so einfach ist, von Seiten der Stadt etwas zu unternehmen. Schließlich handelt es sich um Privatbesitz. „Aber es muss doch irgendwie eine Möglichkeit geben, den Besitzer dazu zu bewegen, das Anwesen in Ordnung zu bringen“, findet die Liebenthalerin.

„Wir sind schon tätig geworden“, sagt Andrea Goldhammer vom Ordnungsamt der Stadt. Der Brief an einen der Besitzer in Berlin, mit der Aufforderung für Ordnung zu sorgen, kam allerdings zurück, nicht zustellbar. Nun wurde der Geschäftspartner in Bielefeld angeschrieben. Doch so lange keine Gefahr für Leib und Leben von dem Anwesen ausgeht, „sind uns erst mal die Hände gebunden“, meint die Ordnungsamtsleiterin.

Von Andrea Kathert

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