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Oberhavel Ein Stück Dorfgeschichte
Lokales Oberhavel Ein Stück Dorfgeschichte
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18:23 27.06.2017
Das alte Waagehaus in Liebenthal fällt langsam zusammen. Ein Stückchen Dorfgeschichte würde dann unwiederbringbar verloren gehen. Quelle: Kathert
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Liebenthal

Das Wildpferdgehege und der Haustierpark von Arne Broja sind zwei große Anziehungspunkte in Liebenthal. Den Weg zu finden, ist nicht scher, er ist gut ausgeschildert. Bevor die Besucher den großen Parkplatz am Waldrand erreichen, dürfen sie einen Blick auf das schmucke Depot der Feuerwehr und auf das Dorfgemeinschaftshaus werfen. Seit 2013 ist es der Stolz vieler Liebenthaler. Doch unweigerlich fällt der Blick auch auf ein weniger hübsches Bauwerk, selbst wenn es noch so klein ist. Das alte Waagehaus an der Gabelung zur Alten Liebenwalder Straße. Es bietet einen erbärmlichen Anblick und mutet an, als würde es im nächsten Augenblick zusammenstürzen. Mindestens 50 Jahre alt ist das Häuschen. Die Kinder und Jugendlichen des Dorfes hatten es für sich als Abenteuerspielplatz auserkoren. Damit nicht Schlimmeres passiert, versperrt nun ein Bauzaun den Zugang zur Waage.

„Die Sicherheit ist jetzt wenigstens gegeben“, sagt Ortvorsteher Wolfhar+d Raasch. Seit vier Wochen steht die Umzäunung. Aber es blutet ihm das Herz, wenn er sieht, wie ein Stückchen Dorfgeschichte gerade verloren geht. Hätte er die Möglichkeiten, würde der Ortsvorsteher etwas dagegen unternehmen. „Mir ist schon klar, dass wir in der Stadt Liebenwalde vieles andere zu tun haben.“ Aber trotzdem, das alte Häuschen einfach abzureißen, findet Raasch keine gute Idee. Schließlich ist es ein historisches Stück, das früher sehr wichtig im Dorf war. Nun ist es eher ein Schandfleck im Dorf. Die Kinder wüssten doch kaum noch, wozu die Waage einst diente.

Die Waage ist noch funktionstüchtig. Quelle: Andrea Kathert

Die LPG hat die Waage viel genutzt. Alles, was vom Feld kam, wurde gewogen. Kartoffeln, Rüben, Getreide. Die Traktoren fuhren mit dem beladenen Hänger auf die Plattform. Dann wurde das erste Mal gewogen. Und ein zweites Mal, wenn der Hänger leer war. „Mein Opa war dort Wiegemeister“, erzählt Wolfhard Raasch. Bis zur Wende war die Waage noch in Betrieb. Dann formierte sich der Agrarbetrieb neu. Noch heute ist die Waage funktionstüchtig. Die Schieber müssten sich noch bewegen lassen. Die Plattform hatten ABM-Leute schon mal erneuert. Jetzt sind die Bohlen wieder hinüber. Da müssten neue rauf. Das Häuschen ist nicht mehr zu retten. Es müsste auf ordentlichen Fundamenten neu hochgemauert werden.

Immer wieder hatte der Ortsvorsteher in der Stadt beantragt, etwas an der Waage zu tun. Außer an den nötigen Mitteln, hapert es auch an den Grundstücksfragen, die noch nicht geklärt sind. Die Plattform gehört der Stadt. Das Häuschen steht auf Privatland. Frühestens im nächsten Jahr könnte sich dort etwas tun. „Bis dahin sind uns eigentlich die Hände gebunden.“ Wolfhard Raasch hat aber gehört, dass sich andernorts Vereine für den Erhalt solcher Waagen gegründet haben. Vielleicht wäre das auch für die Liebenthaler eine machbare Idee.

Von Andrea Kathert

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