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Ein Spielplatz für alle

Hohen Neuendorf Ein Spielplatz für alle

Spielplätze müssen nicht immer für Kinder unter 12 Jahren sein, dachte man sich in Hohen Neuendorf und lässt an der Berliner Straße am Kreisverkehr eine sogenannte Mehrgenerationenfreizeitanlage auf dem Kistenplatz entstehen.

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Hohen Neuendorfer Jugendliche planen mit dem Bauamt den „Kistenplatz“, eine Mehrgenerationenfreizeitanlage.

Quelle: Foto:Stadtverwaltung Hohen Neuendorf

Hohen Neuendorf. Spielplätze müssen nicht immer für Kinder unter 12 Jahren sein, dachte man sich in Hohen Neuendorf und lässt an der Berliner Straße am Kreisverkehr eine sogenannte Mehrgenerationenfreizeitanlage auf dem Kistenplatz entstehen. Der Kistenplatz, der seinen Namen den einst dort gelagerten Kisten der Firma TUR (Therapie- und Rehabilitationstechnik) verdankt, befindet sich günstig gelegen zwischen Bahn und Seniorenheim.

„Durch die nahe Bundesstraße ist der Platz aber zu nahe am Verkehrsraum und somit für kleinere Kinder ungeeignet“, erklärt Kai-Uwe John, Sachbearbeiter im Bereich der Stadtplanung und für die Konzeption der Spielplätze zuständig. So entwickelte sich die Idee den Platz für Jugendliche, aber auch für Senioren zu gestalten. Mehrere Jugendliche der Stadt beteiligten sich an der Gestaltung der 4000 Quadratmeter, die nun eine gelungene Mischung aus Graffitiwand, Boulebahn, BMX-Anlage mit der alten Gasregelstation, die als Werkstatt dienen soll, und Motorikelementen, wie Balancierlabyrinth und Wippe, ist. Ergänzt um Grünflächen und Bänke mit Lehnen. „Der Platz wertet den Raum auf, wobei der Kreisverkehr als Puffer dient“, so John zufrieden über die konstruktive Planung mit den Jugendlichen. Im Herbst soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Kostenpunkt rund 550 000 Euro. „Qualität kostet.“

Ein Prinzip, das kennzeichnend ist für den Entwurf des Spiellatzentwicklungsplanes, einer Fortschreibung des Konzepts von 2008, der auf der letzten SVV einstimmig beschlossen wurde. Und ab 1. September öffentlich ausgelegt wird. „Wir wollten weg vom Gießkannenprinzip“, so Bauamtsleiter Hans Michael Oleck. Stattdessen sollen gezielt einzelne Spielplätze komplett überarbeitet werden. „Mit guter Qualität“, fügte Pressesprecherin Ariane Fäscher hinzu. Ein Spielplatz sei eben nicht nur die Summe der Spielgeräte. „Man muss vom Begriff Spielplatz wegkommen, die Plätze nicht mehr altersbegrenzt, sondern für mehrere Generationen wahrnehmen“, wünscht sich John. So könnten auch Fitnessgeräte oder verschiedene Parcours dazu gehören.

Der Bedarf an Spielplätzen sei da, mit einer absoluten Fläche von 33000 Quadratmetern. In Hohen Neuendorf selbst fehlen die meisten Spielplätze, denn dort liegt die Versorgungsrate gerade einmal bei 30 Prozent; in Stolpe bei 44, in Bergfelde bei 61 und in Borgsdorf bei 69 Prozent. „Seit der ersten Spielplatzplanung 2008 konnten Missstände abgebaut werden, aber noch ist das Ziel nicht erreicht“, so Oleck.

Der Entwicklungsplan sei jedoch wichtig, so Oleck, um den Bedarf nachzuweisen. „Spielplätze sind für einige Bürger nicht nur schön, sondern laut und störend.“ Oft werde ihnen gesagt: Baut alles, aber keinen Spielplatz. So sei auch die Realisierung einer Skateranlage fast unmöglich, da diese aus Lärmschutzgründen hinter sechs Meter hohen Wänden verschwinden soll.

Von Ulrike Gawande

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