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Ein Tag für Startup-Unternehmen

Hennigsdorf Ein Tag für Startup-Unternehmen

18 Unternehmensgründer präsentierten am Dienstag ihre Geschäftsideen im Hennigsdorfer Blauen Wunder. Die Veranstaltung war gut besucht, viele Interessierte drängten sich an den Ausstellungstischen. Unterstützt wurden die Neu-Unternehmer von der Winto, die ihnen bei der Gründung geholfen hat.

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Friedrich und Maria Schlei bieten mit der Geschäftsidee „Crazy Balloons“ einen Deko-Service für viele Anlässe.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Sie sind der Blickfang des Tages. Gleich am Eingang zum Ausstellungsraum im Blauen Wunder hat das Ehepaar Schlei Ballonfiguren drapiert, ein fest umschlungenes Brautpaar aus Gummi. „Das könnte Teil einer Dekoration für eine Hochzeit sein“, erklärt Maria Schlei. „Crazy Balloons“ (etwa: verrückte Ballons) haben die beiden Russen ihre Geschäftsidee genannt. Bei jedem Geburtstag ihrer zwei Kinder fragte sich Paar, das in Birkenwerder lebt, wie man gut dekoriert, und so kam die Geschäftsidee zustande. Egal ob für Kindergeburtstage, Hochzeiten oder Weihnachtsfeiern – die Schleis finden mit ihren „verrückten Ballons“ die passende Dekoration. Von der Idee bis zum festlich geschmückten Raum bieten sie einen Rundum-Service. „Sowas gibt es in der Region noch nicht, bisher kann man nur Luftballons kaufen“, erklärt Friedrich Schlei (35).

Insgesamt 18 Unternehmensgründer stellten sich beim 8. Gründer- und Unternehmertag vor. Von Dominic Franck aus Glienicke, der kompostierbare Windeln vertreiben will, über Tangolehrer Hüseyin Dogan aus Hennigsdorf bis zu Kerstin Klein-Peters aus Schildow, die in Lach-Yoga schult. Die Resonanz war groß, die Stände der Gründer den ganzen Nachmittag gut besucht. Es war das erste Mal, dass die Winto als Veranstalter auch die Gründer selbst zu der jährlichen Veranstaltung eingeladen hatte. „So können sie sich vorstellen und gleich vernetzen“, erklärt Claudia Traut, Projektleiterin des Lotsendienstes der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Winto.

Sie hat allen Gründern beim Start geholfen, unter anderem gab es ein viertägiges Gründerseminar, bei dem etwa die Geschäftsidee überprüft und zum Thema Marketing beraten wurde. Einen Unternehmensberater bekam jeder Gründer, passend zu seiner Branche, kostenlos vom Lotsendienst bereitgestellt. Genau wie Kontakte zur Investitionsbank (ILB), der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Regio-Nord oder dem Netzwerk „Unternehmerinnen in Oberhavel“.

Die Zahl der Gründer im Landkreis Oberhavel ist relativ konstant, jedes Jahr hat Claudia Traut genug Budget, um etwa 50 Startup-Unternehmen zu helfen. Rund 1900 Euro stehen ihr pro Gründer zur Verfügung. Die Menschen kommen aus allen Branchen, auch altersmäßig sind die Gründer bunt gemischt. Viele kommen aus der Arbeitslosigkeit, andere wollen oder müssen sich beruflich neu orientieren. „Egal ob man mit 150 000 Euro Abfindung als Startkapital kommt oder kaum was hat, ein Gründer braucht immer Herzblut und darf nicht beratungsresistent sein“, erklärt Claudia Traut.

Das Ballon-Paar Schlei hat sich gerne von der Winto beraten lassen. „Unsere Preise waren etwas zu niedrig angesetzt, das sollten wir unbedingt ändern“, sagt Maria Schlei. 25 000 Euro Kredit hat sich das Ehepaar von der ILB geliehen. Noch arbeiten sie von zu Hause aus. Ab Ende Oktober eröffnet das Paar aber sein 60-Quadratmeter-Geschäft in der Lehnitzstraße 17 in Oranienburg. „Wir hoffen, dass wir dann bald von unserer Arbeit leben können“, so Maria Schlei.

Von Marco Paetzel

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